Wasserstoff-Visionen | Promenade: Versuchsabbau | Münsters Esszimmer

Müns­ter, 15. Okto­ber 2021

Guten Tag,

ich weiß nicht, ob Sie es noch wis­sen: Ich schul­de Ihnen noch etwas. Und zwar die Ant­wort auf eine Fra­ge, die in mei­nem Brief vor zwei Wochen offen­ge­blie­ben ist.

Es ging um einen Vor­schlag, den die CDU im Rat gemacht hat­te: Müns­ter und die Müns­ter­land­krei­se sol­len eine Was­ser­stoff-Koope­ra­ti­on ins Leben rufen, um die For­schung und Infra­struk­tur für die Tech­no­lo­gie vor­an­zu­brin­gen. Der Kanal sol­le als Trans­port­weg ein­be­zo­gen wer­den, und in Kanal­nä­he sol­le ein Elek­tro­ly­seur errich­tet wer­den, also eine Anla­ge, die Was­ser­stoff her­stellt (dazu unten mehr).

Weil zwi­schen der Rats­sit­zung und dem Brief nur gut ein Tag Zeit war, konn­te ich nicht sofort klä­ren, was an dem Vor­schlag dran ist und war­um Grü­ne, SPD und Volt ihn abge­lehnt haben. Aber inzwi­schen habe ich viel zum The­ma gele­sen und mit Men­schen aus der Regi­on gespro­chen, die sich damit beschäf­ti­gen und an Ideen arbeiten.

Also schnal­len Sie sich an, wir stei­gen jetzt durch: Wir schau­en uns an, war­um wir eigent­lich über das The­ma spre­chen, wel­che Rol­le Was­ser­stoff in Zukunft in Müns­ter spie­len könn­te und wie es mit den Plä­nen dafür nun poli­tisch weitergeht.

Warum überhaupt Wasserstoff?

Wenn über Was­ser­stoff (H2) gespro­chen wird, dann wird er häu­fig als Pkw-Treib­stoff dis­ku­tiert. In Autos ist er aller­dings nicht gut auf­ge­ho­ben, denn Elek­tro­au­tos sind effi­zi­en­ter und kli­ma­freund­li­cher. Was­ser­stoff könn­te künf­tig aber in der Indus­trie eine Rol­le spie­len, zum Bei­spiel in Che­mie- und Beton­wer­ken oder in der Stahl­pro­duk­ti­on – also über­all da, wo sehr viel Ener­gie gebraucht wird. In die­sen Bran­chen könn­te das H2 Koh­le, Öl und Gas erset­zen und die Pro­duk­ti­on damit kli­ma­freund­li­cher machen. Denn wenn Was­ser­stoff ver­brennt, also mit Sauer­stoff (O2) reagiert, ent­steht Was­ser (H2O) – wäh­rend bei der Ver­bren­nung von fos­si­len Stof­fen das Treib­haus­gas CO2 herauskommt.

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein, und tat­säch­lich gibt es einen Haken. Was­ser­stoff liegt oder fliegt lei­der nicht allei­ne in der Natur her­um, son­dern hat sich meis­tens schon mit ande­ren Stof­fen zusam­men­ge­tan. Wenn man ihn in der Indus­trie oder als Treib­stoff nut­zen möch­te, muss man ihn also erst ein­mal (in einem soge­nann­ten Elek­tro­ly­seur) von sei­nen Part­nern tren­nen, und dafür ist eine Men­ge Ener­gie nötig.

Wasserstoff-Farbenlehre

Je nach­dem, woher die­se Ener­gie kommt, spricht man von grau­em oder grü­nem Was­ser­stoff. Grau­er Was­ser­stoff wird mit­hil­fe von Ener­gie aus Koh­le, Öl oder Gas aus Was­ser (H2O) gewon­nen, manch­mal aus Erd­gas (Methan, oder kurz: CH4) – in bei­den Fäl­len ent­steht jede Men­ge kli­ma­schäd­li­ches CO2.

Grün ist Was­ser­stoff dann, wenn er mit­hil­fe von erneu­er­ba­ren Ener­gien aus Was­ser gewon­nen wird.

