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Münster nimmt auf | Bilanz der Verkehrsversuche | Agnes Meile

Guten Tag,
drei Wochen Krieg, und mittlerweile sind über 700 Menschen aus der Ukraine in Münster angekommen. Noch vor fünf Tagen musste die Stadt einen Bus mit über 50 Geflüchteten weiterschicken, weil keine Unterkunft mehr frei war. Inzwischen hat man die Dreifachsporthalle in Hiltrup hergerichtet. Dort stehen nun in einem Labyrinth aus grauen Trennwänden pro Parzelle zwei Doppelbetten aus Metall, darauf Matratzen mit babyblauen Bezügen, Handtücher in Plastikbeuteln, an der Wand ein grauer Spind. Für viele Menschen wird das nun vorübergehend ihr neues Zuhause. Die ersten sind gestern eingezogen.
Die Stadt schreibt, sie könne im Moment tausend Menschen in 30 Einrichtungen unterbringen. 400 Plätze davon sind nur Zwischenstationen, an den übrigen Orten können die Menschen auch länger bleiben. Mit diesen Plätzen wird man wahrscheinlich nicht auskommen. Deswegen bereitet die Stadt auch anderswo Unterkünfte vor – 600 Plätze in der Blücher-Kaserne an der Einsteinstraße, 440 Plätze in den früheren Häusern der britischen Armee am Hohen Heckenweg, Muckermannweg und Angelsachsenweg. Das schrieben wir schon im RUMS-Brief am Freitag. Hinzu kommen kommen 170 Plätze in der Oxford-Kaserne. Und auch das ist möglicherweise noch nicht genug. Man führe im Moment Gespräche, um Unterkünfte zur Verfügung stellen zu können, auch mit Privatpersonen, schreibt die Stadt. In Familien sind bislang 120 Geflüchtete untergekommen.
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