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Klimastudie für Münster | Ad hoc? Maßnahmen? | RUMS kostenlos testen


Münster, 17. September 2021
im Juni ging es im RUMS-Brief schon einmal um die Konzeptstudie für Münsters Klimaneutralität. Damals gab es eine erste kurze Fassung, inzwischen liegt die komplette Studie vor. Sie hat 124 Seiten Text.
Daran sehen Sie schon, es kommt Großes auf uns zu. Und das merkt man auch an der Wortwahl. Das Wort „Transformation“ taucht auf den 124 Seiten 43-mal auf, im Schnitt also auf gut jeder dritten Seite. Manchmal wird es noch durch Adjektive verstärkt, dann ist zum Beispiel von einer „umfassenden“ Transformation die Rede. So etwas ist eigentlich überflüssig, weil eine Transformation immer umfassend ist, aber hier soll wohl alles wirklich so richtig umgekrempelt werden und jede:r soll die Dringlichkeit begreifen.
Immens, tiefgreifend, grundlegend
Dieses Umkrempeln geht natürlich auch nicht einfach so, sondern durch „immense Anstrengungen“. Und die Mitarbeiter:innen im Amt für Kommunikation, die sich mit Sprache ja auch ganz gut auskennen, erhöhen in der Pressemitteilung zur Klimastudie auf einen „tiefgreifenden Wandel“ und „grundlegende Systemumbrüche“.
Im ausführlichen Bericht, mit dem sich die Politik seit dieser Woche und noch bis Ende des Monats in verschiedenen Gremien beschäftigt, steht nun etwas Neues: eine Liste mit „Ad-hoc-Maßnahmen“. Das klingt sehr entschlossen. Und es kommt noch besser: Die Ad-hoc-Maßnahmen sollen „kurzfristig und mit sofortigen Wirkungen verbunden“ und „in eine unmittelbare Umsetzung noch im Jahr 2021 zu bringen“ sein. Also sparen wir jetzt direkt ganz viel CO2?
Nein, der Katalog ist eher als erster Aufschlag gedacht, er ist ein Anfang. Vieles, was auf der Liste steht, ist nicht ad hoc zu machen. Und auch nicht alles, was draufsteht, sind tatsächlich konkrete Maßnahmen. Im RUMS-Brief erklären wir heute die Ad-hoc-Liste und liefern Hintergründe dazu. Und wir erklären neue Kalkulationen zu den Kosten von Klimaschutz und Klimakrise – weltweit und für Münster.
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Herzliche Grüße
Constanze Busch
PS
Neun Tage noch bis zur Bundestagswahl. 98.000 Menschen in Münster wollen so lange nicht warten. Sie haben Briefwahl-Unterlagen beantragt, meldet die Stadt. 58.000 Menschen haben schon gewählt. Wahlberechtigt in Münster sind 233.000 Menschen. Das bedeutet: Ein Viertel des Ergebnisses steht schon fest. Falls Sie noch Briefwahl-Unterlagen beantragen möchten, geht das hier theoretisch noch bis zum nächsten Donnerstag. Und wenn Sie weiter nicht wissen, was Sie wählen sollen, dann hilft Ihnen der Wahlkompass, den wir zusammen mit der Uni Münster zur Verfügung stellen. Probieren Sie es aus. Es dauert nur ein paar Minuten.