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Der Bürgerentscheid kommt | Unbezahlte Werbung: Anga’s Bar | RUMS 6 Monate für 1 Euro lesen!

Guten Tag,
die Bezirksvertretung Mitte hat heute Abend beschlossen, an der Umbenennung von fünf Straßennamen im Stadtbezirk Mitte festzuhalten. Dafür stimmten Grüne, SPD, Linke, Volt und überraschend auch die AfD, dagegen CDU und FDP.
Damit bleiben die Straßenschilder an der Langemarckstraße, Skagerrakstraße, Admiral-Scheer-Straße, Admiral-Spee-Straße und der Otto-Weddigen-Straße erst mal, wie sie sind. Und innerhalb der nächsten drei Monate (letzter möglicher Termin: 8. Februar) gibt es einen Bürgerentscheid, der zeigen wird, ob das auch weiterhin so bleibt.
Das bedeutet: Wer im Stadtbezirk Mitte wohnt, darf bald wieder wählen, vor Ort in den Wahlbüros oder per Briefwahl – und an einem Sonntag, so sehen es die Gemeindeordnung und die städtische Satzung vor. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Aber in diesem Jahr wird es nicht mehr sein, teilt das Kommunikationsamt mit.
Wenn die nötige Mehrheit und das erforderliche Quorum erreicht werden (mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten stimmen mit „Ja“ oder „Nein“ – je nach Fragestellung) steht das Ergebnis fest. Der Bürgerentscheid hat dann das gleiche Gewicht wie ein Ratsbeschluss.
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Und wo wir gerade dabei sind: Was könnte noch alles per Bürgerentscheid beschlossen werden? Zum Beispiel, ob öffentliche Einrichtungen, etwa Schwimmbäder, geschlossen werden, wie öffentliche Flächen genutzt werden sollen – als Parkplätze, Parks oder Spielplätze –, welche Verkehrsregelungen gelten, also ob irgendwo eine Tempo-30-Zone eingerichtet wird, ob die Stadt Gebäude oder Grundstücke verkaufen oder kaufen darf und ob politische Beschlüsse rückgängig gemacht werden – wie jetzt bei den Straßennamen.
Einiges geht auch nicht. Über den städtischen Haushalt darf nur der Rat abstimmen – wie auch über Personalsachen im Rathaus, die Grundsteuer oder Wohngebiete. Hier gibt es ein eigenes Beteiligungsverfahren. Die Stadt muss Pläne auslegen, man kann Einwände einbringen und Vorschläge machen, über die dann beraten wird. Aber das ist wieder eine ganz andere Sache. Jetzt kommt erst mal die Abstimmung über die Straßennamen. (rhe)
Veranstaltung vor Ort 17. November 2025, 18:30 Uhr
„Zeit der Abschiede“. Ein Abend mit Klaus Brinkbäumer
„Wir müssen reden“ (#15)
Ein Ende kann ein Anfang sein. In seinem neuen Buch „Zeit der Abschiede“ erzählt Klaus Brinkbäumer von sieben Jahren, in denen vieles zu Ende ging – und Neues begann. Der frühere „Spiegel“-Chefredakteur, Autor und Filmemacher blickt zurück auf Verluste, Neuanfänge und die Suche nach einem anderen Leben. Es geht um Familie, Freundschaft, Tod und das Erwachsenwerden als Erwachsener.
Am 17. November ist Klaus Brinkbäumer unser Gast, liest Passagen aus seinem Buch und spricht mit RUMS-Redaktionsleiter Ralf Heimann über das Abschiednehmen, das Wiederfinden – und über Münster.
Wir freuen uns, wenn Sie auch dabei sind! Eintritt 25 Euro, Tickets gibt es hier!
+++ Im RUMS-Brief am Freitag schrieben wir, Andreas Bracht von der CDU (Jahrgang 2001) sei das jüngste Ratsmitglied. Das stimmte nicht. Er ist lediglich das jüngste Mitglied seiner eigenen Partei. Das jüngste Ratsmitglied ist Mathilda Harbering von den Grünen (Jahrgang 2003), ebenfalls jünger als Bracht ist Sven Konopka (Jahrgang 2002) von der Partei Volt. Wir haben das korrigiert.
+++ Im Hinweis auf das Preußenspiel hatten wir die Anstoßzeit etwas zu früh angegeben.
