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Guten Tag,
drei Jahre ist es her, da kündigte die Stadt Münster per Presse-Info ein neues Vorzeigeprojekt an: das Arbeiterwohnhaus am Domplatz.
Zusammen mit dem LWL und der Bischof-Hermann-Stiftung eröffnete die Stadt im Borromaeum, dem bischöflichen Priesterseminar, eine WG für vier Männer, die „zwar dank einer Erwerbstätigkeit über ein geregeltes Einkommen verfügen, aber trotzdem keinen geeigneten Wohnraum finden“. Wir berichteten damals ausführlich über das Projekt (RUMS-Brief).
Vor Kurzem erfuhren wir zufällig, dass es das Arbeiterwohnhaus im Borromaeum schon seit einem Jahr nicht mehr gibt. Das Bistum hat die Räume wieder in Anspruch genommen, weil es mehr Büros für die Verwaltung schaffen musste. Eine Pressemitteilung über das Ende des Wohnprojekts für Wohnungslose mit Job haben weder die Stadt noch das Bistum oder der LWL verschickt.
Vergangenen Freitag sagte Thomas Mühlbauer, Leiter des Hauses der Wohnungslosenhilfe (HdW) an der Bahnhofsstraße, am Telefon, das Arbeiterwohnhaus sei ein überaus erfolgreiches Projekt gewesen. Mühlbauer und sein Team betreuten die dort lebenden Männer, um sie auf der Suche nach einer Anschlusswohnung und bei anderen Problemen zu unterstützen. Das Ende des Arbeiterwohnhaus am Domplatz kam überraschend.
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Allerdings habe das Bistum schnell einen alternativen Standort für das Projekt an der Schützenstraße organisieren können. Das ist die gute Nachricht aus dem Telefonat mit Thomas Mühlbauer. Die schlechte ist: Immer wieder landen Berufstätige in Münster auf der Straße. Laut Mühlbauer sei das eines der größten Probleme zurzeit in der Wohnungslosigkeit.
Die Bischof-Hermann-Stiftung hat deshalb extra für Wohnungslose mit Job eine Etage in der Notschlafstelle an der Friedrich-Ebert-Straße eingerichtet, sagt Mühlbauer. Diese Form der Unterbringung sei wichtig, damit Berufstätige ihre Arbeitsplätze halten können. Wer in einem Raum mit suchtkranken oder psychisch erkrankten Personen untergebracht ist, habe es deutlich schwieriger, sagt Mühlbauer. Anders als im Arbeiterwohnhaus sei dort aber eine individuelle Begleitung eine Herausforderung.
Insgesamt hat die Notschlafstelle 36 Plätze für arbeitende Wohnungslose. Diese seien im Grunde dauerbesetzt, sagt Thomas Mühlbauer vom HdW. Punkt, keine Pointe. (sfo)
Hybrid-Veranstaltung 08. September 2025, 19:00 Uhr
Der große RUMS-OB-Kandidaten-Check | Was wollen die, die regieren wollen?
„Wir müssen reden“ (#14)
Wer wird neuer Oberbürgermeister für Münster? Darüber entscheiden Sie bei der Kommunalwahl am 14. September. Die besten Chancen haben Georg Lunemann (CDU), Stephan Brinktrine (SPD) und Tilman Fuchs (Grüne). Aber was haben sie vor? Was wollen sie erreichen? Was ist ihnen wichtig? Das werden wir die drei Kandidaten fragen.
Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, aber wir führen eine Warteliste und es rücken immer wieder Interessent:innen nach. Wenn Sie gern live vor Ort dabei sein möchten, melden Sie sich bitte hier an – vielleicht ergattern Sie ja noch einen Platz.
Falls Sie nicht vor Ort dabei sein können: Wir übertragen die Veranstaltung live per Zoom. Den Zoom-Link finden Sie auf unserer Veranstaltungsseite.

