Wilhelm verlässt die Uni Münster | Fotoreportage: Von Schildkröten und Artenschutz | Winternothilfe – und dann?

Müns­ter, 6. April 2023

Guten Tag,

gut vier Jah­re hat es gedau­ert, bis der Senat ent­schie­den hat: Die Uni­ver­si­tät Müns­ter soll künf­tig wie­der Uni­ver­si­tät Müns­ter hei­ßen, wie übri­gens schon zu ihrer Grün­dung 1773. Rek­tor Johan­nes Wes­sels nennt die­se Ent­schei­dung im Pres­se­ge­spräch nach der Senats­sit­zung am Mitt­woch „über­wäl­ti­gend“. So for­mu­liert klingt das natür­lich ein biss­chen lächer­lich, aber so ein­fach ist das Gan­ze ja auch nicht. Er und Senats­vor­sit­zen­der Hin­nerk Wiß­mann spre­chen mehr­fach von einem „Pro­zess“.

Die Dis­kus­si­on um den Namens­ge­ber Wil­helm II. fin­det seit Jahr­zehn­ten immer wie­der statt (Genaue­res dazu kön­nen Sie in die­sem RUMS-Brief und auf der Pro­jekt­web­sei­te nach­le­sen). Für Hin­nerk Wiß­mann ist wich­tig: Es ging nicht von Anfang an dar­um, der Uni einen neu­en Namen zu ver­pas­sen. Man habe sich mit dem Namens­ge­ber aus­ein­an­der­set­zen wol­len. Aber die­ses Mal so rich­tig, unter ande­rem mit öffent­li­chen Dis­kus­sio­nen, einer Aus­stel­lung und wis­sen­schaft­li­chen Gut­ach­ten. Es gab Semi­na­re, die sich mit Wil­helm II. beschäf­tigt haben und die Redak­ti­on des Maga­zins „Uni­Kunst­Kul­tur“ hat sich in den ver­gan­ge­nen Aus­ga­ben mit unter­schied­li­chen Aspek­ten auseinandergesetzt.

Man­chen war das noch nicht genug. In der Abstim­mung zur Umbe­nen­nung gab es eine Gegen­stim­me, die die Ent­schei­dung gern ver­tagt und noch ein­mal über ande­re Namens­vor­schlä­ge gespro­chen hät­te. Der Senat habe mit die­ser groß ange­leg­ten Aus­ein­an­der­set­zung aller­dings auch die Ver­ant­wor­tung über­nom­men, am Ende eine Ent­schei­dung zu tref­fen, sagt Hin­nerk Wißmann.

Denn wie das immer so ist: Dis­kus­sio­nen kön­nen unend­lich lan­ge geführt wer­den, wenn man erst­mal dabei ist. Eini­ge Ver­bän­de sind zum Bei­spiel vor eini­gen Wochen auf die Idee gekom­men, dass es doch schön wäre, das „west­fä­lisch“ im Namen zu las­sen. Und in der Aus­stel­lung gab es eine Pinn­wand, an die Besucher:innen eini­ge Argu­men­te für den Wil­helm im Namen gehef­tet hat­ten. Eines davon: Die Ver­gan­gen­heit soll nicht ein­fach unter den Tep­pich gekehrt werden.

Das will die Uni auch nicht, sagt Johan­nes Wes­sels. Studienanfänger:innen wür­den wei­ter­hin dazu ein­ge­la­den, sich mit dem Noch-Namens­ge­ber zu beschäf­ti­gen, auch wenn die­ser bald Geschich­te sein wird. Ers­ter Zugang: ein kurz­wei­li­ges Video.

Außer­dem wei­tet sich die Debat­te nun viel­leicht auf eine ande­re Stel­le in Müns­ter aus, den Kai­ser-Wil­helm-Ring. In Bezug auf die Fra­ge, ob der auch umbe­nannt wer­den soll, woll­te man sich an der Ent­schei­dung der Uni ori­en­tie­ren. Die Bezirks­re­gie­rung Mit­te hat­te die Stadt 2021 laut Archi­var Phil­ipp Erd­mann beauf­tragt, die Stra­ßen­na­men auf ras­sis­ti­sche, anti­se­mi­ti­sche, frau­en­feind­li­che und kolo­nia­le Bezü­ge zu prü­fen. Der Pro­zess wur­de aber vor­erst ver­tagt, wegen des hohen Aufwands.

