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Extremes Wetter wird extrem teuer | Unbezahlte Werbung: Neues VHS-Programm | RUMS 6 Monate lang für 1 Euro

Guten Tag,
gerade dürfen wir uns zur Abwechslung mal nicht über das Wetter beschweren. Angenehme 23 Grad und ein Sonne-Wolken-Mix sind zumindest für mich das perfekte Sommerwetter in Deutschland.
Dass diese Tage aber immer weniger werden, brauche ich Ihnen vermutlich nicht mehr erzählen. Neben der Hitze werden im Sommer auch die Extremwetterereignisse immer häufiger kommen: Stürme, Gewitter, Dürre, Hochwasser. Das haben wir der Klimakrise zu verdanken.
Die deutlichsten Spuren hinterlassen hierbei die Unwetter, die immer häufiger auftreten. Abgefallene Dachziegel, umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller sind nicht mal eben repariert oder aus dem Weg geräumt, sondern verursachen nicht nur eine Menge Arbeit, sondern auch einen Haufen an Kosten.
Wie hoch die sein können, das zeigt eine Auswertung von „Correctiv”. Grundlage sind Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aus dem Jahr 2024. Der GDV hat für jeden Land- und Stadtkreis berechnet, was Hausbesitzende zwischen 2001 und 2022 im Schnitt für Gebäudeschäden durch Naturgefahren hätten zahlen müssen.
In Münster wären durchschnittlich pro Gebäude fast 6.000 Euro angefallen. Einfacher: Wenn Sie ein Haus besitzen, hätten Sie in den 21 Jahren 6.000 Euro nur für Reparaturen durch Wetterextreme zahlen müssen.
Andererseits: Münster kommt in der Auswertung noch vergleichsweise gut weg. Die Stadt liegt nicht in einer sogenannten exponierten Region – so hat es Reimund Schwarze vom Zentrum für Umweltforschung in einem Expertengespräch mit dem Netzwerk Correctiv.Lokal erklärt. Heißt also: Bei uns zieht vieles vorbei. Wolken bleiben nicht, wie in Gebirgsregionen, hängen.
Am stärksten betroffen waren in den vergangenen Jahren die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen – allen voran das Ahrtal durch die Sturzflut 2021. Nirgends sonst wurden zwischen 2001 und 2022 höhere durchschnittliche Schäden an Wohnhäusern durch Extremwetter gemeldet. Mehr als 100.000 Euro pro Gebäude.
Das heißt aber nicht, dass es in Münster keine Probleme gibt. Im Gegenteil: Überschwemmungen, Starkregen, Hagel und Sturm haben den größten Schaden angerichtet. Alleine die Hochwasserschäden würden Hausbesitzende in Münster mehr als 4.000 Euro kosten.
Vermutlich erinnern Sie sich noch an das Hochwasser 2014, als die „Stadt in Regenfluten versank“, wie der WDR rückblickend titelte. Auch als Zugezogene habe ich die Bilder der vollgelaufenen Straßen noch im Gedächtnis. Mit 300 Litern pro Quadratmeter innerhalb von sieben Stunden war es die meiste Menge an Regen, die in Deutschland bis dahin gemessen wurde.
Neben zerstörten Häusern, Autos und umgefallenen Bäumen zog das Hochwasser auch zwei Tote nach sich. Die Stadt Münster investierte mehrere Millionen Euro in ein verbessertes Entwässerungssystem. In der Hoffnung, bei zukünftigen Hochwasser besser mit den Wassermassen klarzukommen.
Das wird auch nötig, denn eine neue Studie des Max-Planck-Instituts zeigt: Gerade im Sommer werden wir immer häufiger mit immer stärker werdenden Wetterextremen zu tun haben. Die nächste Hitzewelle steht übrigens schon bevor. Ab Ende der kommenden Woche können wir wieder mit Temperaturen um die 40 Grad in Deutschland rechnen. (ani)
Erzählen Sie uns Ihre Wohn-Geschichte
Wie war das bei Ihnen, als Sie eine Wohnung gesucht haben? Hat das Monate gedauert? Und wie ging es weiter? Hatten Sie Ärger mit dem Vermieter oder der Vermieterin?
