Eine fast unbekannte Krankheit | Noch mehr Impfangebote | BusGang

Müns­ter, 10. Dezem­ber 2021

Guten Tag,

heu­te begin­ne ich mit einem kur­zen Merk-dir-den-Ter­min, auch Save-the-Date genannt. Am nächs­ten Mitt­woch ab 16:30 Uhr tagt näm­lich wie­der der Stadt­rat, und das wird span­nend. Die Politiker:innen wer­den den Haus­halt für das kom­men­de Jahr ver­ab­schie­den, und dabei geht es ja nicht nur um Zah­len, son­dern um Rich­tungs­ent­schei­dun­gen für die Stadt. Viel Spiel­raum gibt es da mit­ten in der Coro­na­kri­se zwar nicht. Aber die Rat­haus­ko­ali­ti­on will zumin­dest ein paar Schwer­punk­te set­zen, die wir hier schon ein­mal kurz vor­ge­stellt hatten.

Wenn Sie die Debat­ten mit­ver­fol­gen möch­ten, kön­nen Sie sich in der Hal­le Müns­ter­land einen Platz suchen. Oder Sie schal­ten von zu Hau­se aus die Online-Live­über­tra­gung ein, was den Vor­teil hät­te, dass Sie es sich gemüt­lich machen und sich zwi­schen­durch ein paar Plätz­chen und einen Glüh­wein holen kön­nen. Und falls Sie schon etwas ande­res vor­ha­ben: Wir sind natür­lich auch wie­der für Sie dabei. Am nächs­ten Frei­tag schrei­be ich Ihnen aus­führ­lich, was bei den Bera­tun­gen und Debat­ten her­aus­ge­kom­men ist.

Coronahilfen, Finanz-Arbeitskreis, keine Urantransporte

Ein paar Din­ge kann ich Ihnen jetzt schon ver­ra­ten. Mei­ne Glas­ku­gel ist zwar gera­de zur Repa­ra­tur, aber es geht auch mal ohne. Auf der Tages­ord­nung für die Sit­zung ste­hen näm­lich ein paar Anträ­ge, die ent­we­der schon eine Mehr­heit haben oder aller Vor­aus­sicht nach eine bekom­men dürften:

  • Das Rats­bünd­nis bean­tragt gemein­sam mit der Inter­na­tio­na­len Fraktion/Die Partei/ÖDP, dass die Stadt die Coro­naun­ter­stüt­zung für die Gas­tro­no­mie und das Schau­stel­ler­ge­wer­be ver­län­gern soll: Bis Ende Juni 2022 sol­len Cafés, Restau­rants und Schausteller:innen städ­ti­sche Flä­chen wei­ter­hin kos­ten­los nut­zen dür­fen, zum Bei­spiel für Außen­gas­tro­no­mie. Bis­her waren die Gebüh­ren nur bis Ende Dezem­ber aus­ge­setzt worden.
  • Für einen wei­te­ren Antrag haben sich FDP, Grü­ne, SPD, Volt und die Inter­na­tio­na­le Fraktion/Die Partei/ÖDP zusam­men­ge­tan. Mit dem Titel ist schon fast alles gesagt, „Mit Fokus in die Zukunft: städ­ti­schen Haus­halt prio­ri­sie­ren“ steht über dem Papier. Die Begrün­dung kann man so zusam­men­fas­sen: Im Haus­halts­plan­ent­wurf, den die Stadt­ver­wal­tung für das kom­men­de Jahr vor­ge­legt hat, geht es um alles ein biss­chen, aber um nichts so rich­tig. Ein Arbeits­kreis aus Vertreter:innen der Frak­tio­nen und Rats­grup­pen sowie der Stadt­ver­wal­tung soll das ändern und in Zukunft Prio­ri­tä­ten und kon­kre­te Zie­le fest­le­gen. Und er soll auch das soge­nann­te Gen­der Bud­ge­ting berück­sich­ti­gen, das mei­ne Kol­le­gin Ann-Mar­len Hoolt hier schon ein­mal aus­führ­lich erklärt hat.
  • Sehr grund­sätz­lich wird es auch in die­sem Antrag der Rat­haus­ko­ali­ti­on: Grü­ne, SPD und Volt möch­ten, dass in Zukunft kei­ne Uran­trans­por­te mehr durch das Stadt­ge­biet fah­ren. Außer­dem soll die Stadt­ver­wal­tung bei der Deut­schen Bahn sowie der Bun­des- und Lan­des­re­gie­rung bean­tra­gen, dass die Bahn­stre­cke zwi­schen Müns­ter und Gro­nau für sol­che Trans­por­te ent­wid­met wird. Das Rats­bünd­nis hat kei­ne eige­ne Mehr­heit mehr. Aber für die­ses Anlie­gen könn­ten sich Mitstimmer:innen finden.