Das gilt auch für die Uni: Bis sie dann wirk­lich Uni­ver­si­tät Müns­ter heißt, müs­sen sich alle noch etwas gedul­den. Das Minis­te­ri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft muss dem Namen noch zustim­men, was pünkt­lich zum Start des neu­en Win­ter­se­mes­ters am 1. Okto­ber pas­sie­ren soll.

Außer­dem wer­den noch eine Wei­le WWU-Schrift­zü­ge und -Arti­kel auf dem Cam­pus unter­wegs sein. Die wür­den nun nach und nach aus­ge­tauscht bezie­hungs­wei­se auf­ge­braucht. Das bewe­ge sich finan­zi­ell in eher unauf­re­gen­den Gefil­den, ver­si­chert Wes­sels. Span­nen­der doch die Fra­ge: Wodurch wird das Kür­zel WWU ersetzt? Wohl nicht durch ande­re Buch­sta­ben, so viel kann die Pres­se­stel­le der Uni schon ein­mal ver­ra­ten. (sst)

Im Juni unter­stützt uns
Müns­ter gemein­sam gestalten.

Wir, die INITIATIVE STARKE INNENSTADT MÜNSTER, sind ver­ant­wort­li­che Part­ner aus den Berei­chen Han­del, Gas­tro­no­mie und Immo­bi­li­en, um Müns­ter erfolg­reich durch die anste­hen­den inner­städ­ti­schen Ver­än­de­rungs­dy­na­mi­ken zu füh­ren. Ergrei­fen auch Sie die Initia­ti­ve und wer­den Mit­glied oder För­der­mit­glied für eine star­ke Innenstadt.

www.isi-muenster.de

Kurz und Klein

+++ Das Bahn­hofs­vier­tel ist 2022 gewach­sen. Im ver­gan­ge­nen Jahr gab es dort zehn Pro­zent mehr Haus­hal­te als 2021. Was unver­än­dert bleibt, ist die hohe Anzahl der Sin­gle­woh­nun­gen. Drei Vier­tel der Men­schen dort leben allei­ne, das war auch schon in den ver­gan­ge­nen paar Jah­ren so. Zumin­dest laut Sta­tis­tik der Stadt, die auf den Mel­de­da­ten basiert. In der Rea­li­tät dürf­ten es noch mehr sein, schließ­lich hat Ende 2022 das Poha House eröff­net. Dort waren zu dem Zeit­punkt 307 Apart­ments von einer Per­son belegt, die rest­li­chen acht von Paa­ren, teilt Timur Kaya­ci aus dem Unter­neh­men mit. Die Fluk­tua­ti­on sei hoch, das Wohn­kon­zept scheint also eher als Zwi­schen­lö­sung genutzt zu wer­den – von den­je­ni­gen, die es sich leis­ten kön­nen. Etwas mehr als die Hälf­te der Haus­hal­te in ganz Müns­ter wer­den von einer Per­son bewohnt, deutsch­land­weit sind es gut 40 Pro­zent. Falls Sie wis­sen wol­len, wie Sie im Ver­gleich zu ande­ren Men­schen in Deutsch­land woh­nen, schau­en Sie doch mal in die­se inter­ak­ti­ve Gra­fik. (sst)

