Gleichberechtigung in Münster: Ein Zwischenstand

Auf dem Papier sind alle Men­schen gleich. In der Rea­li­tät lei­der nicht. Noch immer nicht. Men­schen wer­den benach­tei­ligt auf­grund ihres Geschlechts, ihrer Her­kunft, ihrer Haut­far­be oder ihrer sexu­el­len Ori­en­tie­rung. In unse­rem Schwer­punkt zur Gleich­be­rech­ti­gung beschäf­ti­gen wir uns mit den Stel­len, an denen es sicht­bar wird. Und wir fra­gen: Was kön­nen wir tun, um das zu ändern?

Wäh­rend des Stu­di­ums sind Frau­en an der Uni Müns­ter in der Über­zahl. Doch eine Kar­rie­ren in der Wis­sen­schaft machen vor allem Män­ner.

Im ers­ten Teil die­ses Schwer­punkts sucht Ann-Mar­len Hoolt nach Grün­den für die­ses Ungleichgewicht. 


Foto: Hen­drik Wardenga

Der mysteriöse Knick nach dem Master

Mehr als die Hälf­te aller Stu­die­ren­den an der Uni Müns­ter sind Frau­en. Doch eine Kar­rie­re in der Wis­sen­schaft machen vor allem Män­ner. Das scheint meh­re­re Ursa­chen zu haben. Eine Ent­schei­dung spielt offen­bar eine wich­ti­ge Rolle. 

Text: ANN-MARLEN HOOLT
Redak­ti­on: RALF HEIMANN


Auf den ers­ten Blick scheint alles gut. Es ist nicht so, dass Frau­en es nicht an die Hoch­schu­len schaf­fen wür­den. Im Gegen­teil. Sie sind sogar in der Über­zahl. Zu Beginn jeden­falls. Über 55 Pro­zent der Stu­die­ren­den an der Uni Müns­ter sind Frau­en. Das ist über­durch­schnitt­lich. Bun­des­weit ist das Ver­hält­nis ausgeglichen. 

Frau­en sind zu Beginn ihrer Bil­dungs­kar­rie­re erfolg­rei­cher. Sie haben bes­se­re Schul­no­ten. Sie machen häu­fi­ger ihren ers­ten Stu­di­en­ab­schluss. Die Vor­aus­set­zun­gen für Kar­rie­ren in der Wis­sen­schaft wären also her­vor­ra­gend. Doch nach dem ers­ten Abschluss nimmt die Ent­wick­lung einen über­ra­schen­den Ver­lauf. Das Ver­hält­nis zwi­schen Män­nern und Frau­en dreht sich. Der Wen­de­punkt befin­det sich genau dort, wo sich die Fra­ge stellt, ob nach dem ers­ten Abschluss noch eine Pro­mo­ti­on fol­gen soll. 

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