+++ Sicherheitskräfte haben beim Send 85 Messer sichergestellt. (Westfälische Nachrichten)
+++ Der Landschaftsverband hat im Programm „Housing First“, bei dem Obdachlose Wohnungen bekommen, ohne dass Vermieter Risiken eingehen, bislang hundert Wohnungen gefördert. (Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
+++ Die BASF-Coatings-Sparte bekommt nach dem Verkauf an neue Investoren einen neuen Namen, der noch nicht feststeht, bleibt aber mit rund 2.400 Beschäftigten und einer neuen, vollautomatisierten Lackfabrik weiterhin in Münster-Hiltrup als Hauptsitz. (Westfälische Nachrichten)
+++ Nordrhein-Westfalen feiert seinen 80. Geburtstag im Sommer in Münster, und zwar vom 28. bis zum 30. August als großes Event, das man mit dem Stadtfest „Münster Mittendrin“ zusammengelegt hat. (Stadt Münster, hier und hier)
+++ Eltern können bis Ende Januar im Kita-Navigator anmelden, wenn sie ab August 2026 einen Kita-Platz für ihr Kind brauchen. (Stadt Münster)
+++ Bei der Jahreshauptversammlung von Preußen Münster am Sonntag bahnt sich ein Lagerwahlkampf an, weil mindestens 13 Kandidaten um nur sechs Aufsichtsratsposten konkurrieren und damit auch darüber entscheiden, wer künftig Präsident wird. (Westfälische Nachrichten)
+++ Das genossenschaftliche Wohnen im „Grünen Weiler“ wurde mit dem Westfälischen Preis für Baukultur ausgezeichnet. (Landschaftsverband Westfalen-Lippe)
+++ Das Freilichtmuseum Mühlenhof heißt künftig „Mühlenhof am Aasee“ und hat mit Atlantic-Hotel-Chef Sascha von Zabern einen neuen Vorsitzenden. (Westfälische Nachrichten)
+++ Am Landgericht hat heute ein Prozess wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in mehr als hundert Fällen begonnen. (WDR)
+++ Am Amtsgericht wurde das Verfahren gegen zwei Klimaaktivistinnen nach einer Blockade am Stadtgraben vor einem Jahr gegen eine Zahlung von 300 Euro eingestellt. (Westfälische Nachrichten)
Das Mauritz-Torhäuschen hat sie schon lange, nun folgt mit Anga’s Bar im Torhäuschen am Neutor die zweite Gastronomie in den kleinen, historischen Räumlichkeiten. Die Bar bietet eine gemütliche, fast intime Atmosphäre für Kaffeegetränke über den Tag sowie Stärkeres zum Feierabend und bis spät in die Nacht. Auf der Karte stehen unter anderem Pinkus vom Fass, ausgewählte Weine, Longdrinks, Aperitifs und Cocktails. Dazu gibt es Kleinigkeiten zum Knabbern. Geöffnet hat Anga’s Bar jeden Tag ab 12 Uhr, außer samstags, sonntags und montags – samstags geht es erst um 17 Uhr los, Sonntag und Montag sind Ruhetage.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Veranstaltung vor Ort 13. November 2025, 19:30 Uhr
Smart Cities – digitale Chance oder Überwachungsalbtraum?
„Was bewegt das Münsterland?“ #1
Die Smart City kommt! Überall in Deutschland planen Bürgermeister:innen die digitale Transformation. Die Versprechen sind groß. Nie wieder Stau, toller Behördenservice, Stromsparen auf Knopfdruck. Doch Expert:innen warnen: Die Technik, die uns das Paradies verspricht, schafft zugleich ein noch nie dagewesenes Überwachungssystem.
Peter Schaar, ehemaliger Datenschutzbeauftragter der Bundesregierung, hat dazu gerade ein Buch veröffentlicht. Eliza Diekmann-Cloppenburg ist seit fünf Jahren Bürgermeisterin von Coesfeld und weiß, was digitale Transformation aus Sicht der Verwaltung bedeutet. Christian Humborg spricht mit den beiden über Peter Schaars Buch und darüber, welche Chancen und Herausforderungen es mit Blick auf diese Entwicklung gibt.
Der Abend wird veranstaltet vom Verein „Rund um Münster – Forum für lokale Öffentlichkeit e. V.“
Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind! Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Heute haben Katja Angenent und Ralf Heimann in den Kalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Am Mittwoch findet um 20 Uhr ein besonderes Konzert im Pumpenhaus statt: Der Anlass für die Musik von Yannick Paget unter dem Titel „Quantum 2.0“ ist das aktuelle 100-Jährige Jubiläum der Quantenmechanik, die Grundlage für unser heutiges physikalisches Verständnis von Naturphänomenen. Dafür hat der Künstler ein immersives Klang-und Video-Erlebnis geschaffen, das die subatomaren Schwingungen der Materie sinnlich erfahrbar machen soll. Falls Sie am Mittwoch keine Zeit haben: Das Konzert wird am Samstag im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Quantenjahres in der Halle Münsterland wiederholt.
+++ Ebenfalls am Mittwoch haben Sie die Gelegenheit, Lost Highway, den Filmklassiker von David Lynch, im LWL-Museum für Kunst und Kultur zu sehen. Elke Kania führt in die verrätselte Thematik ein. Los geht es um 19:30 Uhr, Karten für 10 Euro bekommen Sie hier.
+++ Das zehnjährige Jubiläum des Pariser Klima-Abkommens ist Thema eines Gesprächs am Donnerstag um 19 Uhr im Forum der Volkshochschule. Es geht um die Kluft zwischen dem Wissen, dass etwas getan werden muss und den Mut zum Handeln. Alle Interessierten sind herzlich zum Mitdiskutieren eingeladen, der Eintritt ist frei.