+++ Vor drei Jah­ren hat die Gro­ße Koali­ti­on die Pfle­ge­aus­bil­dung refor­miert, um den Beruf attrak­ti­ver für Schüler:innen zu machen. Mit der Neue­rung wur­den die drei getrenn­ten Aus­bil­dun­gen in der Alten-, Kran­ken- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge zusam­men­ge­führt. Die neu­es­ten Zah­len des sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes ernüch­tern aber: 2022 haben nur rund 52.000 Men­schen einen Aus­bil­dungs­ver­trag in der Pfle­ge unter­schrie­ben, 4.000 Aus­zu­bil­den­de weni­ger als im Jahr davor. Ins­ge­samt befan­den sich Ende 2022 rund 147.000 Per­so­nen in einer Pfle­ge­aus­bil­dung. Wie sieht das in Müns­ter aus? Ein Bericht aus dem Sozi­al­amt nennt kei­ne aktu­el­len Zah­len für das ver­gan­ge­ne Jahr. Aber: Zwi­schen 2019 und 2021 hat sich die Zahl der Pfle­ge­aus­zu­bil­den­den fast nicht ver­än­dert. Pro Jahr mach­ten in die­sem Zeit­raum unge­fähr 1.600 Men­schen eine Aus­bil­dung in der Pfle­ge. Ein­ge­rech­net sind dabei auch Men­schen, die eine Aus­bil­dung zur Pfle­ge­as­sis­tenz­kraft machen. Ende 2022 hat die Bezirks­re­gie­rung eine neun­te Pfle­ge­schu­le in Müns­ter zuge­las­sen. Die Hoff­nung ist, dass dadurch mehr Men­schen den Beruf ergrei­fen. Pro­blem dabei: Es feh­len Lehr­kräf­te. Der Bericht zeigt dane­ben noch wei­te­re Mög­lich­kei­ten auf, mit denen Müns­ter mehr Men­schen die Pfle­ge­aus­bil­dung schmack­haft machen könn­te. Das sind – Über­ra­schung – alle­samt Maß­nah­men, die ohne­hin allen zugu­te­kom­men: bezahl­ba­rer Wohn­raum, mehr Kita­plät­ze, ein bes­se­rer öffent­li­cher Nah­ver­kehr, eine Will­kom­mens­kul­tur für aus­län­di­sche Arbeits­kräf­te und bes­se­re Berufs­be­ra­tung. Wie es mit der Pfle­ge in Müns­ter bis 2025 wei­ter­geht, kön­nen Sie hier nach­le­sen. (sfo)

+++ Mor­gen beginnt end­lich das lan­ge Oster­wo­chen­en­de, Zeit für einen Aus­flug. Wenn Sie am Wochen­en­de schon ein­mal den Markt in Ensche­de besucht haben, ist Ihnen viel­leicht auf­ge­fal­len, dass nur noch die wenigs­ten Stän­de Bar­zah­lung akzep­tie­ren. Tat­säch­lich hegen unse­re Nachbar:innen in den Nie­der­lan­den eine aus­ge­prägt Abnei­gung gegen­über Hart­geld, nur noch einen von zehn Käu­fen erle­di­gen sie mit Mün­zen und Euro­schei­nen. Aber wie ist das auf dem Wochen­markt in Müns­ter? Dazu ein Anruf bei Sebas­ti­an Buss­mey­er. Der Vor­sit­zen­de des Markt­ver­eins sagt, schon ein Jahr vor Beginn der Coro­na­pan­de­mie hät­ten eini­ge Stän­de begon­nen, auch Kar­ten­zah­lun­gen zu akzep­tie­ren. Inzwi­schen hät­ten knapp die Hälf­te der 110 Markt­stän­de Kar­ten­le­se­ge­rä­te und das kon­takt­lo­se Zah­len wür­de von den Kund:innen auch sehr gut ange­nom­men. Na immer­hin! (sfo)

