Warum lahmt der Busverkehr? | Unbezahlte Werbung: OneFootball-App | Prämien-Aktion: Jetzt RUMS-Abo abschließen und Freund:innen werben

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

Guten Tag,

wenn über die Verkehrswende diskutiert wird, ist das beliebteste Argument gegen Veränderungen jeglicher Art: Erstmal müssen wir echte Alternativen schaffen.

Der kleine Haken: Eine gleichwertige Alternative zum Auto, die zu jeder beliebigen Zeit vor der Haustür losfährt und in der man im eigenen Abteil rauchend und singend direkt bis zum Ziel fahren kann, wird es wahrscheinlich nie geben. Das ist gut für das beliebte Argument, das aller Voraussicht nach noch ein langes Leben vor sich hat. Aber es ist schlecht für die Verkehrswende.

Eine neue Greenpeace-Studie zeigt, dass das Bus- und Bahnangebot in Münster, das mit ein paar Abstrichen eine Alternative sein könnte, sich nur langsam verbessert. Das ist die schlechte Nachricht. Doch es verbessert sich schneller als in anderen Städten. Das ist die gute.

Abo-Aktion RUMS+1

Abo buchen, RUMS weiterempfehlen und tolle Prämien bekommen!

Prämie von data unplugged

Machen Sie mit bei unserer RUMS+1-Abo-Aktion! Schließen Sie dafür zuerst unser Abo für nur einen Euro ab und werben Sie dann eine weitere Person für RUMS: +1 also.

Als Dankeschön haben wir großartige Prämien für Sie. Zu unseren ganz besonderen Prämien zählen Tickets für das data:unplugged Festival mit inspirierenden Vorträgen und intensivem Networking. Mit Live-Musik wie unter anderem von Jan Delay und einzigartiger Festival-Atmosphäre. Dafür müssten Sie sich allerdings ein bisschen ins Zeug legen, diese Prämie gibt es, wenn Sie 8 Personen geworben haben.

Aber keine Sorge, wir haben noch viele andere tolle Prämien für Sie, auch wenn Sie weniger Abos werben. Zum Beispiel Tickets für Ausstellungen und Theater, Erlebnis-Events, Wertgutscheine für Gastronomie & Shopping, Meet & Greet mit besonderen Menschen und vieles mehr.

Buchen Sie Ihr Abo und machen Sie mit! Wir freuen uns!

In Münster ist das Angebot zwischen 2023 und 2025 um knapp vier Prozent gewachsen. Damit liegt die Stadt im Vergleich mit 30 anderen untersuchten Städten auf einem guten vierten Platz.

Allerdings ist das Angebot – das zeigt die Studie auch – nicht wirklich ausgebaut worden. Man hat lediglich versucht, das Niveau von 2019 wieder zu erreichen. Weil das Personal nach der Coronazeit knapp war (RUMS-Brief), hatten die Stadtwerke einige Buslinien gestrichen und bei anderen die Wartezeit zwischen zwei Bussen von 20 auf 30 Minuten verlängert.

Seit zwei Jahren geht es nun wieder in die andere Richtung. Nächster Halt ist das Vorkrisenniveau.

Der Verkehrsclub Deutschland in Münster, kurz VCD, hat allerdings noch eine andere Kritik als die am Umfang des Angebots. Dem Verband sind die Busse zu langsam. Die durchschnittliche Geschwindigkeit liege mit 15 bis 17 Stundenkilometern deutlich unter dem in Großstädten angestrebten Wert von 25 Kilometern pro Stunde, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung.

Der Hauptgrund dafür, dass es im Bus so schleppend vorangeht, sei der übermäßige Autoverkehr, der die Busse ausbremse. Und das ist ganz interessant. Wenn der Autoverkehr nämlich verhindert, dass der Busverkehr überhaupt zu einer Alternative werden kann und beide um den knappen Raum im Straßenverkehr konkurrieren, dann führt das das beliebte Argument von oben in eine Sackgasse.

Weitere Gründe für den schleichenden Busverkehr seien neben ineffizienten Ampelschaltungen, vor allem an zentralen Knotenpunkten, fehlende Busspuren, schreibt der Verband.

