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Ein Skelett für gutes Essen | Unbezahlte Werbung: Millie Backstube | RUMS 6 Monate lang für nur 1 Euro lesen!

Guten Tag,
die Ratssitzung am Mittwoch war schon außergewöhnlich. Am bisher heißesten Tag des Jahres waren so viele Zuschauer:innen in den Rathausfestsaal gekommen, wie das sonst nur selten der Fall ist.
Das war auch dem trotz der Hitze gut gelaunten Oberbürgermeister aufgefallen, der die Sitzung zum vorletzten Mal in seiner Amtszeit leitete. Zu Beginn begrüßte Markus Lewe die Eltern und Kinder, die zahlreich im Festsaal erschienen waren. Für Familien aus Münster standen diesmal zwei besonders interessante Punkte auf der Tagesordnung: das Mecklenbecker Familienzentrum „Maria Aparecida“ und das Schulbauprogramm.
Was die Ratsleute besprochen und beschlossen haben, schreibe ich Ihnen weiter unten. Jetzt möchte ich aber kurz noch auf das Skelett eingehen, das wenige Momente vor der Sitzung vor dem Rathaus stand. Das hatte auch etwas mit den Schulen und Kitas in Münster zu tun, allerdings ging es da nicht um Gebäude und Betreuungsplätze, sondern um ein anderes Thema.
Nämlich um die Verpflegung. Drei ernährungspolitische Initiativen aus Münster hatten das Skelett aufgebaut, weil sie der Verwaltung vorwerfen, einen Bürgerantrag zu verschleppen. Das Bündnis hatte schon 2022 angeregt, in den Schulen und Kitas eine gesunde und klimaverträgliche Verpflegung anzubieten.
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Genauer gesagt: Die Gemeinschaftsverpflegung sollte bestenfalls ausschließlich aus ökologischen, saisonalen und regionalen Produkten bestehen. Importware wie Kakao, Bananen oder Orangensaft sollte vollständig aus Fair Trade stammen. Perspektivisch soll sich der Bio-Anteil der 11.000 Gerichte, die montags bis freitags in den Schulen und Kitas serviert werden, auf 100 Prozent erhöhen (Genaueres lesen Sie hier).
Drei Jahre, nachdem das Ernährungsbündnis seinen Antrag gestellt hat, habe sich der Rat noch nicht ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen können, weil die Verwaltung den Antrag verschleppe, heißt es. Das sei mutlos. Mehr als Marketing betreibe die Stadt mit Labels wie „Biostadt“ oder „Fair Trade Town“ dann wohl doch nicht.
Das Skelett sollte deshalb den stillen Tod verdeutlichen, den der Bürgerantrag in den Verwaltungsmühlen gestorben sei. Wir haben uns heute Morgen bei der Stadt erkundigt, wie der Stand der Dinge ist und wann die Ratspolitik mit einer Vorlage rechnen kann. Eine Antwort haben wir kurz vor dem Wochenende nicht mehr bekommen. Wir reichen sie aber nach, sobald die E-Mail von der Stadt hier ankommt. (sfo)

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+++ Der Galerist Claus Steinrötter, Vater unseres RUMS-Kolumnisten Kolja Steinrötter, ist im Alter von 82 Jahren in Münster gestorben. (Westfälische Nachrichten, RUMS-Kolumne, Nachruf Adam Riese)
+++ Die Direktverbindung mit dem Intercity von Münster nach Frankfurt steht auf der Kippe und könnte Ende 2026 eingestellt werden. (Westfälische Nachrichten)
+++ Masematte ist jetzt offiziell bundesweit als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. (Westfälische Nachrichten)
+++ Zwei Firmen aus Ahaus übernehmen das gescheiterte Bauprojekt in Gievenbeck und wollen dort unter dem Namen „Oxford-Höfe“ Wohnungen bauen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Das zentrale Element des Siegerentwurfs für ein neues Stadtquartier an der Steinfurter Straße ist ein zentraler Park mit viel Grün. (Stadt Münster)
+++ Zwei soziale Projekte in Münster bekommen über 500.000 Euro aus Spielbank-Gewinnen – unter anderem für einen Duschbus für obdachlose Menschen. (MdL Simone Wendland, CDU)
+++ In den Sommerferien gibt es in Münster über 80 Angebote für Kinder und Jugendliche. (Stadt Münster)
+++ Zum 800. Jubiläum des Paulus-Doms zeigt das Bistum seinen wertvollen Domschatz erstmals komplett – aber nur bis Sonntag. (WDR)
+++ SPD-Ratsfrau Sandra Beer will Bezirksbürgermeisterin in Münsters Südosten werden und tritt damit bei der Kommunalwahl gegen den amtierenden CDU-Mann Peter Bensmann an. (Westfälische Nachrichten)
+++ Der bisherige Pressesprecher Andrés Heinemann wird zum Jahreswechsel Geschäftsführer des Flughafens Münster/Osnabrück. (Flughafen Münster/Osnabrück)
Wer gerne Brot isst, macht wahrscheinlich einen persönlichen Unterschied zwischen „Brot“ und „gutem Brot“. Wir vermuten: Die Brote aus der Backstube Millie am Hansaring fallen für viele in letztere Kategorie. Das Weizensauerteigbrot zum Beispiel wird ohne industrielle Hefe hergestellt und ist dadurch laut Bäckerei besonders aromatisch und bekömmlich. Für den süßen Zahn gibt es ebenfalls eine große Auswahl. Testen Sie doch mal die veganen Zimtschnecken. Und falls es besonders herzhaft sein darf: Frische Focaccia gibt’s auch. Gemütlich ist die Backstube übrigens auch: Drinnen und draußen können Sie mit Frühstücksstulle, Kaffee und Snacks verweilen. Millie Backstube hat dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Svenja Stühmeier in die Veranstaltungskalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Heute Abend spielt die deutsche Fußballnationalmannschaft ihr erstes Spiel während der Europameisterschaft der Frauen. Anstoß ist um 21 Uhr. Falls Sie mit anderen zusammen schauen wollen: Übertragen wird zum Beispiel in der Haifischbar (öffnet um 19 Uhr). Und falls Sie weitere Orte kennen, an denen man gemeinsam EM schauen kann, schreiben Sie uns gerne!