+++ Die Stadt Müns­ter plant, die Papst-Johan­nes-Schu­le zu ent­las­ten, die ihre Kapa­zi­täts­gren­zen bei der Inklu­si­on erreicht hat. Das geht aus einem Bericht des Schul­am­tes her­vor. Zum einen will die Stadt am Wil­helm-Emma­nu­el-von-Ket­te­ler-Berufs­kol­leg an der Beck­stra­ße eine neue Lern­grup­pe mit fünf­zehn Schüler:innen ein­rich­ten, das kom­men­de Schul­jahr 2023/24 star­te zunächst mit vier bis fünf Schüler:innen. Zum ande­ren will die Stadt an der Papst-Johan­nes-Schu­le Con­tai­ner auf­stel­len, um zeit­wei­se mehr Platz für die Schüler:innen zu schaf­fen. Seit meh­re­ren Jah­ren stei­ge die Schü­ler­zahl mit dem För­der­schwer­punkt geis­ti­ge Ent­wick­lung an, heißt es im Bericht. Die Papst-Johan­nes-Schu­le sei die der­zeit ein­zi­ge För­der­schu­le mit die­sem Schwer­punkt in Müns­ter. Ihre Kapa­zi­tä­ten könn­ten nicht dau­er­haft aus­ge­wei­tet wer­den. Und der Bau einer wei­te­ren För­der­schu­le sei auf­grund der Min­dest­grö­ße von 50 Schüler:innen mit die­sem För­der­schwer­punkt nicht mög­lich. (ast)

+++ Die Stadt­wer­ke haben einen neu­en Finanz­part­ner, der den Glas­fa­ser­netz­aus­bau unter­stützt. Pal­la­dio Part­ners über­nimmt 30 Pro­zent der Glas­fa­ser Müns­ter GmbH & Co. KG, die den Aus­bau mit der Tele­kom zusam­men umsetzt. Die ande­ren 70 Pro­zent hal­ten die Stadt­wer­ke selbst. Der Aus­bau soll bis 2030 160.000 Pri­vat­haus­hal­te betref­fen, zuerst sind die Bau­ge­bie­te Mau­ritz-West, Kin­der­haus-West und Neu­tor dran. Der Glas­fa­ser­aus­bau in Gewer­be­ge­bie­ten, Außen­be­zir­ken und Gebie­ten, deren Ver­sor­gung durch den Netz­an­bie­ter unwirt­schaft­lich ist, ist durch ver­schie­de­ne För­der­pro­gram­me gesi­chert. (sst)

Mal sehen 

Von Schildkröten und Artenschutz

Sie haben sogar Dino­sau­ri­er über­lebt – der Mensch tut nun aller­dings Eini­ges, um den Schild­krö­ten das Leben schwer zu machen. Über die Hälf­te der Schild­krö­ten­ar­ten sind laut einer Stu­die von 2018 bedroht oder aus­ge­stor­ben. Man­che Men­schen küm­mern sich aller­dings dar­um, dass die­se Arten wei­ter­exis­tie­ren und im bes­ten Fall wie­der aus­ge­wil­dert wer­den. Zum Bei­spiel die Tie­re aus dem inter­na­tio­na­len Zen­trum für Schild­krö­ten­schutz in Müns­ter. Foto­graf Mar­tin Schä­fer hat die­sen spe­zi­el­len Teil des All­wet­ter­zoos eini­ge Male besucht und eine Foto­re­por­ta­ge kon­zi­piert. Sie ist im Rah­men eines Semi­nars am Design-Fach­­be­­reich der FH Müns­ter unter der Lei­tung von RUMS-Foto­­­graf Niko­laus Urban ent­stan­den. Die bes­ten Fotos ver­öf­fent­li­chen wir nach und nach bei RUMS.

Zum Bei­trag

Wie es zu Ende ging – mit der Winternothilfe

End­lich Son­ne in Müns­ter. Nach­dem es die ver­gan­ge­nen Tage fast durch­gän­gig gereg­net hat, ist es wie­der tro­cken, aber immer noch kalt. Heu­te Vor­mit­tag lag die Tem­pe­ra­tur zeit­wei­se bei -1 Grad Celsius.