Die Baustellen in Münster, vor allem die an der Weseler Straße, machten alles noch schlimmer, kritisiert der Verkehrsclub in einer weiteren Pressemitteilung. Die Verkehrsführung in der Baustelle berücksichtige den Busverkehr nicht ausreichend, heißt es. Betroffen seien vor allem sechs Stadtbuslinien sowie mehrere Schnell- und Regionalbusse.

Der Verkehrsclub fordert unter anderem sogenannte Pförtnerampeln, die wie Türsteher funktionieren. Sie stoppen Autos an bestimmten Stellen, um zu verhindern, dass es an anderen Stellen zu Staus kommt. Eine andere Möglichkeit wäre laut Verkehrsclub, eine dauerhafte Busspur einzurichten, auf der die Busse am Stau vorbeifahren können.

Diese Spur müsste allerdings der Autoverkehr abgeben. Und damit sind wir wieder am Anfang. Dagegen sprechen könnte, dass es erst mal echte Alternativen braucht, bis man dem Pendelverkehr das zumutet.

Eine Alternative zu Auto und Bus könnte die S-Bahn Münsterland sein, von der auch in der Greenpeace-Studie die Rede ist. Sie würde auf Schienen an allen Staus vorbeifahren. Und das dazu noch in einer ganz passablen Geschwindigkeit. Allerdings – wir sehen das beliebte Argument jubeln – wohl erst frühestens in 15 Jahren. (rhe/sfo)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Zwei Klassenzimmer der Primusschule in Berg Fidel sind in der Nacht zu Sonntag bei einem Brand zerstört worden. (WDR)

+++ Die B51-Abfahrt zur Weseler Straße, wo in der vergangenen Woche ein Radfahrer bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt wurde, galt offenbar nach einer Unfallauswertung im vergangenen Jahr schon als besonders gefährlich und sollte geprüft werden. (Westfälische Nachrichten, Polizei Münster)

+++ In Roxel ist ein neues Wohnhaus mit elf barrierefreien Wohnungen eröffnet worden, in dem Menschen mit Beeinträchtigungen selbstständig leben können. (Landschaftsverband Westfalen-Lippe)

+++ Das Hallenbad in Roxel muss ab dem 9. April vorübergehend schließen, damit der defekte Hubboden übergangsweise mit Edelstahlblechen verstärkt werden kann. (Westfälische Nachrichten)

+++ In der Tatsache, dass vor der Kommunalwahl keine Beratungen mehr stattfinden sollen, sieht die ÖDP den Beleg für das Scheitern des Projekts Musik-Campus. (ÖDP Münster)

+++ Die Kneipe „Zur Alten Fleischerei“ an der Sophienstraße schließt, weil sich’s finanziell nicht mehr lohnt. (Alte Fleischerei)

+++ Die Gründungsförderung an der Uni und Fachhochschule ist laut einer Studie besser geworden. (Uni Münster)

+++ Pro Kopf gehen in Münster 88 Liter Bier im Jahr durch die Kehle. (Westfälische Nachrichten)

+++ Viele Skulpturen, die aus Münsters Stadtbild verschwunden sind, wurden entweder abgerissen, gestohlen oder vermutlich eingeschmolzen. (Alles Münster)

+++ Während des Rosenmontagszugs sind Unbekannte im Verein „Herzkranke Kinder“ eingebrochen und haben Geld, Technik und digitale Daten gestohlen. (Westfälische Nachrichten)

Unbezahlte Werbung

Wer kein Ticket fürs Stadion hat, die Spiele der Preußen aber trotzdem live verfolgen möchte, braucht ein Abo beim Bezahlsender Sky beziehungsweise beim Streamingdienst Wow. Einzelne Spiele kann man dort nicht buchen. Das geht allerdings mit der „OneFootball“-App. Dort bekommt man die Spiele ohne Abo im Einzelverkauf für 4,99 Euro. Schauen kann man sie dann auf dem Smartphone oder dem Tablet. (rhe)

Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!

Drinnen und Draußen

Katja Angenent hat heute Ausschau nach Veranstaltungen in der Stadt gehalten. Das hier sind ihre Empfehlungen:

+++ Der „Thirsty Talk“ ist eine Veranstaltungsreihe mit spannenden Gästen, die an der Theke im „Grey“ an der Germania-Brauerei über ihre Themen sprechen. Am Mittwoch treffen Sonja Schrapp und Jonas Heeke ab 19:30 Uhr auf die Journalistin und Krimiautorin Alice Spogis sowie die Macherinnen des True-Crime-Podcasts „Menschen und Monster“, Stefanie Masuch und Maren Schüler. Karten kosten rund 25 Euro und sind hier erhältlich.