Die Politiker:innen wer­den außer­dem die Was­ser-, Abwas­ser- und ande­re Gebüh­ren­sat­zun­gen für 2022 beschlie­ßen, die Kon­zept­stu­die für eine kli­ma­neu­tra­le Stadt­ver­wal­tung dis­ku­tie­ren und vor­aus­sicht­lich die Stadt­wer­ke (genau­er gesagt: eine hun­dert­pro­zen­ti­ge Toch­ter­ge­sell­schaft der Stadt­wer­ke) mit Pla­nung und Bau des neu­en Preu­ßen-Sta­di­ons beauf­tra­gen.

Eine fast unbekannte Krankheit

Nach die­ser klei­nen poli­ti­schen Wochen­vor­schau möch­te ich Ihnen noch einen neu­en Bei­trag auf unse­rer Web­site ans Herz legen. Dar­in geht es um eine jun­ge Frau, die ein sehr per­sön­li­ches The­ma öffent­lich macht, um dar­über auf­zu­klä­ren und etwas zu bewegen.

Dass schwan­ge­re Per­so­nen kei­nen Alko­hol trin­ken sol­len, weiß jede:r. Aber kaum jemand kennt die Krank­heit, die Kin­der bekom­men kön­nen, wenn wer­den­de Müt­ter es doch tun: das Feta­le Alko­hol­syn­drom, kurz FAS. Seli­na Spet­ter möch­te das ändern. Die 27-jäh­ri­ge Müns­te­r­a­ne­rin ist mit FAS zur Welt gekom­men und lebt des­halb bis heu­te mit kör­per­li­chen Aus­wir­kun­gen der Krank­heit und mit einer geis­ti­gen Behin­de­rung. Um das Syn­drom bekann­ter zu machen, hat sie ein Buch geschrie­ben. Char­lot­te Köh­ler von der Repor­ta­ge­schu­le Reut­lin­gen hat für RUMS mit Seli­na Spet­ter über ihre Geschich­te gespro­chen und dar­über, mit wel­chen Schwie­rig­kei­ten sie in ihrer Jugend und als jun­ge Erwach­se­ne zu kämp­fen hat­te. Hier lesen Sie ihre Repor­ta­ge.

Das kommt nicht in die Tüte!

Falls Sie noch etwas brau­chen, wor­in Sie Ihre Weih­nachts­ein­käu­fe nach Hau­se trans­por­tie­ren kön­nen, dann hät­ten wir da was für Sie: unse­re Jute­beu­tel! Die gibt es an unse­rem Wei­h­­nachts­­markt-Stand. Dort bekom­men Sie auch noch wei­te­re hüb­sche Din­ge wie unse­re RUMS-Wei­h­­nachts­­ku­­gel oder unser schö­nes Notiz­buch. Soll­ten Sie schon jetzt gestresst sein von den gan­zen Vor­be­rei­tun­gen fürs Weih­nachts­fest, kön­nen Sie sich gern auch einen unse­rer Anti-Stres­s­­bäl­­le mit­neh­men. Der hilft Ihnen gewiss dabei, den Weih­nachts­tru­bel wie­der genie­ßen zu können.

