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Vernunft am Feiertag | Münsters Männerwelten | Liefers und die Leichen

Guten Tag,
die Befürchtungen waren groß, dass der gestrige Vatertag zum pandemischen Himmelfahrtskommando hätte werden können. Tatsächlich aber gab es keine Meldungen von Bollerwagen-Staus, nur wenige wankende Männer-Fußtrupps waren unterwegs. An den Badeseen der gesamten Region und am Kanal war es hingegen rappelvoll. Folglich hakte es dort immer mal wieder mit den Abstandsregeln, melden die „Münsterland Zeitung“ und die Stadt Münster. Die Bilanz also: gemischt.
Wie sehr wir Menschen uns anpassen können, wenn wir es müssen, war am selben Tag am Hawerkamp zu sehen. Mit Tanzkreisen aus Kunstrasen (nicht zu verwechseln mit Yogamatten) sorgten das Organisations-Team des regelmäßig stattfindenden TakaTuka-Events am Coconut-Beach dafür, dass die Gäste bei der bundesweit ersten Cluböffnung die Abstandsregeln einhielten – nur 100 Feiernde durften kommen. Schon Patrick Swayze wusste in „Dirty Dancing“, worum es dabei geht: „Das ist mein Tanzbereich und das ist deiner.“
Wie so ein Clubbesuch in Pandemie-Zeiten dann aussieht, ist hier in einem WDR-Beitrag zu sehen. Und auch wenn das alles irgendwie skurril und oder gar lustig anmutet, die Lage für die münsterschen Clubbetreiber ist äußerst ernst. Sie mussten als erstes schließen und niemand weiß, wann wieder geöffnet werden kann. „Es gibt Tage, da geht man sehr rational dran, dann kommen wieder welche, wo man dann wirklich verzweifeln könnte”, sagt Jovel-Chef Marvin Lindenberg auf „Antenne Münster“.
Das „Club Komitee Münster“, ein Zusammenschluss der Clubbetreiber und Konzertveranstalter hat sich deshalb am Mittwoch mit Oberbürgermeister Markus Lewe getroffen, um ihm „kreative Lösungen“ (zum Beispiel kleinere Open-Air-Veranstaltungen – und Konzerte) gegen den kompletten Stillstand vorzustellen. Doch natürlich kann auch er die Corona-bedingten Regeln nicht außer Kraft setzen. Mehr zu dem Treffen können Sie in den „Westfälischen Nachrichten“ nachlesen.
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