Das schö­ne Wet­ter ist aber nicht für alle ein Grund zur Freu­de. Die Käl­te dürf­te Men­schen, die auf der Stra­ße leben, immer noch zu schaf­fen machen. Am Sams­tag ist aller­dings die Win­ter­not­hil­fe der Stadt Müns­ter aus­ge­lau­fen. Die Stadt orga­ni­siert im Win­ter zusam­men mit der Bischof-Her­mann-Stif­tung fünf­zehn beheiz­te Wohn­con­tai­ner am Albers­lo­her Weg, in denen obdach­lo­se Män­ner über­nach­ten kön­nen. Ziel des Pro­jekts ist es, Obdach­lo­se vor dem Erfrie­ren zu bewah­ren. Über das Käl­te­schutz­pro­gramm hat­te Sebas­ti­an Fob­be Anfang März berich­tet.

So ausgelastet wie noch nie

Wie sieht das Fazit aus? In die­sem Win­ter ist das Pro­jekt so stark aus­ge­las­tet gewe­sen wie noch nie, sagt Tho­mas Mühl­bau­er vom Haus der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe, das die Win­ter­not­hil­fe koor­di­niert. Durch­schnitt­lich drei­ßig Män­ner hät­ten jede Nacht in den Con­tai­nern geschla­fen. An vie­len Tagen waren sogar mehr als vier­zig Bet­ten belegt.

Jeder der fünf­zehn Con­tai­ner hat vier Schlaf­plät­ze, rein rech­ne­risch ist also Platz für sech­zig Hil­fe­su­chen­de. Die Pro­jekt­lei­tung kal­ku­liert aber zunächst mit vier­zig Bet­ten, damit die Obdach­lo­sen nicht zu beengt unter­ge­bracht werden.

Am letz­ten Tag der Win­ter­not­hil­fe waren noch unge­fähr zwan­zig Bet­ten belegt. „Wir haben für alle aber Anschluss­mög­lich­kei­ten gefun­den“, sagt Mühl­bau­er. Vie­le der ehe­ma­li­gen Con­tai­ner­be­woh­ner kön­nen in der Not­schlaf­stel­le der Bischof-Her­mann-Stif­tung über­nach­ten, ande­re haben einen Platz im Haus der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe bekom­men. Ein Teil der Über­nach­tungs­gäs­te stam­me aus dem Aus­land und habe Müns­ter schon wie­der verlassen.

Längere Laufzeit und Hilfe im Sommer

Die Bischof-Her­mann-Stif­tung wer­tet die Win­ter­not­hil­fe nun mit der Stadt aus. Es gebe aber schon jetzt eini­ge Punk­te, bei denen Tho­mas Mühl­bau­er Ver­bes­se­rungs­be­darf sieht. Das ist vor allem die Lauf­zeit des Pro­jekts. Die ver­gan­ge­nen Tage haben gezeigt, dass Obdach­lo­se auch im April noch Schutz vor Käl­te und Näs­se brau­chen. In Ham­burg läuft das Win­ter­not­pro­gramm aus die­sem Grund zum Bei­spiel weiter.

Das Haus der Woh­nungs­lo­sen­hil­fe hat außer­dem eine mobi­le Käl­te­hil­fe ins Leben geru­fen: Stu­den­ti­sche Hilfs­kräf­te suchen im Win­ter Men­schen auf der Stra­ße auf, sobald die Tem­pe­ra­tu­ren nachts den Gefrier­punkt errei­chen. Sie bie­ten hei­ße Geträn­ke an und machen auf Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten aufmerksam.

Etwas Ähn­li­ches kann sich Tho­mas Mühl­bau­er auch für den Som­mer vor­stel­len: Mit­ar­bei­ten­de könn­ten gezielt auf Woh­nungs­lo­se zuge­hen, um ihnen Was­ser, Son­nen­creme und Cap­pys anzu­bie­ten. Über die­se Idee spricht die Bischof-Her­mann-Stif­tung Ende April mit der Stadt. Die Ein­rich­tung eines Wet­ter­schutz­teams, das bei Hit­ze und Käl­te aus­rückt, war bereits The­ma im Sozi­al­aus­schuss. (sfo)

Ein­la­dung Meet & Greet mit Gun­nar Fehl­au, Chef vom „Pres­se­dienst Fahrrad“

… ein Jahr ist Gun­nar mit Sack, Pack und Zelt – und mit sei­nem „Büro“ – auf einem Las­ten­rad kreuz und quer durch Deutsch­land unter­wegs und nun bei uns zu Gast in Müns­ter. Ver­rückt? Cool? Auf jeden Fall span­nend! Komm vor­bei, Du bist herz­lich eingeladen!

