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  • Brief von Sebastian Fobbe
26. August 2025

Trotz Arbeit wohnungslos | Nachtleben am Hansaring: Immer mit der Ruhe | Unbezahlte Werbung: Original türkisches Fladenbrot

Porträt von Sebastian Fobbe
Mit Sebastian Fobbe

Guten Tag,

drei Jahre ist es her, da kündigte die Stadt Münster per Presse-Info ein neues Vorzeigeprojekt an: das Arbeiterwohnhaus am Domplatz.

Zusammen mit dem LWL und der Bischof-Hermann-Stiftung eröffnete die Stadt im Borromaeum, dem bischöflichen Priesterseminar, eine WG für vier Männer, die „zwar dank einer Erwerbstätigkeit über ein geregeltes Einkommen verfügen, aber trotzdem keinen geeigneten Wohnraum finden“. Wir berichteten damals ausführlich über das Projekt (RUMS-Brief).

Vor Kurzem erfuhren wir zufällig, dass es das Arbeiterwohnhaus im Borromaeum schon seit einem Jahr nicht mehr gibt. Das Bistum hat die Räume wieder in Anspruch genommen, weil es mehr Büros für die Verwaltung schaffen musste. Eine Pressemitteilung über das Ende des Wohnprojekts für Wohnungslose mit Job haben weder die Stadt noch das Bistum oder der LWL verschickt.

Heute im RUMS-Brief:

  • Großeinsatz: Banküberfall in Wolbeck
  • Morgen geht’s los: Happy Schulstart!
  • Hansaforum leidet unter Fördergeld-Kürzung
  • Nachtleben am Hansaring: Immer mit der Ruhe
  • Ein-Satz-Zentrale: Kulturevent verschoben
  • Unbezahlte Werbung: Lider-Bäckerei
  • Drinnen und Draußen: Baddabäm-Show über Ernährung

Vergangenen Freitag sagte Thomas Mühlbauer, Leiter des Hauses der Wohnungslosenhilfe (HdW) an der Bahnhofsstraße, am Telefon, das Arbeiterwohnhaus sei ein überaus erfolgreiches Projekt gewesen. Mühlbauer und sein Team betreuten die dort lebenden Männer, um sie auf der Suche nach einer Anschlusswohnung und bei anderen Problemen zu unterstützen. Das Ende des Arbeiterwohnhaus am Domplatz kam überraschend.

Allerdings habe das Bistum schnell einen alternativen Standort für das Projekt an der Schützenstraße organisieren können. Das ist die gute Nachricht aus dem Telefonat mit Thomas Mühlbauer. Die schlechte ist: Immer wieder landen Berufstätige in Münster auf der Straße. Laut Mühlbauer sei das eines der größten Probleme zurzeit in der Wohnungslosigkeit.

Die Bischof-Hermann-Stiftung hat deshalb extra für Wohnungslose mit Job eine Etage in der Notschlafstelle an der Friedrich-Ebert-Straße eingerichtet, sagt Mühlbauer. Diese Form der Unterbringung sei wichtig, damit Berufstätige ihre Arbeitsplätze halten können. Wer in einem Raum mit suchtkranken oder psychisch erkrankten Personen untergebracht ist, habe es deutlich schwieriger, sagt Mühlbauer. Anders als im Arbeiterwohnhaus sei dort aber eine individuelle Begleitung eine Herausforderung.

Insgesamt hat die Notschlafstelle 36 Plätze für arbeitende Wohnungslose. Diese seien im Grunde dauerbesetzt, sagt Thomas Mühlbauer vom HdW. Punkt, keine Pointe. (sfo)

Einladung
08Sep. 2025

Hybrid-Veranstaltung 08. September 2025, 19:00 Uhr

Der große RUMS-OB-Kandidaten-Check | Was wollen die, die regieren wollen?

„Wir müssen reden“ (#14)

Zu Gast Georg Lunemann (CDU), Stephan Brinktrine (SPD) und Tilman Fuchs (Grüne)
Moderation Ralf Heimann, Anna Niere
Veranstaltung ansehen

Wer wird neuer Oberbürgermeister für Münster? Darüber entscheiden Sie bei der Kommunalwahl am 14. September. Die besten Chancen haben Georg Lunemann (CDU), Stephan Brinktrine (SPD) und Tilman Fuchs (Grüne). Aber was haben sie vor? Was wollen sie erreichen? Was ist ihnen wichtig? Das werden wir die drei Kandidaten fragen.

Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, aber wir führen eine Warteliste und es rücken immer wieder Interessent:innen nach. Wenn Sie gern live vor Ort dabei sein möchten, melden Sie sich bitte hier an – vielleicht ergattern Sie ja noch einen Platz.

Falls Sie nicht vor Ort dabei sein können: Wir übertragen die Veranstaltung live per Zoom. Den Zoom-Link finden Sie auf unserer Veranstaltungsseite.

mehr dazu

Kurz und Klein

+++ In Wolbeck wurde heute morgen eine Bank überfallen. Wie die Polizei mitteilt, ist der Täter noch auf der Flucht – vermutlich ohne Beute. Die Polizei suchte mit einem Hubschrauber nach dem Täter. Einige Bankkund:innen, die zum Zeitpunkt in der Filiale waren, stehen noch immer unter Schock. Drei Personen wurden leicht verletzt zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Eine Frau wurde durch den Schlag des Mannes mit einer Schusswaffe verletzt. Mit der Waffe habe er auch die Mitarbeiter:innen bedroht. Ein Sprecher der Bank sagte den Westfälischen Nachrichten, die Filiale werde bis Ende der Woche geschlossen bleiben, nur Termine fänden noch statt und die Geldautomaten seien weiter zugänglich. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen. (ani)

+++ Für mehr als 2.600 Kinder beginnt ab morgen ein neues Lebenskapitel: Sie werden in Münster eingeschult. Passend dazu hat die Stadt heute bekannt gegeben, dass fünf Schulbauten pünktlich fertiggestellt wurden. Insgesamt starten über 45.000 Schüler:innen und 3.900 Lehrkräfte morgen ins neue Schuljahr. Die Bezirksregierung meldet, dass sie sich weiter um mehr Lehrer:innen bemüht, unter anderem Seiteneinsteiger:innen und pensionierte Lehrkräfte. Allen, die morgen früh raus müssen, wünschen wir einen guten Start ins neue Schuljahr! (sfo)

+++ Das Hansaforum hat seine diesjährigen Fördergelder der Stadt Münster bereits aufgebraucht und musste deshalb Anfang des Monats von hauptamtlicher auf ehrenamtliche Arbeit umstellen. Jetzt bemüht sich die Viertelinitiative für mehr Gemeinwohl im Hansaviertel aber darum, wieder hauptamtlich arbeiten zu können, teilt uns das Hansaforum auf Anfrage mit. Das Problem ist: Bisher verlaufen die Bemühungen, Fördergelder aufzutreiben, ergebnislos. 2025 bekam das Hansaforum gerade einmal 35.000 Euro von der Stadt, in den beiden Jahren davor jeweils 115.000 Euro. 2022 gab’s immerhin 80.000 Euro. Bis 2021 förderte die Initiative „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ das Hansaforum. (sfo)

Ankündigung des Festes Schauraum der Museen und Galerien in Münster vom 4. September bis zum 6. September 2025
Weitere Informationen finden Sie hier!

Nachtleben am Hansaring: Immer mit der Ruhe

Auf Münsters Ausgehmeile darf man abends Bier trinken – aber nur noch unter Auflagen. Anwohner:innen beschweren sich regelmäßig über das Nachtleben am Hansaring und bekommen Recht von der Stadt. Aber was ist eigentlich mit den anderen?

Wir alle kennen die Szene: Im Sommer stehen Leute am Hansaring bis spät abends vor den Kiosken oder sitzen draußen vor den Kneipen, trinken gemeinsam, rauchen, plaudern. Auch heute wäre eine schöne Gelegenheit für so einen Abend, die sich ja in diesem Schmuddelsommer bisher leider recht selten geboten hat.

Doch bevor Sie jetzt zum Hörer greifen und Ihre Freund:innen zusammentrommeln wollen, kommt hier noch eine wichtige Service-Info: Spätestens um 23 Uhr wird der Gastwirt raus stürmen und die komplette Kundschaft rein in die Kneipe pfeifen. Ab dann ist nämlich draußen Schluss mit der Geselligkeit. Die Kioske auf dem Hansaring müssen sogar eine Stunde früher Nachtruhe halten. Ohnehin ist es dort seit gut einem Jahr nicht mehr erlaubt, vor dem Kiosk zu stehen und ein Getränk zu sich zu nehmen.