Medienkritik

+++ Wir wei­sen hier ja manch­mal auf den sehr guten Ver­an­stal­tungs­ka­len­der in der Nadann hin, aller­dings erwäh­nen wir es auch, wenn es etwas zu kri­ti­sie­ren gibt. Und das ist heu­te die Anzei­ge für den „Mon­tags­spa­zier­gang“, die im Netz und im Heft­chen zu fin­den ist. Auf den ers­ten Blick sieht alles ganz harm­los aus. „Wir ste­hen auf gegen die Impf­pflicht!“ steht im Titel. Und war­um nicht? Man kann die Impf­pflicht ja durch­aus ableh­nen. Geschal­tet hat die Anzei­ge die Initia­ti­ve „Gemein­sam für Grund­rech­te“, und auch das klingt doch erst­mal gut.

Doch wer steht dahin­ter? Aus dem Impres­sum der Initia­ti­ve wird man nicht schlau. Es ver­linkt ledig­lich auf die Sei­te, auf der man sich schon befin­det. Aber auf der Start­sei­te ist eine Ver­öf­fent­li­chung zu fin­den („Ein Jahr Coro­na-Cha­os“), die als Her­aus­ge­ber unter ande­rem Peter Bal­int nennt. Bal­int ist bei der Bun­des­tags­wahl für die Quer­den­ker-Par­tei die Basis ange­tre­ten. Nils Diet­rich hat für die Wie­der­täu­fer vor zwei Jah­ren über den ehe­ma­li­gen Leh­rer geschrie­ben. Auf der Sei­te ist auch ein Inter­view mit Bal­int zu fin­den. Eige­ne Autoren-Sei­ten (wenn auch lee­re) haben außer­dem Lothar Zim­mer­mann, Andre­as Horn sowie Björn Weg­ner. Ihre Namen sind auf den Tabu­la­tor-Rei­tern zu lesen. Weg­ner betreibt eine eige­ne Quer­den­ker-Sei­te. In der Inter­view-Rubrik der Grund­rech­te-Bewe­gung ist unter ande­rem auch ein Gespräch ver­linkt, das der Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker Ken Jeb­sen geführt hat. Über den kön­nen Sie alles Nöti­ge in die­sem preis­ge­krön­ten Pod­cast erfah­ren. Und natür­lich, man kann so eine Anzei­ge ver­öf­fent­li­chen. Das gehört zur Mei­nungs­frei­heit. Aber wir fin­den, Sie soll­ten auch wis­sen, wer sie geschal­tet hat. 

+++ Mit­te Okto­ber gab es gro­ße Auf­re­gung in der deut­schen Medi­en­welt. Der dama­li­ge Chef­re­dak­teur der Bild-Zei­tung, Juli­an Rei­chelt, war genau das plötz­lich nicht mehr, weil ein Team von inves­ti­ga­ti­ven Journalist:innen Fäl­le von Macht­miss­brauch gegen­über Frau­en recher­chiert hat­te. In Journalist:innen-Kreisen war das aber die ver­gleichs­wei­se klei­ne­re Geschich­te. Die grö­ße­re war, dass Ver­le­ger Dirk Ippen die­se Recher­che sei­nes Inves­ti­ga­tiv­teams nicht ver­öf­fent­licht sehen woll­te (Tei­le davon erschie­nen dann beim Spie­gel) und damit in die soge­nann­te inne­re Pres­se­frei­heit ein­griff. Damit ist gemeint, dass Redak­tio­nen unab­hän­gig recher­chie­ren und arbei­ten, und dass der Ver­lag die­se Arbeit eben­so wenig ein­schrän­ken oder beein­flus­sen soll wie es staat­li­che Insti­tu­tio­nen tun dür­fen (äuße­re Pressefreiheit).