Wenn es richtig schlecht läuft, kann es so enden, wie das NDR-Magazin „STRG+F“ es in dieser Woche in einem Instagram-Beitrag beschreibt. Ein Vermieter hängt in seinem Wohnheim Überwachungskameras auf, filmt Studentinnen und droht ihnen mit Rauswurf, berichtet das Magazin.
Was haben Sie erlebt? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Wir wollen wissen, was auf dem Wohnungsmarkt in Münster wirklich passiert. Dafür brauchen wir Ihre Erfahrungen. Machen Sie jetzt mit bei unserer Umfrage.
+++ Wegen der Trockenheit verbietet die Stadt ab heute, Wasser aus Flüssen, Bächen, Seen und Teichen zu pumpen, denn der Wasserstand sei so niedrig, dass Tiere und Pflanzen in Gefahr sind, schreibt die Stadt. Das Verbot gilt bis Ende Oktober und betrifft auch die Gartenbewässerung. Ausgenommen sind Viehtränken, private Grundwasserbrunnen, und mit Gießkannen Wasser zu schöpfen, ist auch in Ordnung. Die Stadt plant Kontrollen. Wer erwischt wird, zahlt bis zu 50.000 Euro. Dass sich die Situation verbessert, ist laut Stadt erst mal nicht in Sicht. (rhe)

Anonymer Briefkasten
Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Nachdem der Bund der Steuerzahler Druck gemacht hat, prüft die Stadt Münster nun doch, ein Programm zur Kontrolle von Kindergeldbetrug zu starten. (Westfälische Nachrichten)
+++ Weil gleichzeitig Straßen, Gleise und Leitungen erneuert werden, gibt es diesen Sommer in Münster besonders viele Baustellen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Kirchengemeinde Liebfrauen-Überwasser gibt die Kita St. Nikolaus in Münster nächsten Sommer auf, weil weder ein Neubau noch ein Umzug möglich sei. (Westfälische Nachrichten)
+++ Am Schillergymnasium beginnt in den Sommerferien der Bau eines neuen Stockwerks, um mehr Platz für den Unterricht zu haben. (Stadt Münster)
+++ Das LWL-Museum am Domplatz schließt ab 2028 für zwei Jahre, weil der Altbau für 25 Millionen Euro saniert wird. (Westfälische Nachrichten)
+++ Der Filterspezialist Hengst übernimmt den chinesischen Luftfilterhersteller CSC Tech und kann damit nun alle Filter für Chipfabriken selbst herstellen. (Hengst Filtration)
+++ Münsters Abfallwirtschaftsbetriebe testen eine Technik, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz erkennt, ob Bio-Mülltonnen falsch befüllt sind. (Stadt Münster)
+++ Der türkische Generalkonsul in Münster ist plötzlich verschwunden, weil die Regierung ihn offenbar abgesetzt hat. (Westfälische Nachrichten)
+++ Münster stellt beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit 187 eingereichten Beiträgen einen neuen Rekord auf und führt damit bundesweit. (Stadt Münster)
+++ Mittlerweile steht fest, dass das Bürgerfest zum 80-Jährigen des Bundeslandes, der NRW-Tag, im nächsten Jahr in Münster stattfinden wird. (Westfälische Nachrichten)
Die Volkshochschule hat ihr neues Programm veröffentlicht. Die neuen Angebote starten im September. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Zur Auswahl stehen knapp 2.000 Kurse. Sie möchten zum Beispiel Ihre Sprachkenntnisse auffrischen? Oder endlich mit zehn Fingern tippen lernen? Und was ist eigentlich ein Feldenkrais? Aus eigener Erfahrung raten wir Ihnen: Schauen Sie doch jetzt schon rein, einige Kurse sind sehr schnell voll. Sie können sich online durchs Programm klicken oder ins digitalen Programmheft schauen.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!

