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Jedes vierte Kind spricht schlecht Deutsch | Unbezahlte Werbung: B-Side Café | RUMS-Abo gegen Kaffeegutschein

Guten Tag,
immer weniger Kinder in Münster sind im Ausland geboren. Gleichzeitig sprechen immer mehr Kinder in der Stadt zu Hause kein Deutsch. Das ist eines von vielen Ergebnissen aus dem knapp 70 Seiten langen Bericht zur Kindergesundheit in Münster.
Die Stadt hat für den Bericht die Daten aus den Schuleingangsuntersuchungen der Jahre 2014 bis 2024 ausgewertet. Besonders auffällig ist, dass fast ein Viertel der Kinder in Münster schlecht Deutsch spricht. Tendenz steigend.
Betroffen sind vor allem Kinder, für die Deutsch nicht Muttersprache ist. Das ist nicht überraschend. Ebenfalls Kinder, die für kürzere Zeit in die Kita gehen, haben solche Probleme – auch im Verständnis von Zahlen.
Es gibt noch weitere besorgniserregende Entwicklungen: mehr Kinder, die schlecht schwimmen können, die sich zu wenig bewegen, die Übergewicht haben oder immer mehr Zeit vor Displays und Bildschirmen verbringen.
Die Daten belegen teilweise, was die anekdotische Evidenz lange andeutet. Vor allem aber geben sie Hinweise, wo man ansetzen kann, um zu verhindern, dass ungelöste Probleme zu neuen Problemen werden.
Wichtig ist laut dem Bericht die frühkindliche Sprachförderung, vor allem in nicht-deutschsprachigen Familien, auch die Bewegungsförderung. Wer als Kind sportlich ist, bleibt als erwachsener Mensch gesünder. Ebenfalls wichtig ist die Förderung von Medienkompetenz. Durch sie lernen Kinder, kritisch zu denken. Gesunde Ernährung verringert chronische Krankheiten.
Das alles zahlt sich irgendwann aus. Kinder, die gut Deutsch sprechen, haben bessere Bildungschancen. Sprache und Bildung geben ihnen die Möglichkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben. Das stärkt den Zusammenhalt, und es verringert die Gefahr von Parallelgesellschaften im Verborgenen.
Im Grunde ist es ein Investitionsprogramm, das viele Milliarden reinholt, ohne Milliarden an Schulden zu hinterlassen. Stichwort: Demokratie-Sondervermögen. (rhe)
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+++ An der Autobahnspinne sollen rote Markierungen, Schilder und eine neue Halteregelung für mehr Sicherheit sorgen. (Antenne Münster)
+++ Die Stadt Münster erweitert die Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule in Nienberge bis nächsten Herbst um einen Neubau und eine Mensa. (Stadt Münster)
+++ Die Stadt Münster verschiebt die Sanierung der Wersebrücke in Handorf auf Anfang Mai. (Stadt Münster)
+++ Nach dem Brand an der Primusschule in Berg Fidel, der zwei Klassenräume zerstört hat, braucht die Schule Hilfe. (Antenne Münster)
+++ Die Diakonie ersetzt das in die Jahre gekommene Martin-Luther-Haus an der Fliednerstraße bis 2029 durch zwei moderne Neubauten. (Westfälische Nachrichten)
+++ An Förderschulen wird Aggressivität zu einem immer größeren Problem. (Caritas Bistum Münster)
+++ Wenn bald wieder Lehrkräfte aus Münster an anderen Schulen aushelfen müssen, entscheidet die Bezirksregierung selbst, wer wechseln muss. (Westfälische Nachrichten)
+++ Das Stadtmuseum bietet ab sofort einmal im Monat eine „Stille Stunde“ an, um Menschen aus dem Autismus-Spektrum und mit Wahrnehmungsbeeinträchtigungen einen stressfreien Museumsbesuch zu ermöglichen. (Stadt Münster)
+++ Zur großen Aufräumaktion „Sauberes Münster“ haben sich etwa 16.000 Menschen angemeldet, darunter 12.000 Kinder und Jugendliche – so viele wie noch nie. (Stadt Münster)
+++ Die Klimabewegung Fridays for Future hat für Freitag eine Mahnwache vor dem CDU-Büro angemeldet. (Westfälische Nachrichten)
Vor einem halben Jahr eröffnete offiziell mit der B-Side ein soziokulturelles Zentrum direkt an Münsters Hafen. Bestimmt haben Sie den früheren Hafenspeicher schon einmal aus der Ferne gesehen. Wenn Sie aber noch einen Grund suchen, sich das Ganze einmal aus der Nähe anzuschauen, dann hätten wir vielleicht einen für Sie: Das Café der B-Side bietet dienstags bis freitags einen Mittagstisch an. Zwischen 11:30 Uhr und 14:30 Uhr kommen vegane und vegetarische Speisen auf den Tisch. Diese Woche zum Beispiel: Gemüsekuchen mit Brokkoli und Paprika, Gnocchi mit Rosenkohl und Béchamel-Sauce oder Chili sin Carne. Die regulären Öffnungszeiten des Cafés finden Sie übrigens hier.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Katja Angenent hat heute für Sie in den Kalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ In der unbezahlten Werbung ging es schon um das Café in der B-Side. Bleiben wir noch kurz dort: Am Sonntag öffnet die B-Side ihre Ateliers und Werkstatträume, dann ist nämlich Tag der offenen Tür. Es finden Workshops und Konzerte statt und für Kinder gibt es ein eigenes Programm. Hier finden Sie die Ankündigung. Der Eintritt ist frei.