Es gibt Was­ser­stoff sogar noch in ande­ren Far­ben, zum Bei­spiel in Blau und Tür­kis. Das auf­zu­drö­seln, wür­de hier zu weit füh­ren. Aber ich ver­lin­ke Ihnen mal die­sen Arti­kel des WDR-Maga­zins Quarks, da ist es sehr schön erklärt. Und dort kön­nen Sie auch noch sehr viel mehr über das Poten­zi­al und die Schwie­rig­kei­ten der Tech­no­lo­gie nach­le­sen, was hier den Rah­men spren­gen würde.

Wir blei­ben beim grü­nen Was­ser­stoff, denn mit Blick auf den Kli­ma­schutz ist nur er wirk­lich inter­es­sant. Um ihn her­zu­stel­len, bräuch­te man erneu­er­ba­re Ener­gie im Über­fluss. Die gibt es noch nicht, bis­her reicht es gera­de für die Hälf­te der Strom­ver­sor­gung. Aber es gibt ers­te Pro­jek­te, die in die­se Rich­tung gehen, direkt in der Nach­bar­schaft. Des­halb jetzt ein Aus­flug nach…

Saerbeck: Energiepark und Elektrolyseure

Genau wie Müns­ter will Saer­beck bis 2030 kli­ma­neu­tral wer­den. Wäh­rend hier noch dis­ku­tiert wur­de, hat die Gemein­de im Kreis Stein­furt schon eini­ge Mei­len zurück­ge­legt. Sie hat ihr Kon­zept schon 2009 auf den Weg gebracht und wur­de dafür (zusam­men mit Bocholt) mit dem Titel Kli­ma­kom­mu­ne NRW und diver­sen ande­ren Prei­sen aus­ge­zeich­net. Im soge­nann­ten Bio­en­er­gie­park wird mit Wind, Son­ne und Bio­mas­se dop­pelt so viel Strom erzeugt, wie die Gemein­de selbst braucht.

Die über­schüs­si­ge Ener­gie will dem­nächst das ita­lie­ni­sche Unter­neh­men Enap­ter nut­zen, um Was­ser­stoff-Elek­tro­ly­seu­re her­zu­stel­len – stol­ze 100.000 Gerä­te pro Jahr sind ange­dacht. Bis die ers­ten fer­tig sind, wird es noch gut ein Jahr dau­ern, Enap­ter hat erst vor vier Wochen ange­fan­gen zu bau­en. Das Unter­neh­men inves­tiert 105 Mil­lio­nen Euro in die Anla­ge, das Land NRW schießt 9,4 Mil­lio­nen Euro zu.

In Saer­beck ist also geball­tes Know-how ver­sam­melt, das sicher inter­es­sant wäre für eine regio­na­le Koope­ra­ti­on. Und apro­pos Netz­werk, da gibt es noch eines, in dem die CDU Müns­ter ger­ne sehen würde:

Die Initiative Get H2: Infrastruktur aufbauen

In der Initia­ti­ve Get H2 (auf Deutsch: Was­ser­stoff bekom­men) haben sich Unter­neh­men zusam­men­ge­tan, die Was­ser­stoff her­stel­len oder nut­zen möch­ten. Außer­dem gehö­ren eini­ge Kom­mu­nen zu den Part­nern, etwa die Stadt Coes­feld und der Kreis Stein­furt. Ziel der Initia­ti­ve ist, eine Infra­struk­tur für den Was­ser­stoff-Trans­port auf­zu­bau­en, inklu­si­ve Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten für die Zeit­räu­me ohne Wind und Son­ne (soge­nann­te Dunkelflauten).

Die­se Infra­struk­tur soll spä­ter nicht nur Was­ser­stoff inner­halb Deutsch­lands trans­por­tie­ren, sag­te mir Kai Ten­z­er, der gleich­zei­tig Spre­cher von Get H2 und von Nowe­ga ist, einem Fern­lei­tungs­netz­be­trei­ber aus Müns­ter. Deutsch­land wird sei­nen Bedarf an grü­nem Was­ser­stoff aller Vor­aus­sicht nach auch in Zukunft nicht selbst decken kön­nen. Des­halb soll das Lei­tungs­netz, für das unter ande­rem nicht mehr benö­tig­te Erd­gas­lei­tun­gen umfunk­tio­niert wer­den sol­len, auch an inter­na­tio­na­le Pipe­lines ange­schlos­sen wer­den. Über die könn­te Was­ser­stoff aus son­ni­gen oder win­di­gen Regio­nen, in denen er güns­ti­ger her­zu­stel­len ist, impor­tiert wer­den. Und er lie­ße sich auch per Schiff zu den Nord­see­hä­fen trans­por­tie­ren und dort ins deut­sche Netz einspeisen.

