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Zum Stau der Dinge: Münsters Baustellenmisere | Unbezahlte Werbung: „Pride Wine“ | Jetzt RUMS 6 Monate lang für 1 Euro lesen

Guten Tag,
als Klaus Meyer, der Moderator der Facebook-Gruppe „Wenn du in Münster lebst, dann …“, vor zehn Tagen seinen Ärger über die Baustellen in Münster in einem Posting formulierte, traf er offenbar einen Nerv.
„Die Bezeichnung ‚katastrophal‘ ist eigentlich noch eine Untertreibung“, schrieb er. Es sei, angesichts der chaotischen Baustellenplanung, eine Strafe, in diesen Tagen mit dem Auto durch Münster zu fahren. Mit der Sperrung der Warendorfer Straße sei nun der Höhepunkt erreicht.
Die Verkehrsplanung mute so „stümperhaft“ an, dass man an ein überlegtes Konzept nicht glauben möge. Die Kommentarspalte wurde immer länger. Einer schrieb: „Ich habe oft das Gefühl, dass man versucht, einem das Autofahren so unangenehm wie möglich zu machen.“
Ein anderer kommentierte: „Wenn das Problem über das Problem klagt. Die Warendorfer wird ausgebaut, um dem Autoverkehr entgegenzukommen.“ Und noch jemand: „Dazu noch die gesperrte Kanalbrücke an der Schleuse auf dem Schifffahrter Damm für drei Wochen. Alles super Timing!“
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Viele Menschen ärgern sich über die Staus und die Umleitungen. Aber nimmt die Stadt das überhaupt wahr? Wir haben die Stadtverwaltung gefragt. Von dort kam eine ausführliche Antwort.
Die Stadt zeigt Verständnis für den Ärger. Man wisse, dass Baustellen stören – vor allem, wenn sie scheinbar überall gleichzeitig auftauchen. Doch die Stadt widerspricht dem Eindruck, dass es sich um ein unkoordiniertes Chaos handle.
Die verschiedenen Akteure – Stadt, Stadtwerke, Autobahn GmbH, Deutsche Bahn und andere – träfen sich regelmäßig zur sogenannten „Baustellenkonferenz“. Dort würden Maßnahmen abgestimmt, etwa die Sommerferienbaustelle an der Warendorfer Straße. Die sei durch diese Abstimmung sogar kürzer geworden als ursprünglich geplant.
Dass es dennoch an vielen Stellen gleichzeitig hake, habe laut Stadt mit der Menge an Bauprojekten zu tun: Straßen würden erneuert, Brücken saniert, Leitungen verlegt, Glasfaser ausgebaut. All das brauche Platz – und führe zwangsläufig zu Einschränkungen.
Viele Baustellen, so heißt es, dienten eben nicht dazu, das Autofahren zu erschweren, sondern es langfristig zu erleichtern. Auch wenn es sich manchmal eher nach dem Gegenteil anfühle.
Baupausen versuche die Stadt zu vermeiden. Wenn auf den Baustellen dennoch längere Zeit niemand zu sehen sei, könnte das verschiedene Gründe haben: Wetter, fehlende Spezialteile, Wartezeiten auf Prüfungen oder schlicht Personalmangel. Denn: Auch ein Baggerfahrer kann krank werden – und ist nicht so leicht zu ersetzen.
Die Stadt verspricht, die Kommunikation zu verbessern. Neue Baustellenschilder, Anwohnerbriefe, Info-Veranstaltungen – all das soll helfen, besser zu verstehen, was da gerade passiert. Und warum.
Bereits jetzt zeigt die Stadt auf einer Baustellenkarte, wo was gebaut wird – und wie lange das dauern wird. Neu ist eine Online-Karte des Netzbetreibers Stadtnetze Münster, der dort, abgesehen von Glasfaserarbeiten, über seine Baustellen informiert. Allein diese Karte sieht gegenwärtig aus wie ein halbfertiges Malen-nach-Zahlen-Bild.
Eine „interaktive Karte“, auf der Menschen Baustellen melden können, gibt es bislang nicht. Aber melden kann man sich trotzdem, per E-Mail, Telefon (0251 / 492 66 66) oder über den Mängelmelder. Und wenn das nicht hilft, hilft vielleicht einer der ältesten Ratschläge zum Umgang mit den Absurditäten des Alltags. Er lautet: Nicht ärgern, wundern … (rhe)
Hybrid-Veranstaltung 08. September 2025, 19:00 Uhr
Der große RUMS-OB-Kandidaten-Check | Was wollen die, die regieren wollen?