Das Team von Cor­rec­tiv lokal hat in den ver­gan­ge­nen Wochen recher­chiert, ob es häu­fi­ger vor­kommt, dass Ver­le­ger oder Geschäfts­füh­rer von Medi­en­un­ter­neh­men die Arbeit ihrer Redak­tio­nen eben doch beein­flus­sen. Die kur­ze Ant­wort lau­tet: lei­der ja. Die lan­ge Ant­wort kön­nen Sie in die­sem Arti­kel von Cor­rec­tiv nach­le­sen. War­um ich Ihnen das hier ver­lin­ke: Es geht in dem Text auch um die West­fä­li­schen Nach­rich­ten. Zum Bei­spiel dar­um, dass WN-Ver­le­ger Bene­dikt Hüffer auch Prä­si­dent der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer in Müns­ter ist. Und dass die Zei­tung ein gro­ßes Inter­view mit dem IHK-Prä­si­den­ten ver­öf­fent­licht hat, ohne auf die­se Dop­pel­rol­le hin­zu­wei­sen. Hüffer selbst sprach Cor­rec­tiv gegen­über von einer kla­ren Tren­nung zwi­schen Ver­lag und Redak­ti­on. Aber die Redak­ti­on erlebt das offen­bar anders.

Korrekturen und Ergänzungen

Im RUMS-Brief am Diens­tag ging es um Unfall­zah­len und die gro­ße Gefahr im Lud­ge­ri­k­rei­sel. Wir hat­ten die Stadt gefragt, ob geplant ist, die Gefahr am Krei­sel zu ent­schär­fen. Die Ant­wort sind wir Ihnen noch schul­dig. Die Stadt schreibt nun, in der nächs­ten Sit­zung der Unfall­kom­mis­si­on am Mitt­woch, 15. Dezem­ber, wer­de es genau dar­um gehen. Nach einer aktu­el­len Aus­wer­tung der Poli­zei und der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de sei der Lud­ge­ri­k­rei­sel als eine soge­nann­te Ein-Jah­res-Unfall­häu­fungs­stel­le gemel­det wor­den. Anders gesagt: Auch aktu­el­le Zah­len deu­ten dar­auf hin, dass es am Krei­sel zu gefähr­lich ist. Man wer­de nun schau­en, ob es not­wen­dig ist, sofort etwas zu unter­neh­men, und ob man den Krei­sel sogar umbau­en muss. In der kom­men­den Woche wis­sen wir hof­fent­lich mehr.

In aller Kürze

+++ Eigent­lich soll­te schon in die­sem Jahr eine Ent­schei­dung zum soge­nann­ten Fly­o­ver fal­len, aber das wird sich nun ver­schie­ben, schreibt die Stadt auf Nach­fra­ge. Ein Pla­nungs­bü­ro ist mit der Sache beschäf­tigt. Es soll meh­re­re ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten erar­bei­ten, um den Ver­kehr an die­ser Stel­le bes­ser zu regeln. Weil man sich die Vari­an­ten im Detail anse­hen müs­se, wer­de das Gesamt­kon­zept erst im ers­ten Quar­tal des nächs­ten Jah­res vor­lie­gen. Eine Idee, die zunächst kei­ne Mehr­heit fand, war eine Brü­cke (Fly­o­ver) für den Rad- und Fuß­ver­kehr von der Pro­me­na­de bis zur Bis­marck­al­lee. Das zehn Mil­lio­nen Euro teu­re Bau­werk wür­de die Stadt nur 600.000 Euro kos­ten, den Rest wür­den Bund und Land über­neh­men. Doch der Ver­kehr geht an die­ser Stel­le in vie­le Rich­tun­gen, die Brü­cke wür­de nur das auf einer Ver­bin­dung lösen. Sie wäre vor allem ein Sym­bol, das die Ver­kehrs­wen­de in der Stadt sicht­bar machen wür­de. Vor allem die Grü­nen favo­ri­sie­ren eine eben­erdi­ge Lösung, die in ers­ter Linie das Ver­kehrs­pro­blem löst. Das Pla­nungs­bü­ro soll laut Stadt eine Vari­an­te mit Brü­cke erar­bei­ten und eine ohne. Teil des Kon­zepts soll auch ein Vor­schlag dazu sein, wel­che Alter­na­ti­ve es zum Fuß­gän­ger­über­weg an der Aegi­di­i­stra­ße geben könnte.