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Heute hat Svenja Stühmeier für Sie in den Veranstaltungskalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen.
+++ Plan für heute Abend: Erst zum Langen Freitag ins LWL-Museum, danach auf die Club-40-Party (für alle ab Ende 30) in den Hot Jazz Club. DJ Andy legt „den Soundtrack deines Lebens“ auf – na, wenn das nicht verlockend klingt.
+++ Der Verein Freybeuta lädt am Samstag ab 17 Uhr zum „Hafenrabatz für Vielfalt und Inklusion“ in der B-Side ein. Es gibt Live-Musik von Alpina weiß Bescheid, DJ-Sets und Improtheater. Eintritt ist kostenlos, Sie dürfen aber spenden. Freybeuta setzt sich für Inklusion in Freizeit und Kultur ein.
+++ Am Sonntag um 18 Uhr spielt die Blechbläsergruppe Prinzipal Brass ihr Sommerkonzert. In der Aula der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde (Frauenstr. 3-6) gibt’s einen bunten Mix auf die Ohren, unter anderem Opern- und Filmmusik und lateinamerikanische Rhythmen. Der Eintritt ist frei.
+++ Spaziergang? Och nö. Entdeckungsreise auf dem Lyrikweg? Super! Sonntag um 10:15 Uhr geht’s los. Etwa zwei Stunden lang sind Kinder ab sieben Jahren eingeladen, das Areal rund um die Burg Hülshoff zu erkunden. Treffpunkt ist vor den Toren des Burgparks. Erwachsene Begleitpersonen dürfen auch mitkommen. Der Rundgang kostet nichts.
+++ Mal wieder Lust auf Poetry Slam? Dann schauen Sie doch Montagabend um 20 Uhr im Sputnikcafé vorbei. Dort treten sechs Poet:innen beim Tatwort-Slam auf. Eintritt kostet 7 Euro, an der Abendkasse 9.
+++ Falls Sie Inhaber:in eines Münsterpasses sind: Ab Montag erhalten Sie kostenlosen Eintritt in den Allwetterzoo, wenn Sie den Pass vorzeigen. Insgesamt gibt es 1.000 Tickets.
+++ Die Open-Air-Theaterreihe „Roter Hund“ für Kinder ab vier Jahren beginnt am Sonntag mit zwei Vorstellungen auf dem Gelände des Alten Zoos (Himmelreichallee 50) um 11 und 16 Uhr. Zum Auftakt zeigt das „Theater con Cuore“ die Geschichte, wie Findus zu Pettersson kam. Der Eintritt ist frei, Picknickdecken und Klappstühle sind willkommen. Bei Regen geht’s drinnen weiter. Weitere Infos hier.
+++ Am Sonntag um 17 Uhr beginnt in der Musikhochschule am Ludgeriplatz ein Klavierabend der Klavierklasse von Heribert Koch. Infos hier. Der Eintritt ist frei.
Und sonst?
Nach dem Sudhof-Bericht kämpft der Logistiker Fiege um seinen guten Ruf. Die Westfälischen Nachrichten kommen zur Hilfe. Ralf Heimann hat sich das genauer angeschaut.
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Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße
Anna Niere
Mitarbeit: Ralf Heimann (rhe), Svenja Stühmeier (sst), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Sebastian Fobbe
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PS
Wir verlosen dreimal zwei Plätze für drei Filme im Sommernachtskino auf dem Domplatz: „Stromberg – Der Film“ (28. Juli), „Die nackte Kanone“ (2025) (31. Juli) und „Like A Complete Unknown“ (2. August). Damit nicht nur die Schnellsten eine Chance haben, kommen alle Antworten in eine Lostrommel: Wer bis Sonntag (13. Juli) um 18 Uhr eine Mail mit dem Stichwort „Sommernachtskino“ und dem gewünschten Film an redaktion@rums.ms schickt, erfährt im RUMS-Brief am Dienstag, ob’s geklappt hat.

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