„Wir müssen reden“ (#14)
Wer wird neuer Oberbürgermeister von Münster? Darüber entscheiden Sie bei der Kommunalwahl am 14. September. Die besten Chancen haben Georg Lunemann (CDU), Stephan Brinktrine (SPD) und Tilman Fuchs (Grüne). Aber was haben sie vor? Was wollen sie erreichen? Was ist ihnen wichtig?
Das werden wir die drei Kandidaten fragen. Wollen Sie hören, was sie zu sagen haben? Dann kommen Sie am Montag, 8. September um 19 Uhr in die Kneisterei (Steinfurter Straße 104).
Wir freuen uns auf ein interessantes Gespräch mit den Kandidaten! Der Eintritt ist frei, Anmeldungen hier per E-Mail. Die Veranstaltung wird live per Zoom übertragen. Den Zoom-Link teilen wir Ihnen demnächst mit.
+++ Der Yorkring ist bis voraussichtlich nächste Woche in Richtung Steinfurter Straße gesperrt, weil bei der Reparatur einer Gasleitung eine kaputte Regenwasserleitung gefunden wurde – und nun repariert wird. (Stadt Münster)
+++ Weil es noch freie Plätze in Kitas und in der Kindertagespflege gibt, können Eltern ihre Kinder nun auch während des Kita-Jahres anmelden. (Stadt Münster)
+++ Am Samstag schließt das Restaurant „Salam Kitchen“ an der Wolbecker Straße 64. (Instagram)
+++ Die Kneipe „Spooky’s“ hat vor ihrem Umzug nach Gievenbeck ihren Abschied an der Hammer Straße gefeiert. (Instagram)
+++ In Münster stehen sieben Männer vor Gericht, die laut Anklage rund 600 Kilo Cannabis in vier Häusern im Münsterland angebaut haben sollen. (WDR)
+++ Vergangenes Jahr sind 7.500 Menschen in Münster einem Sportverein beigetreten, Tendenz steigend. (Stadtsportbund Münster)
+++ Preußen Münster zahlt für den U21-Nationalspieler Antonio Tikvic laut Medienberichten 700.000 Euro – so viel wie noch nie für einen Spieler zuvor. (Antenne Münster, Kicker)
+++ Demo-Rückblende I: Rund 300 Menschen haben am Freitagnachmittag gegen Jens Spahn und für eine Abgrenzung der CDU zur AfD demonstriert. (Westfälische Nachrichten)
+++ Demo-Rückblende II: Etwa 50 Menschen haben am frühen Samstagmorgen vor der Überwasserkirche gegen die Verleihung des Josef-Pieper-Preises an den US-amerikanischen Bischof und Trump-Fan Robert Barron protestiert. (Kirche und Leben)
+++ Der „Van Laack“-Store am Drubbel wird demnächst umgebaut und danach in Eigenregie weitergeführt, weil das Modehaus Schnitzler die Zusammenarbeit mit „Van Laack“ beendet. (Modehaus Schnitzler)
Erzählen Sie uns Ihre Wohn-Geschichte
Wie war das bei Ihnen, als Sie eine Wohnung gesucht haben? Hat das Monate gedauert? Und wie ging es weiter? Hatten Sie Ärger mit dem Vermieter oder der Vermieterin?
Wenn es richtig schlecht läuft, kann es so enden, wie das NDR-Magazin „STRG+F“ es in dieser Woche in einem Instagram-Beitrag beschreibt. Ein Vermieter hängt in seinem Wohnheim Überwachungskameras auf, filmt Studentinnen und droht ihnen mit Rauswurf, berichtet das Magazin.
Was haben Sie erlebt? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Wir wollen wissen, was auf dem Wohnungsmarkt in Münster wirklich passiert. Dafür brauchen wir Ihre Erfahrungen. Machen Sie jetzt mit bei unserer Umfrage.
Hatten Sie Ärger bei der Wohnungssuche? Mit dem Menschen, der sie vermietet? Oder haben Sie auf dem Wohnungsmarkt etwas erlebt, das öffentlich werden sollte? Dann schreiben Sie uns. Oder mailen Sie uns direkt Ihre Antwort. Und ein Hinweis: Beim letzten Mal gab es bei unserer Umfrage ein technisches Problem. Das haben wir inzwischen behoben. Und ganz wichtig: Wir garantieren Ihnen Anonymität.