Stress nach der Coronapandemie

Die guten, alten Zeiten, in denen die Menschen noch bis morgens um 4 Uhr draußen vor den Kneipen sitzen konnten, gehören auf dem Hansaring längst der Vergangenheit an. „Seit Corona hat sich das Viertel stark verändert“, sagt Jan Flick, Inhaber von „Eulen & Lerchen“. Früher war die Bar eine gern gebuchte Location für Hochzeiten und beliebter Treffpunkt für lange Abende im Außenbereich. Heute beschweren sich die Anwohner:innen. Der Lärm, zu viele Leute, blockierte Wege, der Dreck am Tag danach.

In der Vor-Pandemie-Ära habe Flick nie eine Beschwerde erhalten. „Inzwischen bekomme ich ständig Post vom Ordnungsamt“, sagt er. Das „Eulen & Lerchen“ habe auch schon ein Bußgeld aufgebrummt bekommen. Wie teuer die Strafe war, daran kann sich Flick nicht mehr genau erinnern. Auf jeden Fall sei es aber um eine Summe in vierstelliger Höhe gegangen.

Seine Kund:innen zu bewirtschaften, sei mittlerweile schwieriger geworden. Das „Eulen & Lerchen“ hat eine große Außenterrasse mit vielen Tischen und Sitzplätzen. Zuletzt habe Flick einen Brief von der Stadt bekommen, weil sich jemand aus der Nachbarschaft darüber beschwert hatte, dass 11 Minuten nach Beginn der Nachtruhe noch ein paar Leute draußen saßen und ihre Reste ausgetrunken haben, bevor sie reingegangen sind.

Wer darf am Hansaring bestimmen?

„Absurd“, findet Flick so ein Verhalten. „Was soll denn als nächstes kommen?“, fragt er sich. „Soll ich meinen Gästen verbieten, nach 23 Uhr draußen zu rauchen?“ Und überhaupt, wer ziehe bitte schön schon in ein Ausgehviertel, um sich dann darüber zu beschweren, dass die Leute in dem Viertel ausgehen?

Tatsächlich ist das die entscheidende Frage, die hinter dem Streit um die Außengastronomie im Hansaviertel steht: Wie viel Freiheit und Spaß müssen die Nachbar:innen aushalten? Wie viel Rücksicht müssen alle Beteiligten einander entgegenbringen? Oder allgemeiner gesagt: Wem gehört das Viertel und wer darf bestimmen?

Bis zu 1.000 Euro für ein Bier vom Kiosk

Auch Nathan Dombrowski beobachtet, dass es seit einigen Jahren am Hansaring anders zugeht. Dombrowski setzt sich mit einigen Mitstreiter:innen dafür ein, dass es wieder erlaubt wird, ein Getränk vom Kiosk zu kaufen und auf dem Bürgersteig davor zu trinken. Den Abend gemeinsam mit Freund:innen an der Straßenecke zu verbringen, nennt man neudeutsch Cornern.

Verboten ist das Cornern am Hansaring offiziell nicht. Vergangenes Jahr gab das Ordnungsamt eine Mitteilung heraus, in der steht: „Wir wollen euch ein friedliches Beisammensein unter Freund*innen nicht verbieten.“ Gleichzeitig soll dieses friedliche Beisammensein unter Freund:innen nur noch unter Auflagen möglich sein. Die drei Cornerregeln der Stadt lauten, plump gesagt: Versperrt niemandem den Weg. Haltet ab 22 Uhr Nachtruhe. Und trinkt euer Bier woanders.

Wer beim Trinken vor dem Kiosk erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Stadt schreibt uns auf Nachfrage, ein Bußgeld fürs Cornern könne zwischen 5 und 1.000 Euro kosten (wilde Spannbreite, nebenbei bemerkt). Den Kiosken können, ähnlich wie den Kneipen mit Draußensitzplätzen, Strafzahlungen im vierstelligen Bereich drohen.