+++ Am Mittwoch zeigt der Filmclub um 19 Uhr in seiner Reihe „Cinema Ost“ im Schlosstheater das Vermächtnis der georgischen Regisseurin Lana Gogoberidzes. In „Mutter und Tochter, oder nie ist es völlig Nacht“ geht es um Begegnung und Trennung, um Biografiearbeit, Trauer und um starke Frauenfiguren. Karten bekommen Sie hier.
+++ Am Donnerstag drehen sich gleich zwei Veranstaltungen um die Zeit. Im Forum der Volkshochschule erläutert Autorin Teresa Bücker um 19 Uhr, wie sich Zeit gerechter verteilen lässt. „Zeitfairteilung. Der Gender Time Gap und die 4-Tage-Woche“ heißt ihr Vortrag, in dem sie aufzeigt, wie patriarchale Strukturen das Zeitverständnis und die Verteilung beeinflussen. Die Wissenschaftlerin Julia Backmann von der Uni stellt außerdem die Ergebnisse ihrer Studie zur Viertagewoche vor. Die Referentinnen diskutieren Herausforderungen rund um den Gender Time Gap und innovative Arbeitszeitmodelle. Karten kosten 10 Euro. Zur Vorbereitung empfehlen wir Ihnen noch diesen RUMS-Beitrag von Raphael Bahlke über die Viertagewoche in Münster.
+++ Die zweite Veranstaltung zum Thema Zeit behandelt ein Phänomen, in dem sich der eine oder die andere bestimmt noch üben kann: das Warten. Armin Nagel hat dazu nicht nur ein Buch veröffentlicht, sondern auch ein ganzes Bühnenprogramm geschrieben, das er am Donnerstag um 19:30 Uhr im Kulturbahnhof Hiltrup zeigt. In der Performance geht es um Ausdauer, Langeweile und vor allem um Zeit: Für jede zehn Sekunden Applaus wird der Autor fünf Minuten mehr Bühnenzeit erhalten. In der Ankündigung wird darum vorsorglich gebeten, genügend Zeit für den Abend mitzubringen.
+++ Das Philosophische Abend-Café, das am Freitag um 19 Uhr im Zeitungslesesaal der Stadtbücherei stattfindet, widmet sich der grundsätzlichen Frage: Was ist eigentlich ein gutes Leben? Antworten liefert der ehemalige Philosophielehrer Peter Leitzen. Anschließend darf das Publikum darüber diskutieren. Der Eintritt ist frei.
+++ Nach der Bundestagswahl wird die Forderung nach Bürokratie-Abbau wieder lauter. Denn na klar, die bürokratischen Mühlen mahlen oft langsamer als langsam. Auch wir schimpfen zugegebenermaßen öfter mal im RUMS-Brief auf die Verwaltung in Münster. Aber ist alles schlecht? Am Samstag geht es ab 20 Uhr im SpecOps um Bürokratie. Die parapolitische Abendunterhaltung „Baddabäm!“ hat in den vergangenen Wochen über die Facetten des Behörden- und Verwaltungsapparats recherchiert und daraus eine Show entwickelt, mit Musik, Schauspiel, Info und jede Menge Humor. Ab 19:30 Uhr ist Einlass an der Abendkasse. Die Karten kosten 7, 13 oder 17 Euro. Mit auf der Bühne ist diesmal eine alte Bekannte: die Journalistin Svenja Stühmeier, die vergangenes Jahr noch Teil der RUMS-Redaktion war.
Und sonst?
Wochenlang haben Rüttelwagen Münsters Boden untersucht. Das Ziel war: heißes Thermalwasser finden, um Gebäude zu heizen. Die Aussichten scheinen gut. Aber wie hoch sind die Risiken? Bjarne Overkott hat für RUMS nach Antworten gesucht. Das möchten Sie lesen? Dann testen Sie RUMS 6 Monate lang für 1 Euro.
Am Freitag schreibt Ihnen Sebastian Fobbe. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
Mitarbeit: Bjarne Overkott (bov), Anna Niere (ani), Jan Große Nobis (jgn), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Ein Leser hat uns gebeten, nur noch die RUMS-Briefe und Kolumne zu schicken, aber nicht mehr die Newsletter über unsere „RUMS+1“-Kampagne. Wir wollen natürlich nicht, dass wir Sie mit unseren E-Mails stören. Aber bei diesen E-Mails riskieren wir, dass Sie mehrfach drauf stoßen. Das liegt daran, dass wir wissen: Viele lesen nicht jeden Newsletter. Für die Zukunft von RUMS ist es aber sehr wichtig, dass Sie diese Information erreicht. Damit es RUMS weiterhin in der aktuellen Form geben kann, brauchen wir mehr Abos. Dabei setzen wir auf die Gemeinschaft, die RUMS trägt. Wenn alle mitmachen, und wenn jede Abonnentin und jeder Abonnent eine Person bittet, RUMS für einen Euro sechs Monate lang zu abonnieren, dann wär’s schon geschafft. Für Sie springt dabei mindestens ein Kaffeegutschein raus. Und wenn Sie’s noch mehr Menschen weitersagen, haben Sie die Chance auf viele Prämien, zum Beispiel ein Vier-Gänge-Menü im Restaurant Lux und eine Fahrt auf der MS Günther. Wie Sie mitmachen können, steht hier. (rhe)