Anonymer Briefkasten
Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Das Lehrschwimmbecken im Ostbad muss repariert werden und bleibt bis zum 8. September geschlossen. (Stadt Münster)
+++ Die Kulturveranstaltung „westöstlicher Diwan“ wird um zwei Wochen verschoben, weil dieses Wochenende das Wetter schlecht werden soll. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Polizei konnte einen Drogendealer festnehmen, weil seine Kopfhörer geortet werden konnten. (Polizei Münster)
+++ In der ersten Jahreshälfte haben im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr Tourist:innen in Münster übernachtet. (Stadt Münster)
+++ Die Baustelle zur Umgehungsstraße an der Warendorfer Straße ist fertig, also wieder freie Fahrt. (Antenne Münster)
+++ Die Abfallwirtschaftsbetriebe haben 970 Sauberkeitspat:innen, also Freiwillige, die sich für ein sauberes Münster einsetzen wollen. (AWM auf Instagram)
Der heutige Tipp stammt von einem unserer Leser, der fest überzeugt ist, dass es hier das beste türkische Fladenbrot in ganz Münster gibt: Es geht um die Lider-Bäckerei an der Grevener Straße 220 im ADA-Supermarkt, also ein echter Geheimtipp. Der Leser schreibt: „Den Unterschied merkt man sofort.“ Wir können bestätigen: Das Brot schmeckt wirklich gut! Wenn Sie demnächst grillen oder eine Beilage für ein orientalisches Rezept suchen, können wir Ihnen einen Besuch in der Lider-Bäckerei nur empfehlen.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Katja Angenent hat ein paar Empfehlungen für Sie gesammelt:
+++ Wenn Sie spontan sind und wissen möchten, was sich mögliche künftige Oberbürgermeister für den Verkehr und seine Entwicklung in Münster wünschen, kommen Sie doch gleich um 19 Uhr ins 1648. Dort sprechen zwei Kandidierende, nämlich Tilmann Fuchs (Grüne) und Stephan Brinktrine (SPD), auf Einladung des VCD über die Möglichkeiten einer Mobilitätswende. Thematisch noch etwas breiter aufgestellt ist das Klimaforum zur Kommunalwahl, das am Freitag um 19 Uhr im Forum der VHS stattfindet. Dort stehen Ihnen auf Einladung der „Christians for Future“ an sieben Thementischen Kommunalpolitiker:innen zu einzelnen Aspekten des Klimaschutzes Rede und Antwort – unter anderem geht es auch dort um Verkehr und Mobilität. Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei.
+++ Falls Sie die Ausstellung zum Thema „Gene“ im Naturkundemuseum noch nicht gesehen haben, bietet sich am morgen eine gute Gelegenheit. Dann ist der Eintritt nämlich von 9 bis 18 Uhr frei.
+++ Noch ein Tipp für morgen, für 18 Uhr: Dann wird im Foyer der VHS die Jahresausstellung für Fotografie eröffnet. Noch bis zum 27. September sind 60 ausgewählte Bilder zu sehen. Samstags führen zudem die Fotograf:innen von 11 bis 15 Uhr durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei.
+++ Am Donnerstag um 18 Uhr spricht Künstlerin Pauline Stopp mit Kuratorin Jana Peplau im Westfälischen Kunstverein über ihre aktuelle Ausstellung „Love is Magic“, in der sie sich mit verschiedenen Formen der Liebe auseinandersetzt. Freier Eintritt!
+++ Am Freitag um 19:30 Uhr beginnt die Grand Tour Westfalen von Baddabäm!, der Samstagabendshow für parapolitische Unterhaltung. Die erste Show findet in der B-Side statt, Thema ist die große Frage: „Was isst Westfalen?“. Zu Gast sind unter anderem die Ernährungspsychologin Laura Grosse, die Ökotrophologin Yvonne Waschitzeck und der Koch Elias Eckel. Dazu gibt’s wie immer jede Menge Glanz und Glamour, unter anderem mit Musik, Tanz und einer Nachrichtenshow, die von RUMS-Redakteur Sebastian Fobbe moderiert wird. Eine Karte kostet 11, 22 oder 33 Euro und ist hier zu bekommen. Die Show in der B-Side ist die einzige in Münster für diese Baddabäm!-Staffel. Danach geht’s weiter nach Lüdinghausen, Emsdetten und Bocholt.
Und sonst?
Auf Münsters Ausgehmeile darf man abends Bier trinken – aber nur noch unter Auflagen. Anwohner:innen beschweren sich regelmäßig über das Nachtleben am Hansaring und bekommen Recht von der Stadt. Aber was ist eigentlich mit den anderen?
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Am Freitag schreibt Ihnen Anna Niere. Haben Sie eine schöne Woche!
Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe
Mitarbeit: Anna Niere (ani), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Wenn ich im Urlaub bin, schreibe ich unwahrscheinlich gerne Postkarten. In den meisten Fällen kommen die Karten auch an, manchmal gehen sie auf dem Weg aber auch verloren. Zum Glück ist mir aber noch nie das passiert, was ein Mann aus Münster jetzt erlebt hat. Der Zoll hat ein Päckchen von seiner Familie aus den USA einkassiert, in dem die Beamt:innen Steinkorallen fanden. Die Einfuhr der Korallen nach Deutschland ist aber verboten. Kann man nicht unbedingt wissen. Jetzt entscheidet das Bundesamt für Naturschutz, wie es mit den Korallen weitergeht. So viel Stress für ein Souvenir…