Bis­her sind das alles noch Ideen, aber ein ers­tes kon­kre­tes Pro­jekt ist in Arbeit: Ab 2023 sol­len rund 130 Kilo­me­ter lan­ge Lei­tun­gen Was­ser­stoff von Wind­parks in Lin­gen zu Indus­trie­an­la­gen im Ruhr­ge­biet brin­gen. Sie sol­len dort zum Bei­spiel den Che­mie­park in Marl mit Ener­gie ver­sor­gen. Der zwei­te gro­ße Abneh­mer ist eine Ölraf­fi­ne­rie von BP in Gel­sen­kir­chen, die mit­hil­fe des grü­nen Was­ser­stoffs Roh­öl zu Ben­zin, Die­sel und Heiz­öl ver­ar­bei­ten wird – nicht gera­de kli­ma­freund­li­che End­pro­duk­te, aber immer­hin wird bei der Pro­duk­ti­on weni­ger CO2 anfallen.

Ab 2026 wird es noch etwas grü­ner, dann soll auch ein Stahl­werk ange­schlos­sen wer­den. Und bis 2030 soll das Netz schon auf 1.300 Kilo­me­ter Lei­tun­gen wach­sen und Was­ser­stoff für die Her­stel­lung von syn­the­ti­schem Kraft­stoff für Flug­zeu­ge liefern.

Ein visio­nä­res Pro­jekt, das Pio­nier­ar­beit leis­tet. Aber die Fra­ge ist:

Würde sich das für Unternehmen in Münster lohnen?

Die Stahl­werk­dich­te ist hier ja nicht so hoch, und es gibt auch kei­nen Che­mie­park. Gäbe es in Müns­ter also Bedarf, sich der Initia­ti­ve und damit der Infra­struk­tur anzu­schlie­ßen? Kai Ten­z­er sag­te mir, er sehe in Müns­ter noch kein Pro­jekt, das sich dafür anbie­tet. Und auch Eck­hard Gös­ke, Abtei­lungs­lei­ter Indus­trie bei der IHK Nord West­fa­len, sieht „ein Men­gen­pro­blem“: Es loh­ne sich eher für Indus­trie­stand­or­te wie das Ruhr­ge­biet, eine Infra­struk­tur aufzubauen.

Aller­dings, auch da sind sich bei­de einig, könn­te Müns­ter durch­aus etwas mit Was­ser­stoff anfan­gen, wenn er erst ein­mal da und eini­ger­ma­ßen bezahl­bar wäre. Dann könn­te er zum Bei­spiel als Kraft­stoff für Müll­au­tos, Bus­se oder Lkw-Flot­ten von Unter­neh­men ein­ge­setzt wer­den, weil so gro­ße Fahr­zeu­ge mit einem Elek­tro­an­trieb nicht weit kom­men. Das wird übri­gens auch schon aus­pro­biert: Die Stadt­wer­ke set­zen seit letz­tem Dezem­ber einen Was­ser­stoff­bus ein, der an einer Tank­stel­le der West­fa­len AG in Amels­bü­ren betankt wird. Und ges­tern hat West­fa­len eine mobi­le Tank­stel­le vor­ge­stellt, die deut­lich güns­ti­ger ist als eine fes­te und sich des­halb auch schon für klei­ne­re Flot­ten lohnt.

Eck­hard Gös­ke sag­te zum Abschluss unse­res Gesprä­ches, man müs­se das The­ma im Blick behal­ten und es brau­che Pilot­pro­jek­te, um Mög­lich­kei­ten aus­zu­lo­ten. Ein gutes Stich­wort, im CDU-Antrag war ja auch von der For­schung die Rede. Des­halb lau­tet die letz­te Fra­ge, bevor wir noch ein­mal zur Stadt­po­li­tik zurückkehren:

Welche Pilotprojekte könnten in Münster noch kommen?