+++ Seit heu­te müs­sen Sie beim Weih­nachts­markt- und Ein­kaufs­bum­mel nicht mehr über­all Ihren Impf- oder Gene­se­nen­nach­weis zei­gen. Statt­des­sen kön­nen Sie sich ein 2G-Arm­band abho­len, das dann in Geschäf­ten, Cafés und auf dem Weih­nachts­markt zwei Tage lang als Ein­tritts­kar­te gilt, teilt die Stadt mit. Wie die West­fä­li­schen Nach­rich­ten bei der Initia­ti­ve star­ke Innen­stadt Müns­ter (ISI) erfragt haben, bekom­men Sie die Bänd­chen erst ein­mal in der Müns­ter-Infor­ma­ti­on im Stadt­haus und in grö­ße­ren Geschäf­ten, spä­ter auch an ande­ren Aus­ga­be­stel­len. Falls Sie kei­ne Arm­bän­der mögen, kön­nen Sie sich aber natür­lich auch wei­ter mit Impf­pass oder -zer­ti­fi­kat auf dem Han­dy als 2G ausweisen.

Corona-Update

+++ Seit Ende Novem­ber wur­den welt­weit schon in 50 Staa­ten Infek­tio­nen mit der neu­en Coro­na­va­ri­an­te Omi­kron gemel­det. In Deutsch­land waren es laut RKI-Wochen­be­richt bis Diens­tag 28 Fäl­le, inzwi­schen dürf­ten es noch ein paar mehr sein. Auch in Müns­ter wur­den nun sechs Omi­kron-Infek­tio­nen nach­ge­wie­sen, teilt die Stadt mit. Eine der infi­zier­ten Per­so­nen hat­te bereits eine Boos­ter-Imp­fung bekom­men, drei waren dop­pelt geimpft. Die gute Nach­richt: Bis­her ist offen­bar keine:r der sechs schwer erkrankt. Aller­dings haben sich die sechs Münsteraner:innen laut Stadt unab­hän­gig von­ein­an­der mit der Vari­an­te ange­steckt. Und weil sie enge Kon­takt­per­so­nen hat­ten, wer­den in den nächs­ten Tagen wahr­schein­lich noch wei­te­re Fäl­le nach­ge­wie­sen werden.

+++ Wei­ter mit guten Nach­rich­ten: Müns­ter ist Boos­ter-Hot­spot, am Mitt­woch mel­de­te die Stadt schon 78.500 Auf­fri­schungs­imp­fun­gen. Wenn Sie sich auch erst-, zweit- oder dritt­imp­fen las­sen möch­ten, über 30 Jah­re alt und nicht schwan­ger sind, könn­ten Sie am nächs­ten Mitt­woch oder Don­ners­tag jeweils zwi­schen 13:30 und 16:30 Uhr bei der Impf­ak­ti­on in der Sport­hal­le der ehe­ma­li­gen Wart­burg-Haupt­schu­le vor­bei­schau­en. Oder schon am Sonn­tag zwi­schen 11 und 15 Uhr bei einer Impf­ak­ti­on der Mal­te­ser. Es gibt jeweils den Impf­stoff von Moderna.