+++ Die Frühjahrsstaffel der Filmgalerie stellt eine Schauspielerin in den Mittelpunkt: „Cate Blanchett. Präsenz und Vielseitigkeit“ lautet der Titel der Veranstaltungsreihe. Zu Beginn wird am Mittwoch um 19:30 Uhr der Film „Elizabeth“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur gezeigt. Vorab hält Film- und Kulturhistorikerin Daniela Sannwald einen Vortrag. Karten für 10 Euro erhalten Sie hier.

+++ Am Donnerstag findet in der Zukunftswerkstatt im Kreuzviertel an der Schulstraße 45 ein „Runder Tisch“ zur Frage „Verkehrswende durch Carsharing?“ statt. Am Tisch sitzen werden der Verkehrsplaner Yannic Werremeier, der für RUMS einen Gastbeitrag darüber geschrieben hat, sowie Till Ammann, Geschäftsführer von „Stadtteilauto“. Gäste sind willkommen. Los geht es um 17:30 Uhr.

+++ Am Freitagnachmittag beschäftigt sich die Kinderuni mit einer Frage, die auch für Erwachsene interessant ist: „OP-Roboter im Einsatz – Die neuen Superhelden der Chirurgie?“ Los geht’s um 16:15 Uhr im Hörsaal H3. Wer mithören möchte, muss sich bis Donnerstag, 10 Uhr, über diesen Link anmelden. Zur Vorbereitung empfehlen wir diese Reportage, die Andrew Müller vor zwei Jahren für RUMS über einen OP-Roboter in Handorf geschrieben hat.

+++ Am Samstag haben Sie im Kreativ-Haus die Möglichkeit, mit Worten, Stiften und Papier zu spielen. Die „Textperimente“ bieten in verschiedenen Workshops jede Menge Anregungen und Ideen. Ich, also Katja Angenent, bin übrigens auch selbst mit dabei und biete eine Einführung in das Thema „Kürzestgeschichten“ an. Der komplette Tag inklusive Mittagessen kostet 95 Euro. Anmelden können Sie sich hier.

Und sonst?

Drei Studierende haben für eine Geschäftsidee aus einem Uni-Seminar 200.000 Euro bekommen. Sie entwickeln eine App, die Fachkräften im Ganztag mehr Zeit für die Kinder geben soll.

Möchten Sie mehr erfahren? Dann testen Sie RUMS 6 Monate lang für 1 Euro.

Am Freitag schreibt Ihnen Sebastian Fobbe. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!

Herzliche Grüße
Ralf Heimann

Mitarbeit: Sebastian Fobbe (sfo), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth

PS

Ab Donnerstag schicken wir Ihnen alle zwei Wochen einen RUMS-Brief mehr. Dabei geht es immer donnerstags abwechselnd um Preußen Münster und Kultur. Den Kulturbrief schreibt der Autor, Kabarettist und Schauspieler Christoph Tiemann, der sich bestens in Münsters Kulturszene auskennt. Den Preußen-Brief der Journalist und Preußenkenner Carsten Schulte. Sein erster Text geht am Donnerstag an Sie. Wir würden uns freuen, wenn Sie das weitersagen. Wir schrieben es schon: Im März bieten wir Ihnen einen Monat lang für jede Empfehlung mindestens einen Kaffee und möglicherweise eine von vielen Prämien. Eine davon ist: Sie erleben ein Preußenspiel in der Stadionloge. Hier können Sie sich einen persönlichen Link erstellen lassen. Den schicken Sie einfach an Freundinnen und Freunde. Wenn über Ihren Link jemand für einen Euro ein Sechsmonatsabo abschließt, bekommen Sie einen Punkt, einen Kaffee und ab vier Punkten die Chance auf eine Prämie. Noch ein kleiner Zwischenstand: Gestern waren es 90 neue Abos. Heute sind es schon knapp 130. Ganz herzlichen Dank für Ihre Empfehlung. (rhe)

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
Anmelden oder registrieren