„Für mich ist das Verbot“, sagt Dombrowski. Schon vor drei Jahren sei der Streit ums Cornern losgegangen, sagt er. 2022 mussten die Kioske ihre Öffnungszeiten kürzen und draußen die Tische und Bänke abbauen. Im selben Jahr gründete Dombrowski mit Freund:innen eine Initiative, die das Cornern im Hansaviertel retten will. Bis es zum De-facto-Verbot kam, saß die Gruppe an runden Tischen mit dem Ordnungsamt, den Kioskbetreiber:innen und genervten Nachbar:innen. Vergangenes Jahr zog die Rettungsinitiative mit einer Tanzdemo vom Hansaviertel bis zum Rathaus, um für den Erhalt der Cornerkultur in Münster zu protestieren.

Köln unterbindet Nachtleben, München verbietet Chips

Bisher, sagen Jan Flick von „Eulen & Lerchen“ und Corner-Aktivist Nathan Dombrowski, habe es aber wenig Reaktionen aus der Politik und von der Verwaltung gegeben. Stattdessen schlage sich die Stadt auf die Seite der Anwohner:innen, die Ruhe und Ordnung am Hansaring haben wollen.

Mit der restriktiven Haltung zum Kneipenleben ist Münster nicht allein. Auch andere Städte knicken bei Nörgeleien aus der Nachbarschaft ein. Beispielsweise Köln: Seit Februar gilt auf dem Brüsseler Platz, mitten auf der beliebtesten Feiermeile der Stadt, ein Verweilverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Im April bestätigte das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen außerdem den Lärmschutz im Kölner Severinsviertel, durch den ab 22 Uhr „jeglicher Lärm“ durch die Außengastronomie verboten ist.

In Frankfurts Partyviertel Alt-Sachsenhausen geht gerade die Angst um, dass bald Ähnliches drohen könnte. In Hamburg sind die Pläne für mehr Ruhe in der beliebten und belebten Sternschanze schon konkreter: Grüne und SPD wollen im Stadtteil die Abendgastronomie und den Alkoholverkauf ab 22 Uhr verbieten, weil ein Gutachten zu dem Schluss kam, dass der Lärm dort nachts über 30 Dezibel reicht. Zum Vergleich: Ein handelsüblicher Föhn ist deutlich lauter.

In der Münchner Maxvorstand, dem Studierendenviertel der bayerischen Landeshauptstadt, verhängte das Kreisverwaltungsreferat vor Kurzem fünf Kiosken einen Verkaufsstopp für Bier und Chips ab 20 Uhr. Begründung auch hier wieder: zu viel Krach, zu viel Müll, zu viel Wildpinkeln. Nach zwei Wochen setzte Münchens Zweiter Bürgermeister das Bierverbot aus, weil junge Leute Räume bräuchten, „wo sie sich aufhalten und feiern können“. Das sei in München eben das Univiertel in der Maxvorstadt. Chips bleiben interessanterweise weiterhin tabu.

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Einfach mal damit abfinden

Es geht aber auch anders. Erst vor drei Wochen urteilte das Berliner Verwaltungsgericht vermutlich zum ersten Mal in der Geschichte der Nachbarschaftsstreitigkeiten pro Gastronomie. Einer Bar im Prenzlauer Berg wurde zuvor ebenfalls eine Sperrstunde ab 22 Uhr vorgeschrieben, weil es ein paar Anwohner:innen zu bunt wurde. Durch das Urteil ist es der Kneipe nun ausdrücklich erlaubt, ihre Gäst:innen auch nach 22 Uhr noch draußen zu bedienen.

Das Faszinierende an dem Urteil ist seine Begründung: Bis 2023/24 hatte es nie Beschwerden über die Außengastronomie der Bar gegeben. Der Anwohner, der sich von dem Lärm belästigt fühlte, wohne 100 Meter von der Kneipe entfernt – zu weit weg, um zu meckern, befand das Gericht.

Außerdem, und jetzt wird’s spannend, habe der Anwohner gewusst, dass es viele Gaststätten, Restaurants und Bars im Prenzlauer Berg gebe, als er dorthin zog. Und Abendgastronomie gehöre nun einmal zu einem Ausgehviertel dazu, das im Alltag von vielen Berliner:innen eine wichtige Rolle spiele. Mit der Lebendigkeit müsse man sich nun eben abfinden.

