Klaus Brinkbäumers Kolumne | Hysterisch oder unaufgeregt | Vor der Wahl

Portrait Klaus Brinkbäumer
von Klaus Brinkbäumer

Liebe Leserin und lieber Leser,

wenn ich aus der Ferne nach Münster blicke, wirkt die Heimat robust. Gelassen. Schon klar, dass der Blick aus der Distanz das Erkennen von Details verhindert. Und es könnte durchaus so etwas wie romantische Verklärung im Spiel sein: Beim vergangenen Besuch, der wegen Corona viel zu lange her ist, war die real existierende Hiltruper Marktallee gar mehr nicht so mondän wie jene in der Erinnerung.

Aber ich vergleiche Münster an dieser Stelle ja gerne mit New York. Und New York zweifelt, hadert, leidet an sich selbst und am Rest des Landes und bewegt sich darum mit einer Kombination aus Hysterie und Götterdämmerungsgewissheit Richtung Wahltag am 3. November. Münster hingegen wird am 13. September seinen Stadtrat wählen: unaufgeregt und skandalfrei, so wirkt es aus der Distanz. Die Demokratie ist hier bedroht, aber nicht in Westfalen.

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