Das Dilemma der Pflege | Die Regeln des Ordnungsamts | Das zweischneidige Pferd

Müns­ter, 6. April 2021

Guten Tag ,

in der ver­gan­ge­nen Woche sah es für einen Moment so aus, als wäre das Pro­blem in der Pfle­ge end­lich im Bewusst­sein des Lan­des ange­kom­men. Der Sen­der Pro­Sie­ben zeig­te am Mitt­woch die kom­plet­te Schicht der Kran­ken­pfle­ge­rin Mei­ke Ista an der Uni­kli­nik Müns­ter. Sie­ben Stun­den lang Kran­ken­haus­all­tag aus der Brust­ka­me­ra-Per­spek­ti­ve. Par­al­lel erzähl­ten in der Doku­men­ta­ti­on Men­schen, die in ganz Deutsch­land selbst in der Pfle­ge arbei­ten, von ihrem All­tag, den schwie­ri­gen Bedin­gun­gen und den Pro­ble­men, die im Ver­lauf des ver­gan­ge­nen Jah­res immer mal wie­der zur Spra­che gekom­men waren. Die Kri­tik sprach von einem „Stück TV Geschichte“.

Die Uni­kli­nik freu­te sich über die Auf­merk­sam­keit. Bei Twit­ter ver­brei­te­te sie die begeis­ter­ten Reak­tio­nen. Am Don­ners­tag schrieb das Social-Media-Team: „…immer noch ganz über­wäl­tigt und glück­lich – vie­len, vie­len Dank für eure zahl­rei­chen Nach­rich­ten, Kom­men­ta­re und Reak­tio­nen zu #nicht­selbst­ver­sta­end­lich!“ #nicht­selbst­ver­ständ­lich – das war der Titel der Aktion.

Wenn man in den Tagen dar­auf mit Men­schen aus der Pfle­ge der Uni­kli­nik sprach, hör­te man tat­säch­lich auch Zufrie­den­heit. Dass die Pfle­ge wahr­ge­nom­men wur­de, emp­fan­den vie­le als wohl­tu­end. Man habe sich über die Auf­merk­sam­keit gefreut. Die Doku­men­ta­ti­on sei durch­weg gut ange­kom­men, das war der Tenor.

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