+++ Das Wolfgang-Borchert-Theater bringt Thomas Manns Parabel „Mario und der Zauberer“ auf die Bühne – eine Geschichte darüber, wie sich ein Publikum freiwillig verführen lässt, bis es jemand wagt, sich zu widersetzen. Die Premiere ist am Donnerstag um 20 Uhr. Zu sehen ist das Stück aber auch am Freitag, Samstag, Sonntag und Dienstag. Karten und Infos hier.
+++ Was passiert eigentlich mit unserem ganzen Elektroschrott? Der Film „Welcome to Sodom“, der am Donnerstag um 18 Uhr im Haus der Nachhaltigkeit gezeigt wird, begibt sich auf Spurensuche und findet eine gigantische Müllhalde in Ghana. Nach der Vorführung können Sie mit Patrick Hasenkamp, dem ehemaligen Leiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, diskutieren.
+++ Die Juso-Hochschulgruppe und die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen laden am Mittwoch um 19 Uhr zu einer öffentlichen Diskussion über den Zustand der Justiz in den Hörsaal Jur 4 der Uni Münster ein. Der Direktor des Amtsgerichts, Jürgen Wrobel, und Staatsanwältin Rebecca Schöne berichten aus der Praxis. Dabei sein kann man auch online. Bitte eine kurze Mail an: asj@spd-muenster.de anfordern. Der Link kommt dann per E-Mail.
+++ Am Freitag eröffnet mit „A Good Reputation“ um 18 Uhr eine neue Ausstellung in den Räumlichkeiten des Westfälischen Kunstvereins. Rosa Aiello beschäftigt sich darin mit der Verortung des Individuums in der Gemeinschaft, und zwar sowohl anhand von architektonischen Elementen als auch mittels Film- und Fotografiearbeiten. Nach der Eröffnung ist die Ausstellung bis zum 1. Februar 2026 mittwochs bis sonntags von 11 bis 19 Uhr zu sehen.
+++ Im Festsaal von Westlotto beginnt am Freitag um 20 Uhr die Kunstauktion „Zuschlag_04“ der Freunde der Kunstakademie Münster. Unter der Leitung von Dirk Boll, Deutschland-Chef des Auktionshauses Christie’s, werden 30 von einer Jury ausgewählte Arbeiten junger und ehemaliger Meisterschülerinnen und Meisterschüler der Kunstakademie Münster versteigert – darunter Malerei, Fotografie, Zeichnung und Skulptur. Die Hälfte der Erlöse geht direkt an die Künstlerinnen und Künstler, die andere Hälfte fließt in Stipendien, Ausstellungen und weitere Projekte an der Akademie. Weitere Infos hier.
+++ Am Freitag ist in Mauritz und im Martiniviertel „Lokale Runde“. Zwischen 15 und 21 Uhr öffnen kleine Läden, Ateliers und Werkstätten an mehreren Orten im Viertel – unter anderem auch das Atelier Schreibmaschinenlyrik unserer Kolumnistin Marion Lohoff-Börger. Wer sonst noch mitmacht, steht hier.
Und sonst?
Wie erneuert man eine zerstrittene Partei? Ayşegül Paran und Peter Wagner müssen das als neue SPD-Chefs schaffen. Wir haben mit ihnen über ihren Plan gesprochen.
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Am Freitag schreibt Ihnen zum ersten Mal unser neuer Kollege Raphael Balke, den Sie vielleicht schon kennen. Er hat im vergangenen Jahr bei uns ein Praktikum gemacht und einen Report über die Vier-Tage-Woche geschrieben. Im März hat er sich für RUMS mit dem Startup-Center „Reach“ beschäftigt. Und er kann nicht nur gut schreiben: Zurzeit ist er zusammen mit Theo Steinbach für seine Moderation der Sendung „Gemischte Tüte“ beim Campusradio „eldoradio“ für den Campusradiopreis nominiert. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
Mitarbeit: Anna Niere (ani), Katja Angenent (kat), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Am Ende des RUMS-Briefs empfehlen wir gern guten Journalismus. Ein Geheimtipp ist, auf die Seiten der großen Journalistenpreise zu schauen. Da findet man die nominierten Beiträge nämlich oft ohne Paywall. Der Reporter:innenpreis, eine der größten und renommiertesten Auszeichnungen, hat soeben die Liste der nominierten Beiträge veröffentlicht. Sie gibt eine guten Überblick über das, was der deutsche Journalismus zurzeit zu bieten hat. Mit dabei sind auch einige Namen, die Sie vielleicht kennen, wenn Sie RUMS schon länger lesen. Andreas Holzapfel und David Holzapfel zum Beispiel. Elisa Schwarze steht ebenfalls auf der Liste. Sie hat zwar noch nicht für RUMS geschrieben, aber sie kommt aus Münster. (rhe)