Dar­über habe ich mit Mat­thi­as Gün­ne­wig von der Tech­no­lo­gie­för­de­rung Müns­ter gespro­chen (Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de der Tech­no­lo­gie­för­de­rung ist übri­gens Babet­te Lich­ten­stein van Len­ge­rich von der CDU). Wie Eck­hard Gös­ke und Kai Ten­z­er sieht er auf der Verbraucher:innenseite eher weni­ger Bedarf. Er beschei­nigt Müns­ter und den umlie­gen­den Krei­sen aber gute Vor­aus­set­zun­gen, was die Was­ser­stoff-Erzeu­gung angeht: Die Regi­on könn­te am Anfang der Wert­schöp­fungs­ket­te eine Rol­le spie­len, etwa durch Pro­jek­te wie in Saerbeck.

Gün­ne­wig schwebt außer­dem vor, dass Kom­mu­nen und Unter­neh­men gemein­sam mit der Uni und der FH Müns­ter Pilot­pro­jek­te umset­zen, um Abläu­fe und mög­li­che Geschäfts­mo­del­le aus­zu­pro­bie­ren. Man könn­te in Real­la­bo­ren tes­ten, wie man Erzeu­ger und Ver­brau­cher so zusam­men­brin­gen kann, dass es sich für bei­de Sei­ten lohnt: Etwa, indem ein Elek­tro­ly­seur erst ein­mal ein Unter­neh­men ver­sorgt oder auch ein klei­nes Wohn­ge­biet, wo der Was­ser­stoff unter ande­rem als Ener­gie­spei­cher die­nen könn­te. Wenn dabei wirt­schaft­li­che Geschäfts­mo­del­le her­aus­kom­men, kön­nen die­se spä­ter zum Wett­be­werbs­vor­teil für Unter­neh­men aus dem Müns­ter­land wer­den, so die Idee der Wirtschaftsförderung.

Und nun kommt noch etwas, das uns schon im CDU-Antrag begeg­net ist: Mat­thi­as Gün­ne­wig hat schon meh­re­re Mög­lich­kei­ten im Kopf, wie die Regi­on den Kanal nut­zen könn­te. Das wären sei­ne Vorschläge:

  • Regio­nal: Was­ser­stoff von dezen­tra­len Erzeu­gern (zum Bei­spiel einem Elek­tro­ly­seur an einem Wind­park) zu dezen­tra­len Abneh­mern (zum Bei­spiel klei­ne­ren Unter­neh­men in der Regi­on) trans­por­tie­ren. Die Schif­fe soll­ten dann mög­lichst auch mit Was­ser­stoff betankt wer­den, damit alles rund­um grün ist.
  • Über­re­gio­nal: ein regel­mä­ßi­ger Pen­del­ver­kehr auf dem Was­ser­weg, zwi­schen gro­ßen Erzeu­gern im Nor­den (zum Bei­spiel Off­shore-Wind­parks) und gro­ßen Ver­brau­chern in Indus­trie­re­gio­nen – davon könn­ten dann auch klei­ne­re Abneh­mer im Müns­ter­land profitieren.
  • Infra­struk­tur für ande­re Güter­trans­por­te: ein Netz von Was­ser­stoff­tank­stel­len für Schiffe.

Nach die­sem Aus­blick geht’s jetzt wie­der zurück auf Los:

Die Rathauskoalition hat den CDU-Vorschlag abgelehnt. Warum?

Das habe ich Tim Pasch von Volt gefragt, der die CDU in der Rats­sit­zung scharf kri­ti­siert hat­te. Und ich möch­te die Ant­wort so zusam­men­fas­sen: Es hat­te vor allem poli­ti­sche Grün­de. Der Was­ser­stoff-Vor­schlag war Teil eines Gesamt­an­trags, mit dem die CDU vie­le von der Stadt vor­ge­schla­ge­ne Kli­ma­schutz­maß­nah­men durch eige­ne Vor­schlä­ge erset­zen woll­te. Das kam beim Rats­bünd­nis nicht gut an (ich hat­te das hier schon erklärt), die Gesamt­si­tua­ti­on war also nicht gera­de geeig­net, um der­art Weit­rei­chen­des zu dis­ku­tie­ren. Außer­dem, so sag­te es Tim Pasch, habe die CDU „Was­ser­stoff als All­heil­mit­tel dar­ge­stellt“, und das kön­ne das Bünd­nis nicht mittragen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Tim Pasch sag­te mir, Volt arbei­te an dem The­ma. Die Rats­grup­pe müs­se sich zu den Details noch mit den bei­den ande­ren Koali­ti­ons­par­tei­en abstim­men. Aber in gro­ben Zügen hat Pasch die Idee schon mal skiz­ziert: Müns­ter sol­le sich mit der Regi­on zusam­men­tun und ein Kon­zept erar­bei­ten, wie die Kom­mu­nen erneu­er­ba­re Ener­gien gemein­sam erzeu­gen und nut­zen könn­ten. Und dabei kön­ne es dann auch dar­um gehen, wie man Was­ser­stoff sinn­voll als Spei­cher für über­schüs­si­ge Ener­gie nut­zen und in der Regi­on ver­tei­len könnte.

