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Warten auf die Schul-iPads | Viel Post zur Sonntagskolumne | Draußen essen und trinken

Guten Tag,
eine der häufigsten Floskeln der Corona-Pandemie geht so: Wenigstens ist es mit der Digitalisierung jetzt mal vorwärts gegangen, auch an den Schulen. Mit Digitalisierung ist meistens die digitale Ausstattung gemeint. Möglichst viele Schüler:innen sollen einen Computer oder ein Tablet benutzen können. Dass da noch viel Luft nach oben ist, ist nicht nur ein Gefühl, sondern mit Zahlen belegbar. Eine Sonderauswertung der Pisa-Studie hat zum Beispiel ergeben, dass es in Deutschland rechnerisch gerade mal sechs Computer pro zehn Schüler:innen gibt. Zum Vergleich: Der Durchschnitt in den 37 OECD-Staaten (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) liegt bei 8,5 Computern pro zehn Schüler:innen. In den USA und Großbritannien sind es sogar 15 Geräte, dort kann jede:r Schüler:in im Schnitt also mehr als ein Gerät benutzen.
Und von den wenigen Computern, die in deutschen Schulen stehen, machen die meisten tatsächlich genau das: Sie stehen dort. Nur ein Viertel sind mobile Geräte, mit denen die Kinder und Jugendlichen auch zuhause arbeiten können. Die Zahlen sind von 2018, aber den großen Durchbruch gab es seitdem nicht.
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