Schwangerschaftsabbrüche: Bewegt sich die Uniklinik? | Interview über Hass im Internet | Unbezahlte Werbung: Zwei Hütten fürs Ehrenamt

Porträt von Sebastian Fobbe
von Sebastian Fobbe

Guten Tag,

vergangenes Jahr hat das Gesundheitsamt gefragt, wie viele Frauenarztpraxen in Münster Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Von zwanzig befragten Praxen sagte nur eine einzige, dass sie ungewollt Schwangeren bei Abbrüchen helfe. Eine Liste der Bundesärztekammer führt ebenfalls nur eine Praxis in Hiltrup auf, bei der Frauen Schwangerschaften vorzeitig beenden können.

Ob es um dieselbe Praxis geht, wissen wir nicht. Aber so oder so zeigen die Ergebnisse klar: Die Versorgungslage für Frauen, die ungewollt schwanger sind, ist in Münster alles andere als ideal. Die Politik möchte das ändern, hier in der Stadt, aber auch im Bundestag. Gestern brachten 328 Abgeordnete einen Antrag ins Parlament ein, der Schwangerschaftsabbrüche bis zur zwölften Woche aus dem Strafgesetzbuch streichen soll. Mit dem Antrag ist die Hoffnung verbunden, dass die Entkriminalisierung auch das Hilfesystem verbessern wird.

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