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Werden die Luftfilter jetzt doch verschenkt? | Unbezahlte Werbung: Plattdeutsch-Buch | RUMS 6 Monate für 1 Euro lesen

Guten Tag,
die Diskussion um die Luftfilter in den Schulen geht weiter. Die Stadt hatte vorgeschlagen, sie zu verschrotten. Die Virologin Jana Schroeder forderte in einem RUMS-Gastbeitrag, sie zu behalten. Und jetzt nimmt alles noch mal eine neue Wendung.
Fangen wir etwas weiter vorne an. Die Stadt hatte die Filter zu Coronazeiten angeschafft. Laut Stadtverwaltung haben sie sich aber „nicht bewährt“. Die Instandhaltung, vor allem der Austausch der Filter, ist sehr teuer. Und sie zu lagern, braucht man Platz. Daher sollen sie weg.
Daran gibt es Kritik, nicht nur von Jana Schroeder. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Lufthygiene hat in einem offenen Brief an die Stadt darauf hingewiesen, dass die Filter gegen Feinstaub, Schimmelsporen oder Krankheitserreger schützen.
Eine Initiative mit dem Namen „#Protectthekids“, die auch von Jana Schroeder unterstützt wird, sieht die Stadt in der Verantwortung: Sie fordert ein Konzept für saubere Luft in den Klassenräumen. Dafür bräuchte es Filter.
Die Stadt hat jetzt einen neuen Vorschlag gemacht. Der geht allerdings eher in die andere Richtung. Sie will die Luftfilter verschenken.
Die Nachfrage sei hoch, heißt es in den Westfälischen Nachrichten. So hoch, dass die Stadt anscheinend sogar Kriterien aufstellen muss, nach denen sie die Filter verschenkt. Eines wäre: Die Filter müssen abgeholt werden.
Eine einfache Lösung, aber keine gute, findet die Rechtsanwältin Lydia Lüttich-Jaspers, die auch zu der Initiative um Jana Schroeder gehört. Sie wirft der Stadtverwaltung in einem Brief an alle Ratsmitglieder vor, die Fakten unvollständig und teilweise falsch darzustellen.
„Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier die ‚Fakten’ seitens der Verwaltung so präsentiert werden, dass das Ergebnis vorgezeichnet ist“, schreibt sie und schlägt vor, die Sache zu vertagen.
Das wird aber wohl nicht passieren. Nach unseren Informationen wird der Rat morgen dem Vorschlag zustimmen, die Luftfilter zu verschenken. Offen war am Nachmittag nur, ob Menschen aus Münster, die so ein Gerät haben möchten, bei der Vergabe den Vorzug bekommen werden. (ani)
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+++ Die Künstlerin Rebecca Horn, die die Installation „Das gegenläufige Konzert“ im Zwinger für die Skulptur-Projekte 1987 schuf, ist am Freitag mit 80 Jahren im Odenwald gestorben. (Nachruf bei „Zeit online“)
+++ Es ist noch nicht klar, ob die Wolbecker Straße zwischen Wolbeck und Münster für eine dringende Sanierung gesperrt wird. (Antenne Münster)
+++ Die Corona-Sommerwelle hält an und könnte bald in eine Herbstwelle übergehen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Polizei will entschiedener gegen neue aggressive Gruppen vorgehen, die am Bremer Platz für Unruhe sorgen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Viele Handwerksbetriebe in Münster haben laut dem neuen Jahresbericht der Handwerkskammer zu knabbern, vor allem wegen der Bürokratie, dem Fachkräftemangel, Lieferengpässen, gestiegenen Kosten und zurückgegangener Nachfrage. (Handwerkskammer Münster)
+++ Mit einer Aktionswoche will die Handwerkskammer ab Montag für klimarelevante Handwerksberufe im Münsterland werben. (Handwerkskammer Münster)
+++ Die Stadt macht der Grünflächenunterhaltung neue Vorgaben, die laut dem Veranstalter aber das Ende der Veranstaltung bedeuten könnten. (Westfälische Nachrichten)
+++ Wenn wir Glück haben, hängt die Himmelsleiter zum Weihnachtsmarkt wieder an der Lamberti-Kirche. (Alles Münster)
+++ Vergangene Woche hat eine Tagung in der psychiatrischen Klinik in Amelsbüren darüber diskutiert, ob man zur Therapie von Sexualstraftätern Sexpuppen verwenden darf. (WDR)
+++ Der LWL hat das Programm für das Jubiläum „1250 Jahre Westfalen“ vorgestellt, das im nächsten Jahr stattfinden wird. (Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
Mit dem Plattdeutschen (nicht zu verwechseln mit Masematte!) ist das ja so eine Sache: Einige Begriffe lassen sich ganz leicht herleiten, andere geben Rätsel auf. Markus Denkler, Geschäftsführer der LWL-Kommission für Mundart und Namenforschung, hat nun das Buch „Plattdeutsch entschlüsselt“ veröffentlicht. Darin tut er das, was der Titel verspricht, und geht plattdeutschen Begriffen auf den Grund. Das Ergebnis ist oft amüsant, meistens lehrreich und immer eine gute Grundlage für Plaudergespräche – und zwar nicht nur in Münster, sondern in ganz Westfalen. Die 160 Seiten kosten 15 Euro.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Katja Angenent für Sie ein paar schöne Tipps herausgesucht:
+++ Auf die „Tage der Nachhaltigkeit“, die noch bis zum 14. September laufen, hatten wir im letzten RUMS-Brief ja bereits hingewiesen. Was steht diese Woche an? Zum Beispiel eine Fahrradwerkstatt vom ADFC, ein Schokoladen-Rundgang, ein Tag der offenen Tür auf einem Gemüseacker, eine Veranstaltung der „Parents for Future“ und eine Exkursion in die Streuobstwiesen in den Rieselfeldern (da haben wir’s wieder). Alle Termine und Infos finden Sie hier.