12. April, 19 Uhr, am Prin­zi­pal­markt 41

Anmel­dun­gen erbe­ten: team@drahtesel-muenster.de

Wir freu­en uns auf Dich! Dein DRAHTESEL-Team

Klima-Update

+++ Die Ver­wal­tung der Stadt Müns­ter ent­schei­det am 3. Mai dar­über, ob pri­va­te Anbieter:innen auf öffent­li­chen Flä­chen Lade­säu­len für E-Autos errich­ten dür­fen. Bis­her ist das nur auf pri­va­ten Grund­stü­cken mög­lich, etwa auf Fir­men­ge­län­den (RUMS-Brief). Laut einem Rats­pa­pier soll die Stadt im Anschluss 64 Stand­or­te aus­schrei­ben, an denen pri­va­te Anbieter:innen ihre Lade­säu­len errich­ten kön­nen. Die­se ergän­zen die 31 Lade­säu­len, die die Stadt­wer­ke bis­her (teil­wei­se) auf­ge­stellt haben. (ast)

+++ Am Mon­tag waren laut Pres­se­mit­tei­lung der Stadt erst 83 Oster­feu­er in Müns­ter ange­mel­det, mitt­ler­wei­le sei­en es 193, schreibt uns das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­amt. Damit erreicht die Zahl der Oster­feu­er fast wie­der Vor-Coro­na-Niveau: 2019 wur­den 255 Oster­feu­er abge­fa­ckelt. Mit Blick aufs Kli­ma kei­ne erfreu­li­che Ent­wick­lung. (ast)

+++ Ver­gan­ge­nen Frei­tag hat Sven­ja Stüh­mei­er die Beschlüs­se des Koali­ti­ons­aus­schus­ses kurz zusam­men­ge­fasst (RUMS-Brief): Die Bun­des­re­gie­rung aus SPD, Grü­nen und FDP möch­te zum Bei­spiel mehr Geld in den Schie­nen­ver­kehr und den Natur­schutz ste­cken, aber gleich­zei­tig auch den Aus­bau von 144 Auto­bahn­stre­cken beschleu­ni­gen, indem etwa kei­ne Umwelt­prü­fung mehr statt­fin­den soll. Vie­le Ver­bän­de reagier­ten dar­auf empört, die deut­sche Umwelt­hil­fe spricht gar von einer „Anti-Kli­ma­schutz-Koali­ti­on“ mit einem „Kli­ma­ka­ta­stro­phen­kanz­ler“ an der Spit­ze. Nun erhal­ten die Ver­bän­de Rücken­de­ckung von über 240 Per­so­nen aus Poli­tik, For­schung und Reli­gi­on. Sie wen­den sich mit einem „Kli­ma-Appell“ an Kanz­ler Olaf Scholz, in dem sie die Ampel zu mehr Bemü­hun­gen im Kli­ma­schutz auf­for­dern. Ein paar For­de­run­gen der Unterzeichner:innen: ein schnel­le­rer Aus­bau der sich erneu­ern­den Ener­gien, mehr Tem­po bei der Gebäu­de­däm­mung, Mobi­li­tät ohne fos­si­le Brenn­stof­fe und mehr Bemü­hun­gen, Ener­gie zu spa­ren. Vertreter:innen aller demo­kra­ti­schen Par­tei­en haben den offe­nen Brief unter­schrie­ben, dar­un­ter Bonns grü­ne Ober­bür­ger­meis­te­rin Kat­ja Dör­ner, der stell­ver­tre­ten­de Par­tei­chef der Lin­ken Lorenz Gös­ta Beu­tin und auch RUMS-Kolum­nist Ruprecht Polenz von der CDU. (sfo)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Mor­gen fin­det am Kie­pen­kerl­denk­mal eine Gedenk­ver­an­stal­tung für die Anwoh­nen­den statt, bei der der Opfer der Amok­fahrt vom 7. April 2018 gedacht wird. (Anten­ne Müns­ter)