Es soll also eine Art… Was­ser­stoff-Koope­ra­ti­on wer­den. Aber, wie Pasch betont, eben nicht nur für Was­ser­stoff, er stel­le sich ein ganz­heit­li­ches Kon­zept vor. Außer­dem sei das The­ma so groß und kom­plex, dass es einen eige­nen Antrag bräuch­te, anstatt – so wie nun bei der CDU – als einer von vie­len Vor­schlä­gen in einem Sam­me­lan­trag aufzutauchen.

Lus­ti­ge Geschich­te: Die CDU hat­te schon im Früh­jahr einen Antrag ein­ge­bracht (hier fin­den Sie ihn auch im Rats­in­fo­sys­tem), in dem es um Was­ser­stoff, Netz­wer­ke in der Regi­on und die Initia­ti­ve Get H2 geht. Er wur­de damals in die Fach­aus­schüs­se wei­ter­ge­reicht und dort bis­her noch nicht bera­ten, das soll aber noch pas­sie­ren. Das The­ma ist also noch lan­ge nicht vom Tisch. Und man wird sich wohl irgend­wann auf eine Was­ser­stoff-Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Koope­ra­ti­on mit der Regi­on ver­stän­di­gen, nur hof­fent­lich unter einem ele­gan­te­ren Namen. Denn im Gro­ßen und Gan­zen schei­nen sich die Koali­ti­on und die CDU eini­ger zu sein, als sie zuge­ben wollen.

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In aller Kürze

+++ Wenn Sie nächs­te Woche am Neu­brü­cken­tor vor­bei­ra­deln oder -fah­ren, soll­ten Sie noch mal beson­ders vor­sich­tig sein. Ab Mon­tag lässt die Stadt dort die Rüt­tel­strei­fen und Mar­kie­run­gen für den Ver­kehrs­ver­such wie­der ent­fer­nen. Und auch wenn Sie in den ers­ten Tagen noch Hin­wei­se auf den Ver­such sehen: Ab Mon­tag gel­ten wie­der die alten Ver­kehrs­re­geln, die Vor­fahrt für Promenadenradler:innen ist zu Ende.

Corona-Update

Die­ses Update beginnt lei­der wie­der ein­mal mit einer trau­ri­gen Nach­richt. Die Stadt hat einen wei­te­ren Coro­na-Todes­fall gemel­det, ein 44-jäh­ri­ger Covid-Pati­ent ist gestor­ben. Ins­ge­samt gab es seit dem ver­gan­ge­nen Früh­jahr 130 Todes­fäl­le, die im Zusam­men­hang mit dem Virus stehen.

Aktu­ell gel­ten 174 Münsteraner:innen als infi­ziert. 13 von ihnen wer­den im Kran­ken­haus behan­delt, davon sie­ben auf der Inten­siv­sta­ti­on. Ein Mensch muss beatmet werden.

Und nun noch eine gute Nach­richt: Beim Ein­satz der Koor­di­nie­ren­den Covid-Impf­ein­heit (KoCI) im Schloss haben sich 270 Men­schen imp­fen las­sen. Natür­lich geht KoCI auch noch wei­ter auf Tour, das Impf­team macht zum Bei­spiel am Diens­tag von 14 bis 17 Uhr auf dem Cle­mens-August-Platz in Angel­mod­de Sta­ti­on, gemein­sam mit dem Impf­bus des ASB. Falls Sie am 16. Sep­tem­ber beim ers­ten Impf­ter­min an die­ser Stel­le dabei waren: Diens­tag wäre eine gute Gele­gen­heit für Ihre Zweitimpfung.