+++ Wer jün­ger als 30 oder schwan­ger ist (oder bei­des), kann ab heu­te wie­der nach Ter­mi­nen für die Impf­stel­le im Jovel schau­en. Dort gibt es (auch) den Impf­stoff von Bio­n­tech, der für die­se Grup­pen emp­foh­len wird.

+++ Impf­ter­mi­ne für alle Grup­pen gibt es auch im Impf­zen­trum in Wol­beck.

+++ Außer­dem hat Müns­ter nun auch einen Impf-Dri­ve-in: Auf dem Hof Roter­mund kön­nen Sie mit dem Auto vor­fah­ren, den Ärmel auf­krem­peln und direkt durchs Fens­ter Ihren Piks bekom­men. Sie müs­sen vor­her einen Ter­min ver­ein­ba­ren; auch hier ste­hen (je nach Emp­feh­lung) die Impf­stof­fe von Bio­n­tech und Moder­na zur Verfügung.

+++ Und wie immer kom­men hier noch die aktu­el­len Infek­ti­ons­zah­len: Das Robert-Koch-Insti­tut mel­det für Müns­ter eine Wochen­in­zi­denz von 139,1. Seit ges­tern wur­den 95 Neu­in­fek­tio­nen regis­triert, ins­ge­samt gel­ten damit 827 Münsteraner:innen als infi­ziert. In den Kran­ken­häu­sern wer­den 27 Covid-Patient:innen behan­delt, 10 von ihnen auf der Inten­siv­sta­ti­on. 6 Men­schen wer­den beatmet.

Unbezahlte Werbung

Das Frei­zeit­an­ge­bot ist im Moment ja schon wie­der arg dezi­miert. Die Ver­an­stal­tungs­ka­len­der sind voll mit Absa­gen. Was bleibt, ist die fri­sche Luft. Der Stadt­füh­rer und Autor Ulrich Ger­bing hat soeben ein Buch ver­öf­fent­licht, das bei der Frei­zeit­pla­nung in die­sen Zei­ten sehr behilf­lich ist, einen Wan­der­füh­rer für Müns­ters Innen­stadt, der 19 ver­schie­de­ne Stre­cken vor­schlägt. Die jewei­li­gen Start­punk­te sind leicht zu errei­chen; es sind die End­hal­te­stel­len der Bus­li­ni­en. Von dort führt der Wan­der­weg über die Stadt­tei­le zurück zum Haupt­bahn­hof. Wie wir fin­den, eine sehr schö­ne Idee. Das Buch heißt „Bus­Gang Müns­ter – Der urba­ne Wan­der­füh­rer“, ist 224 Sei­ten dick und kos­tet 19 Euro. Kau­fen kön­nen Sie es im Buch­han­del, beim Ver­lag oder in den Kund:innencentern der Stadt­wer­ke.

RUMS stellt vor: Ehrenamt in Münster

Ab Mon­tag (13. Dezem­ber) wer­den wir in unse­rer Hüt­te auf dem X-MS-Markt am Har­se­win­kel­platz wei­te­re ehren­amt­li­che Orga­ni­sa­tio­nen aus Müns­ter vor­stel­len, und zwar wie­der mon­tags bis frei­tags jeweils um 17 Uhr. Die Gesprä­che dau­ern unge­fähr eine hal­be Stun­de, wer­den von RUMS-Redak­­teu­­rin­­nen mode­riert und spä­ter auch veröffentlicht.

Hier fin­den Sie unse­re Hütte:

Und hier das Pro­gramm der zwei­ten Woche:

  • Mon­tag, 13. Dezem­ber: Weit­blick Müns­ter (Helen Schlüter)
  • Diens­tag, 14. Dezem­ber: Anti-Rost e. V. (Her­mann Holz­ap­fel & Wal­traud Gelbe)
  • Mitt­woch, 15. Dezem­ber: May Ayim Ring (Anis­ra­jah Pathmanathan)
  • Don­ners­tag, 16. Dezem­ber: Night­li­ne Müns­ter e. V. (Felix Altmann)
  • Frei­tag, 17. Dezem­ber: See­brü­cke Müns­ter (N. N.)