In ziemlich genau vier Wochen zieht wieder der CSD durch Münster. Wenn Sie sich kulinarisch auf die große Parade für Toleranz und Vielfalt einstimmen wollen, dann können wir Ihnen den „Pride Wine“ empfehlen. Seit 2021 bietet die Marke aus Münster Weine aus Rheinhessen an und spendet 50 Cent pro verkaufte Flasche an eine Regenbogenstiftung. Neben dem Weinverkauf organisiert das Team hinter dem „Pride Wine“ auch queere Partys in der Stadt. Wenn Sie den „Pride Wine“ mal probieren möchten, können Sie eine Flasche im Rewe am Hansaring kaufen oder online bestellen. Oder Sie gehen ins Fyal, Kabinett, Café „19 sieben“ und in die Viertelkneipe „Bei Ute brennt noch Licht“. Die servieren die Weine ebenfalls. Sollten Sie noch zögern, kommen hier vier überzeugende Argumente: feinherber Riesling, trockene Scheurebe, trockener Rosé und weißer Secco.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Svenja Stühmeier hat heute geschaut, was in den nächsten Tagen in Münster los ist. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Bis zum 31. August werden Sie auf einigen Grünflächen in Münster regelmäßig Sportgruppen begegnen. Sie wollen mitmachen? Dann schauen Sie doch mal ins Programm von „Sport im Park“ (über die App einsehbar). Ob Yoga, Bootcamp oder Kinderangebote – im kostenlosen Angebot werden Sie sicherlich fündig.
+++ Die Eventlocation Puls lädt nun zum „Puls Garden“ jeden Donnerstagabend in ihren Außenbereich ein. Ab 18 Uhr gibt’s dort DJ-Sets, Burger und Getränke. Außerdem ein wenig Kunst und Kultur. Der Eintritt ist frei.
+++ Ferienprogramm in den Rieselfeldern: Morgen ab 15 Uhr können Sie (und Ihre Kinder) sich auf Insektensuche begeben. Donnerstag beginnt um 21 Uhr die Dämmerungswanderung, bei der Sie den Wechsel zwischen tag- und nachtaktiven Tieren miterleben (Anmeldung jeweils bis morgen um 12 Uhr). Am Freitag geht’s um Wassertiere und tierschonendes Keschern (Anmeldung bis Donnerstag um 12 Uhr). Angeleitet werden die Programmpunkte von der Biologin Giselheid Reding. Für Kinder kostet die Teilnahme 6, für Erwachsene 8 Euro.
+++ Morgen Abend tritt das Duo Weststrat auf. Sie verorten ihre Musik irgendwo zwischen Soul, Reggae und Swing. Vielleicht ist noch ein bisschen Pop, Funk und Jazz dabei. Naja, wie dem auch sei – hören Sie doch mal rein, entweder online oder direkt vor Ort im Atelier. Los geht es um 21 Uhr.
Und sonst?
Drei Passwörter und Pins, zwei Smartphone-Apps, haufenweise Nerven: Jakob Milzner hat versucht, an seine Gesundheitsdaten zu kommen – ein Lehrstück über Sicherheitslogik und digitale Zumutungen. Möchten Sie erfahren, wie die Geschichte ausgeht? Dann abonnieren Sie jetzt RUMS und lesen Sie alle Briefe 6 Monate lang für 1 Euro.
Am Freitag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
Mitarbeit: Sebastian Fobbe (sfo), Jan Große Nobis (jgn), Jakob Milzner (jmi), Svenja Stühmeier (sst) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Zu unserem großen RUMS-OB-Kandidatencheck am 8. September haben sich schon jetzt über 120 Menschen angemeldet. Das ist super. Wir freuen uns sehr über das große Interesse. Damit alle dabei sein können, werden wir die Veranstaltung zusätzlich live via Zoom übertragen. Den Link veröffentlichen wir rechtzeitig. Und noch ein Hinweis: Die Kneisterei ist leider nicht barrierefrei. Das ist nicht ideal, wissen wir – ließ sich diesmal leider nicht anders lösen. Beim nächsten Mal achten wir darauf, dass alle ohne Hürden dabei sein können. Versprochen. (rhe)