Unbezahlte Werbung

Wenn Sie von der Lud­ge­ri- zur Königs­stra­ße lau­fen und die Abkür­zung durch die klei­ne Marie­ven­gas­se neh­men, dann blei­ben Sie ein­mal ste­hen und schau­en sich um. In die­ser Gas­se liegt näm­lich Müns­ters Ess­zim­mer, ein hei­me­li­ges klei­nes Lokal mit einer fei­nen Kar­te. Hüh­ner­fri­kas­see vom „Schi­cker­moo­ser Öko-Huhn“ und Wur­zel­ge­mü­se-Sup­pe, wahl­wei­se mit gebra­te­ner Cala­bre­se-Wurst, sol­che Sachen. Das klingt alles ganz famos und schmeckt wahr­schein­lich noch famo­ser. Aber manch­mal sind es ja dann doch die (ver­meint­lich) ein­fa­chen Din­ge: Mei­ne Kol­le­gin Edi­na Hojas schwärmt vom Kai­ser­schmarrn, den sie dort pro­biert hat.

Drinnen und Draußen

+++ Sie haben es viel­leicht oben gemerkt, ich kann mich sehr für die Natur­wis­sen­schaf­ten begeis­tern. Und des­halb möch­te ich Ihnen hier ger­ne die Astro­phy­sik-Rei­he Couch meets Kos­mos – Ein Zoom ins Uni­ver­sum der Uni Müns­ter emp­feh­len. Mor­gen kön­nen Sie bei den Digi­ta­len Labor­füh­run­gen ab 11:30 Uhr Dunk­le Mate­rie und Neu­tri­nos jagen. Um 14:30 Uhr hält Anna Franc­k­owi­ak von der Uni Bochum einen Vor­trag über Geis­ter­teil­chen, danach geht es noch um bewohn­ba­re Pla­ne­ten und um Eis­mon­de – wie auf­re­gend! Damit Sie das alles auch erle­ben kön­nen, ver­lin­ke ich Ihnen noch das gan­ze Pro­gramm und die Zugangs­da­ten für die Online-Ver­an­stal­tung.

+++ Kino, Klap­pe, die ers­te: Am Sonn­tag star­tet im Schloß­thea­ter das Kin­der­film­fest. Bis zum 24. Okto­ber gibt es ein bun­tes Pro­gramm mit 15 Fil­men, 7 Work­shops und vie­len Mit­mach­ak­tio­nen für alle Alters­grup­pen. Ach­tung: Vier Fil­me wer­den nicht im Schloß­thea­ter, son­dern im Begeg­nungs­zen­trum Meer­wie­se gezeigt. Der Ein­tritt zu allen Vor­stel­lun­gen kos­tet 3,50 Euro. Es gilt die 3G-Regel – und weil Feri­en sind, müs­sen auch Schul­kin­der einen aktu­el­len Test vorzeigen.

+++ Kino, Klap­pe, die zwei­te: Sie kön­nen natür­lich auch als Erwach­se­ne ins Schloß­thea­ter gehen, da ist es ja immer sehr schön. Aber wenn Sie mal Abwechs­lung möch­ten, dann könn­ten Sie nächs­te Woche einen Aus­flug nach Osna­brück unter­neh­men. Dort fin­det ab dem 20. Okto­ber das Unab­hän­gi­ge Film­fest statt. Das Pro­gramm fin­den Sie auf der Home­page.

Am Diens­tag schreibt Ihnen Johan­ne Burk­hardt. Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochenende.

Herz­li­che Grüße

Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Eva Strehlke

PS

Wer schon mal beim Knei­pen­quiz war, ger­ne in die Stadt­bi­blio­thek geht oder im Ers­ten „Gefragt, gejagt“ schaut, kennt ihn: Klaus Otto Nagors­nik. Er weiß fast alles, es ist gera­de­zu beängs­ti­gend und oft auch ganz schön frus­trie­rend. Aber: „fast“ ist hier das Schlüs­sel­wort. Für die­ses Video der Stadt­bü­che­rei hat er näm­lich immer­hin vier Fra­gen zusam­men­ge­sucht, bei denen er – ich zitie­re den Meis­ter selbst – „kläg­lich ver­sagt“ hat. Ich konn­te auch nur zwei davon beant­wor­ten, bei den ande­ren bei­den war ich kom­plett ahnungs­los. Aber was soll’s – K.O. wuss­te es ja auch nicht.