+++ Heu­te soll der Pfer­de­t­reck mit der Frie­dens­glo­cke in Osna­brück ankom­men. (WDR)

+++ Obwohl vie­le Unter­neh­men hän­de­rin­gend nach Fach­kräf­ten suchen, sind immer noch mehr als 2.000 Aus­bil­dungs­plät­ze im Müns­ter­land unbe­setzt. (Arbeits­agen­tur Ahlen-Müns­ter)

+++ Die Skulp­tur von Paul Wulf kehrt nach dem Umbau des Ser­va­tii­platz an ihren alten Platz zurück. (Stadt Müns­ter)

Sport- und Bil­dungs­ver­ein Move and Meet e. V.

Unse­re Ange­bo­te ori­en­tie­ren sich an den Bedar­fen von Frau­en und Mäd­chen mit Migra­ti­ons- und Flucht­er­fah­rung. Die Freu­de an Bewe­gung, der Kon­takt mit­ein­an­der und das Stär­ken der phy­si­schen und men­ta­len Gesund­heit ste­hen bei uns im Fokus. Wir enga­gie­ren uns für siche­re (Sport-)Räume und eine dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­ble Hal­tung im Sport.

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Der Bud­dha Palace an der Von-Esmarch-Stra­ße 18 ist ein rich­ti­ger Hin­gu­cker, allein schon die Ein­rich­tung besticht durch ein schi­ckes RUMS-Oran­ge. Aber auch geschmack­lich hat das Restau­rant eini­ges zu bie­ten: Der Bud­dha Palace ser­viert indisch-nepa­le­si­sche Küche in unter­schied­li­chen Schär­fe­gra­den. Beson­ders emp­feh­len kön­nen wir das Vege­ta­ble Kor­ma, eine bun­te Gemü­se­pfan­ne mit Cas­hews und Rosi­nen in einer mil­den Cur­ry­so­ße. Dazu gibt es zur Abküh­lung Bas­ma­ti­reis und Man­go-Las­si. Klei­ner Spar­tipp: Wer die Spei­sen abholt und zu Hau­se isst, bekommt 20 Pro­zent Rabatt.

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Drinnen und Draußen

Heu­te beginnt das lan­ge Oster­wo­chen­en­de. Sebas­ti­an Fob­be und Fabi­an Cohrs haben für Sie recher­chiert, was man alles Schö­nes unter­neh­men kann (trotz Tanz­ver­bot von heu­te, 18 Uhr, bis Sams­tag, 6 Uhr, in Nordrhein-Westfalen):

+++ Die blaue Kera­mik aus dem nie­der­län­di­schen Städt­chen Delft ken­nen Sie ganz bestimmt. Die Geschich­te hin­ter den hüb­schen Vasen, Tel­lern und Scha­len ist ganz wit­zig: Im 17. Jahr­hun­dert began­nen Keramiker:innen aus Delft damit, Por­zel­lan aus Chi­na und Japan nach­zu­ah­men. Die­se Pla­gia­te waren so beliebt, dass chi­ne­si­sche Manu­fak­tu­ren wie­der­um das Delf­ter Blau abkup­fer­ten. Im Haus der Nie­der­lan­de stellt der Künst­ler Andre­as Kopp aus Pader­born sei­ne zeit­ge­nös­si­sche Inter­pre­ta­ti­on der Delf­ter Kera­mik aus. Unter der Woche ist die Aus­stel­lung von 12 bis 18 Uhr, am Wochen­en­de von 10 bis 16 Uhr geöff­net. Der Ein­tritt ist frei.

