Fuchs gewinnt Stichwahl. Und jetzt? | Interview: Warum die CDU in Münster verloren hat | Unbezahlte Werbung: Alexianer-Produkte bei Galeria

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Guten Tag,

dass Tilman Fuchs die Stichwahl gewinnen würde, lag schon am frühen Sonntagabend in der Luft. Der grüne Balken auf der Leinwand in der Bürgerhalle im Rathaus war ab der ersten Einblendung, je nach Perspektive, erfreulich oder erschreckend groß. Und als Tilman Fuchs gegen 18.50 Uhr zu Fuß an der Rosenstraße gesichtet wurde, in Jackett und weißen Sneakers, da begann vor dem Hotel Galactica, wo die Grünen ihre Wahlparty feierten, ein Jubel, der erst endete, als Fuchs drinnen das Mikrofon nahm und sagte: „Auch wenn es noch nicht endgültig ist, das lassen wir uns nicht mehr nehmen. Ich bin neuer OB!“ Sofort setzte wieder Jubel ein.

Fuchs rief: „Wir haben die Stadt von uns überzeugt, nicht nur in den letzten Wochen und Monaten, sondern in den letzten Jahren.“ Durch eine tolle Politik, wollte er sagen – sagte aber: „Durch eine tolle Musik.“ Er wiederholte es lächelnd und kopfschüttelnd, „tolle Musik“, sagte er, lachend über seinen Versprecher. Dabei kam das an Tilman Fuchs zum Vorschein, womit er im Wahlkampf viele Menschen für sich eingenommen hatte: das Nahbare, Leichte, die Fähigkeit, die Komik eines Moments zu erkennen und über sich selbst den Kopf zu schütteln.

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