Mehr Infos zum Weih­nachts­markt fin­den Sie hier.

WICHTIG: Auf dem X-MS-Markt gilt 2G, den­ken Sie also an Ihren Impf- oder Gene­­se­­nen-Nach­­­weis und brin­gen Sie auf jeden Fall auch eine Mas­ke mit.

Drinnen und Draußen

Heu­te hat Eva Strehlke zwei schö­ne Tipps für Sie. Und das Bes­te: Sie müs­sen sich gar nicht ent­schei­den, son­dern kön­nen ein­fach bei­den Emp­feh­lun­gen folgen.

+++ Für die ers­te soll­ten Sie sich aber ein biss­chen beei­len, Sie müs­sen sich dazu näm­lich anmel­den. Im Lem­per­haus, dem Genuss­kauf­haus an der Jüde­fel­der Stra­ße, fin­det am Sonn­tag eine kuli­na­ri­sche Lesung statt. Das bedeu­tet: Ab 14:30 Uhr gibt es Tor­te und ab 16 Uhr wird vor­ge­le­sen. Letz­te­res über­nimmt Irmin Bur­de­kat, der sei­nen Roman „Der Katho­li­sche Bahn­hof“ vor­stel­len wird, aber nicht nur Autor ist, son­dern auch Gas­tro­nom. Und so schließt sich der Kreis wie­der. Wor­um es in dem Buch geht und – min­des­tens genau­so wich­tig – wel­che Tor­te es gibt, kön­nen Sie hier nach­le­sen. Und auf der Sei­te kön­nen Sie sich auch direkt anmel­den. Für die Ver­an­stal­tung gilt die 2G-Plus-Regel, Sie müs­sen also geimpft oder gene­sen sein und zusätz­lich ein aktu­el­les Test­ergeb­nis mit­brin­gen. Am bes­ten ein nega­ti­ves. Und falls Sie lecke­ren Kuchen zuhau­se haben: Sie kön­nen die Lesung auch über die Video­kon­fe­renz­soft­ware Zoom verfolgen.

+++ Für die zwei­te Emp­feh­lung haben Sie noch bis Ende Febru­ar Zeit. So lan­ge zeigt die Gale­rie Goe­ken Art am Rosen­platz in der Aus­stel­lung „Der ers­te Blick“ Foto­gra­fien von Man­fred Sun­der­mann. Der Archi­tek­tur­pro­fes­sor hat die Bil­der in den 1970er-Jah­ren mit einer ana­lo­gen Kame­ra auf­ge­nom­men, hier bekom­men Sie einen Eindruck.

Am Diens­tag schreibt Ihnen Ralf Hei­mann wie­der. Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes Wochenende.

Herz­li­che Grüße

Con­stan­ze Busch

Mit­ar­beit: Ralf Hei­mann, Eva Strehlke

PS

Im gro­ßen Sta­pel Unter­la­gen für die Rats­sit­zung steckt auch ein Antrag, mit dem sich dem­nächst der Aus­schuss für Stadt­pla­nung und Stadt­ent­wick­lung beschäf­ti­gen soll. Da wage ich die Pro­gno­se: Die Idee wird kei­ne Zustim­mung fin­den. Das soll sie auch nicht, sie ist eher als sati­ri­scher Kom­men­tar zur Stadt­po­li­tik gedacht und soll ein biss­chen stö­ren. Nor­ma­ler­wei­se lan­det so etwas eher nicht in der Zei­tung. Aber ich möch­te sie Ihnen nicht vor­ent­hal­ten. Die Inter­na­tio­na­le Fraktion/Die Partei/ÖDP schlägt neben dem Musik-Cam­pus und dem neu­en Schwimm­bad noch ein wei­te­res Leucht­turm-Pro­jekt für die Stadt vor: einen Leuchtturm.