+++ Am Sams­tag jährt sich Pablo Picas­sos Todes­tag zum 50. Mal. Bis zum 7. Mai wid­met das Picas­so Muse­um sei­nem Namens­ge­ber eine Jubi­lä­ums­aus­stel­lung mit dem Titel „Zum Zei­gen gege­ben“, die Teil einer welt­wei­ten Ver­an­stal­tungs­rei­he ist. Im Fokus der Aus­stel­lung steht das Spät­werk aus den letz­ten zwan­zig Jah­ren sei­nes Lebens. Tickets bekom­men Sie hier. Das Muse­um hat über Ostern ganz nor­mal zwi­schen 10 und 18 Uhr geöffnet.

+++ Im Wolf­gang-Bor­chert-Thea­ter am Hafen wird im Moment das Stück „Die zwei Päps­te“ auf­ge­führt. Ein Stück über einen Macht­wech­sel im Vati­kan, Kor­rup­ti­on, Miss­brauch und Miss­wirt­schaft und die Fra­ge, wer ein geeig­ne­ter Nach­fol­ger für Papst Bene­dikt XVI. sein könn­te. 2019 wur­de das Stück sogar von Net­flix ver­filmt. Für die Auf­füh­rung im Bor­chert-Thea­ter gibt es hier noch ein paar Kar­ten. Die Vor­stel­lung beginnt am Sonn­tag um 18 Uhr.

+++ Die Metro Rock­bar wird 32 Jah­re alt. Zwar kein run­der Geburts­tag, aber Grund genug für eine Par­ty am Oster­sonn­tag im Ska­ters Palace mit 320 Bechern Frei­bier. Die Kar­ten kos­ten 10 Euro, der Ein­lass ist um 22 Uhr.

+++ Viel­leicht doch lie­ber was Fami­li­en­freund­li­ches? Am Oster­sonn­tag lädt das Park­ho­tel Wien­burg zu einem Fami­li­en­nach­mit­tag mit Hüpf­burg, Stock­brot und Oster­feu­er für Kin­der ein. Am spä­te­ren Abend gibt es für die Erwach­se­nen auch Essen, Geträn­ke und Musik und Tanz. Der Ein­tritt ist frei, los geht es ab 16:30 Uhr.

+++ Zum Schluss noch ein Tipp für die Zeit nach Ostern: Unse­re Kolum­nis­tin Mari­on Lohoff-Bör­ger bie­tet im Ben­no­haus einen Kurs im krea­ti­ven Schrei­ben an, der ab dem 17. April immer mon­tags ab 18 Uhr statt­fin­det. Drei Plät­ze sind noch frei.

Am Sonn­tag fällt die Kolum­ne krank­heits­be­dingt lei­der aus. Post gibt es wie­der wie gewohnt am Diens­tag. Dann schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wün­sche Ihnen schö­ne und vor allem ent­spann­te Feiertage.

Herz­li­che Grü­ße
Sven­ja Stühmeier

Mit­ar­beit: Fabi­an Cohrs (fco), Sebas­ti­an Fob­be (sfo), Jan Gro­ße Nobis (jgn), Anto­nia Strot­mann (ast)
Lek­to­rat: Lisa Mensing

PS

Erin­nern Sie sich an 1964, als die Beat­les auf ein­mal in Müns­ters Innen­stadt auf­tauch­ten? Nein, nicht das Roof­top Con­cert, das war in Lon­don (an die­ser Stel­le eine war­me Emp­feh­lung für einen Film­abend mit „The Beat­les: Get Back“, falls Sie die Doku noch nicht ken­nen). Die Band stand eines schö­nen April­ta­ges plötz­lich in einem Schau­fens­ter an der Lud­ge­rist­ra­ße, das zum Kauf­haus Hett­la­ge gehör­te. Zumin­dest ihre Man­ne­quin-Dou­bles. Die pas­sen­de Musik spiel­te natür­lich auch aus den Laut­spre­chern, und Grou­pies prä­sen­tier­ten die damals aktu­el­le Damen­mo­de. Das Foto kön­nen Sie ab dem 14. April auch im Groß­for­mat im Schau­fens­ter des Stadt­mu­se­ums an der Salz­stra­ße betrach­ten. (sst)