+++ Apropos: Wenn Sie nach den „Tagen der Nachhaltigkeit“ noch nicht genug haben, dann machen Sie doch mit an der „Woche der Klimaanpassung“. Die beginnt kurz danach, am 16. September. Die Stadt organisiert dann zwei Exkursionen über die Klimakrise in der Stadt: einmal zu Fuß von der Aa zum Aasee und einmal auf dem Fahrrad durch die ganze Stadt. Mehr dazu hier.
+++ Einer geht noch: Am Samstag organisiert die Stadt ab 10:30 Uhr ein Tulpen- und Narzissenpflanzen in der Grünschleife in Kinderhaus. Das war’s aber jetzt mit den grünen Tipps, versprochen.
+++ Am Donnerstag stellt der Autor Haji Jabir im Forum der VHS seinen Roman „Morgen ein anderer“ vor. Darin geht es um die Geschichte des Eritreers Dawoud, der in einem Geflüchtetenlager, in Äthiopien und schließlich in Israel eine neue Heimat sucht. Die Lesung ist kostenfrei, Spenden sind gerne gesehen. Beginn: 19 Uhr.
+++ Am Donnerstag beginnt im LWL-Museum für Kunst und Kultur die Herbststaffel der „Film Galerie“. Diesmal im Fokus: Heldinnen. Den Auftakt macht der Film „Das Mädchen Wadjda“ aus dem Jahr 2012. Los geht es um 19:30 Uhr mit einer Einführung von der Filmwissenschaftlerin Maxa Zoller.+++ Kennen Sie schon das Maislabyrinth in Nienberge? Am Freitag und Samstag wartet dort ab 19 Uhr ein besonderes Erlebnis auf alle Unerschrockenen – dann verstecken sich nämlich Horror-Darsteller:innen zwischen den grünen Stängeln. Der Prä-Halloween-Spaß kostet 12 Euro, der Einlass ist ab 16 Jahren. Mehr Infos gibt es hier.
Und sonst so?
417 Kita-Plätze in Münster konnten in diesem Jahr nicht vergeben werden, weil schlicht und einfach das Personal fehlt. Viele beginnen mit der Ausbildung, machen sie allerdings nicht zu Ende. Woran das liegt, lesen Sie im RUMS-Brief. Möchten Sie mehr erfahren? Dann testen Sie RUMS 6 Monate lang für 1 Euro.
Am Freitag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Anna Niere
Mitarbeit: Sebastian Fobbe (sfo), Jan Große Nobis (jgn), Katja Angenent (kan) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Susanne Bauer
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PS
„Ein knackiges 7:1“ – Na, erinnern Sie sich noch an diesen legendären Tipp vor dem Deutschland-Spiel gegen Brasilien bei der Männerfußball-WM 2014? Ein Mann, der gerade mit seiner Tiefkühlpizza aus dem Rewe an der Kreuzschanze kam, wurde von Carina Schmid vom Youtube-Kanal „Easylanguages“ interviewt – das Video ging viral (sagte man das schon 2014 so?). Zehn Jahre später hat der Tiktoker Levi Penell das Video wieder ausgegraben und eine wilde Behauptung aufgestellt: Das sei doch alles gestellt. Der Tiefkühlpizza-Typ soll bereits in älteren Videos auf dem Youtube-Kanal der Sprachschule aufgetaucht und dort als Moderator aufgetreten sein. Keine Sorge, Recht hat er damit nicht. Die Münster-Lobby löst in der Kommentarspalte auf: Der gesuchte Tiefkühlpizza-Typ heißt Tim Porps. In einem Interview mit den Westfälischen Nachrichten bestätigt er das und erklärt, dass für ihn als Badminton-Spieler 7:1 ein ganz normales Ergebnis sei.