Weinfeste statt Hawerkamp

Aber zurück an den Hansaring. Weil Münster Münster ist und eben nicht das pulsierende Berlin, erscheint es schwer vorstellbar, dass die Stadt demnächst einen liberaleren Kurs im Nachtleben einschlagen könnte. Unser Kolumnist Michael Jung glaubt, dass uns bald mehr Konflikte um Kneipenlärm und Abendruhe bevorstehen.

Der Grund: Bis 2033 wird laut Bevölkerungsprognose der Stadt keine Altersgruppe in Münster so stark wachsen wie die Generation 65+. Im „Boomer Boomtown Münster“, so der Titel der RUMS-Kolumne, könnte alles verdrängt werden, was die Ruhe stört. Statt Hawerkamp und Hansaring wären dann eher Veranstaltungen wie „Münster verwöhnt“ oder ein schönes Weinfest gefragt, meint Jung.

Wie wär’s mit Beschwerden über Sperrstunden?

Jan Flick von „Eulen & Lerchen“ wünscht sich stattdessen mehr Schutz von der Stadt. Bisher habe das Ordnungsamt keine großen Mühen an den Tag gelegt, um zwischen der Gastronomie am Hansaring und den genervten Nachbar:innen zu vermitteln, kritisiert er. Ein erster Schritt wäre: Die Stadt könnte Flyer verteilen, die auf die Sache mit dem Lärm aufmerksam machen. „Ich fände es auch gut, wenn sich nicht nur Leute bei der Stadt melden würden, um sich zu beschweren“, sagt Flick. „Sondern wenn sich auch Leute melden würden, die gerne länger draußen sitzen bleiben möchten.“

Auch Nathan Dombrowski möchte, dass das Cornern am Hansaring wieder möglich ist. Deshalb ist er offen für Kompromisse. „Wir wollen den Kiosken nicht das Geschäft vermiesen und auch niemandem im Viertel auf die Nerven gehen“, sagt Dombrowski. Auch Verhaltensregeln findet er deshalb in Ordnung. Wichtiger sei es aus seiner Sicht aber, dass wieder regelmäßig Gesprächsrunden stattfinden und die Stadt öffentliche Toiletten am Hansaring gegen das Wildpinkeln aufstellt.

Am Ende wollen alle – Kneipen, Kioske, die Leute aus dem Viertel und diejenigen, die am Hansaring was trinken gehen wollen – dasselbe: ihre Ruhe. Die einen wollen in Ruhe arbeiten, die anderen in Ruhe feiern und wieder ganz andere in Ruhe ihren Abend genießen. Das könnte doch eine gemeinsame Grundlage für einen Kompromiss sein. (sfo)

Anonymer Briefkasten

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Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.

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Wahlwerbung von der ÖDP (Kommunalwahl 2025)
www.oedp-muenster.de
Ein-Satz-Zentrale

+++ Das Lehrschwimmbecken im Ostbad muss repariert werden und bleibt bis zum 8. September geschlossen. (Stadt Münster)

+++ Die Kulturveranstaltung „westöstlicher Diwan“ wird um zwei Wochen verschoben, weil dieses Wochenende das Wetter schlecht werden soll. (Westfälische Nachrichten)

+++ Die Polizei konnte einen Drogendealer festnehmen, weil er Kopfhörer gestohlen hatte, die erfolgreich geortet wurden. (Polizei Münster) (Korrekturhinweis: Dass die Kopfhörer geklaut waren, hatten wir in einer früheren Version irgendwie vergessen zu erwähnen…)

+++ In der ersten Jahreshälfte haben im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr Tourist:innen in Münster übernachtet. (Stadt Münster)

+++ Die Baustelle zur Umgehungsstraße an der Warendorfer Straße ist fertig, also wieder freie Fahrt. (Antenne Münster)

+++ Die Abfallwirtschaftsbetriebe haben 970 Sauberkeitspat:innen, also Freiwillige, die sich für ein sauberes Münster einsetzen wollen. (AWM auf Instagram)

Ankündigung der Langen Nacht der Universitätsmedizin Münster am 12. September 2025 von 16 bis 22 Uhr
Weitere Informationen finden Sie hier!
Unbezahlte Werbung

Der heutige Tipp stammt von einem unserer Leser, der fest überzeugt ist, dass es hier das beste türkische Fladenbrot in ganz Münster gibt: Es geht um die Lider-Bäckerei an der Grevener Straße 220 im ADA-Supermarkt, also ein echter Geheimtipp. Der Leser schreibt: „Den Unterschied merkt man sofort.“ Wir können bestätigen: Das Brot schmeckt wirklich gut! Wenn Sie demnächst grillen oder eine Beilage für ein orientalisches Rezept suchen, können wir Ihnen einen Besuch in der Lider-Bäckerei nur empfehlen.

Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!

Drinnen und Draußen

Katja Angenent hat ein paar Empfehlungen für Sie gesammelt:

+++ Wenn Sie spontan sind und wissen möchten, was sich mögliche künftige Oberbürgermeister für den Verkehr und seine Entwicklung in Münster wünschen, kommen Sie doch gleich um 19 Uhr ins 1648. Dort sprechen zwei Kandidierende, nämlich Tilmann Fuchs (Grüne) und Stephan Brinktrine (SPD), auf Einladung des VCD über die Möglichkeiten einer Mobilitätswende. Thematisch noch etwas breiter aufgestellt ist das Klimaforum zur Kommunalwahl, das am Freitag um 19 Uhr im Forum der VHS stattfindet. Dort stehen Ihnen auf Einladung der „Christians for Future“ an sieben Thementischen Kommunalpolitiker:innen zu einzelnen Aspekten des Klimaschutzes Rede und Antwort – unter anderem geht es auch dort um Verkehr und Mobilität. Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

+++ Falls Sie die Ausstellung zum Thema „Gene“ im Naturkundemuseum noch nicht gesehen haben, bietet sich am morgen eine gute Gelegenheit. Dann ist der Eintritt nämlich von 9 bis 18 Uhr frei.

+++ Noch ein Tipp für morgen, für 18 Uhr: Dann wird im Foyer der VHS die Jahresausstellung für Fotografie eröffnet. Noch bis zum 27. September sind 60 ausgewählte Bilder zu sehen. Samstags führen zudem die Fotograf:innen von 11 bis 15 Uhr durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei.

+++ Am Donnerstag um 18 Uhr spricht Künstlerin Pauline Stopp mit Kuratorin Jana Peplau im Westfälischen Kunstverein über ihre aktuelle Ausstellung „Love is Magic“, in der sie sich mit verschiedenen Formen der Liebe auseinandersetzt. Freier Eintritt!

+++ Am Samstag um 20 Uhr beginnt die Grand Tour Westfalen von Baddabäm!, der Show für parapolitische Abendunterhaltung. (Korrekturhinweis: Hier sind wir in einer früheren Version mit dem Datum durcheinandergekommen.) Die erste Show findet in der B-Side statt, Thema ist die große Frage: „Was isst Westfalen?“. Zu Gast sind unter anderem die Ernährungspsychologin Laura Grosse, die Ökotrophologin Yvonne Waschitzeck und der Koch Elias Eckel. Dazu gibt’s wie immer jede Menge Glanz und Glamour, unter anderem mit Musik, Tanz und einer Nachrichtenshow, die von RUMS-Redakteur Sebastian Fobbe moderiert wird. Eine Karte kostet 11, 22 oder 33 Euro und ist hier zu bekommen. Die Show in der B-Side ist die einzige in Münster für diese Baddabäm!-Staffel. Danach geht’s weiter nach Lüdinghausen, Emsdetten und Bocholt.

Am Freitag schreibt Ihnen Anna Niere. Haben Sie eine schöne Woche!

Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe

Mitarbeit: Anna Niere (ani), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth

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PS

Wenn ich im Urlaub bin, schreibe ich unwahrscheinlich gerne Postkarten. In den meisten Fällen kommen die Karten auch an, manchmal gehen sie auf dem Weg aber auch verloren. Zum Glück ist mir aber noch nie das passiert, was ein Mann aus Münster jetzt erlebt hat. Der Zoll hat ein Päckchen von seiner Familie aus den USA einkassiert, in dem die Beamt:innen Steinkorallen fanden. Die Einfuhr der Korallen nach Deutschland ist aber verboten. Kann man nicht unbedingt wissen. Jetzt entscheidet das Bundesamt für Naturschutz, wie es mit den Korallen weitergeht. So viel Stress für ein Souvenir…

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