Die Kolumne von Carla Reemtsma | Die Möglichkeit großer Fortschritte

Müns­ter, 10. Okto­ber 2021

Lie­be Leser:innen,

wäh­rend im Ber­li­ner Regie­rungs­vier­tel die poli­tisch bri­san­ten Gesprä­che der­zeit meist hin­ter ver­schlos­se­nen Türen statt­fin­den, hat der Stadt­rat in Müns­ter mit dem neu ein­ge­führ­ten Live-Stream sei­ner Sit­zun­gen einen ers­ten Schritt in Rich­tung glä­ser­ne Ver­wal­tung gemacht.

Wer am spä­ten Mitt­woch­nach­mit­tag noch nicht ander­wei­tig ver­plant ist, kann nun also alle paar Wochen sein Image als gut informierte:r Bürger:in auf­po­lie­ren und die Sit­zun­gen live ver­fol­gen. Wer auf­ge­passt hat, weiß, dass das bereits seit Juni mög­lich ist – nichts­des­to­trotz scha­det es ja nicht, auf die Kon­troll­mög­lich­kei­ten, die die Zivil­ge­sell­schaft für ihre demo­kra­tisch gewähl­ten Vertreter:innen hat, auf­merk­sam zu machen.

Eines der in den ver­gan­ge­nen Rats­sit­zun­gen am häu­figs­ten dis­ku­tier­ten The­men ist das Kli­ma – oder eher gesagt die Umset­zung kon­se­quen­ter Kli­ma­schutz­kon­zep­te in Müns­ter (hier der RUMS-Brief dazu). Müns­ter ist hier­bei eines der Para­de­bei­spie­le dafür, wie eine laut­star­ke Zivil­ge­sell­schaft mas­sen­haft in den poli­ti­schen Betrieb ein­grei­fen kann.

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