+++ Am Begegnungszentrum in der Meerwiese in Coerde steigt Samstag ab 14 Uhr die Coerdinale. Bei dem Kulturfest gibt es neben Live-Musik von unterschiedlichen Acts zum Beispiel einen Graffiti-Workshop und Kinderschminken. Clown Fidelidad ist ebenfalls unterwegs. Die Teilnahme kostet nichts.
+++ Falls Sie eher im Süden der Stadt unterwegs sind: Samstag findet ab 10 Uhr ebenfalls das Hansafest statt – richtig, im Hansaviertel. Stromern Sie einfach mal durch die Straßen und entdecken Sie, was Schönes angeboten wird. Einen ersten Überblick bietet diese Karte.
+++ Samstag um 11 Uhr startet offiziell das Wissenschaftsfestival Schlauraum. Bis zum 11. Juli können Sie in der Stadt Wissensstände entdecken und viel Neues an den unterschiedlichen Thementagen dazulernen. Sicherlich wollten Sie schon immer mal Yoga auf dem Prinzipalmarkt machen, eine Vorlesung in einem Open-Air-Hörsaal verfolgen oder einen 20 Meter langen begehbaren Darm erkunden, oder? Das vollständige Programm finden Sie hier.
+++ Nach zehn Jahren Planung füllt sich das genossenschaftliche Wohnprojekt „Grüner Weiler“ auf dem Gelände der früheren Oxford-Kaserne mit Leben. Zum Start gibt’s eine große Feier: morgen (Samstag) von 10 bis 22 Uhr und übermorgen von 14 bis 17 Uhr – mit Führungen, Musik, Vorträgen, Essen und einem Flohmarkt. Adresse: Gumprichstraße 44.
+++ Am Sonntag lädt das Mühlenhof-Freilichtmuseum zum ersten Mühlenhof-Familienfest ein – mit Spiel, Spaß und Programm für Groß und Klein. Das Fest läuft von 10 bis 18 Uhr. Weitere Infos hier.
+++ Es gibt noch ein paar Plätze beim feministischen Stadtrundgang, den das Frauen:referat des Asta organisiert. Während der Tour werden Sie einiges über kämpferische Münsteranerinnen lernen. Los geht es Sonntag um 11:30 Uhr vor dem Fürstenberghaus. Hier können Sie sich anmelden.
+++ Und heute ist langer Abend im Kreuzviertel. Tipp: Bei unserem RUMS-Kolumnisten Christian Vechtel im Laden (Finkenstraße 52) gibt’s ab 19 Uhr Musik von DJ Bim Bam. Was heute Abend im Kreuzviertel sonst noch los ist, steht hier.
Eine Stunde lang stritt der Stadtrat am Mittwoch über den Schulbau. Die CDU suchte die Schuld bei den Grünen. Doch die Mehrheit im Rat zeigte auf jemand anderen.
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Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!
Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe
Mitarbeit: Anna Niere (ani), Ralf Heimann (rhe), Svenja Stühmeier (sst), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Eine alte journalistische Weisheit besagt: Kein Sommerloch ohne Sommerlochtier. Das Kalb, das Anfang der Woche durch den Wienburgpark getrabt ist, wird es voraussichtlich leider nicht (RUMS-Brief). Denn gerade treiben aufmüpfige Welse im mittelfränkischen Brombachsee bei Nürnberg ihr Unwesen, die medial doch deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen haben als unser kleines Kälbchen. Ende Juni hat ein zwei Meter großer und 90 Kilo schwerer Wels innerhalb von zwei Stunden fünf Badegäst:innen in den Fuß gebissen. Die Betroffenen erlitten Biss- und Fleischwunden, berichtet die Polizei, die an Ort und Stelle gerufen wurde. Ein Polizist erschoss schließlich den Riesenwels, was im Internet für ordentlich Empörung, aber auch Spott sorgte. Später hat ein Restaurant den bissigen Wels mit Kartoffeln und Sommergemüse serviert. Jetzt, wo sich das Sommerloch kurz geschlossen hat, griff gestern ein weiterer Wels einen Badegast an und biss diesmal in den Arm. Droht uns jetzt die Invasion der Killerwelse? Auf diese Frage des „Spiegels“ sagte der Fischereiprofessor Robert Arlinghaus: Nein. Welse seien ungefährlich, ihre Bisse richteten kaum Schaden an und man müsse schon Pech haben, wenn man gebissen wird. Zudem seien sie nur aggressiv, wenn sie gelaicht haben und ihre Nester verteidigen. Das ist im Moment der Fall. Unser Tipp: Seien Sie in den kommenden Wochen einfach vorsichtig beim Schwimmen. Aber glücklicherweise gibt es in Münster ja eh keinen Badesee. (sfo)



