Ein Blick in die Pipeline – was alles so unterwegs ist | RUMS 3 Monate lang für je 3 Euro

Porträt von Ralf Heimann
von Ralf Heimann

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Münster, 2. Mai 2023

am Freitag haben wir Ihnen den ersten Teil unserer politischen Halbzeitbilanz geschickt, dazu eine Analyse von Michael Jung. Heute kommt der zweite Teil, dazu eine Bilanz von Ruprecht Polenz. Das alles finden Sie im vollständigen RUMS-Brief. Hier werfen wir noch mal einen kleinen Blick auf all das, was sonst noch so auf dem Weg ist.

Die Stadtverwaltung informiert darüber regelmäßig in einem Papier mit dem Titel „Bearbeitungsstand Ratsanträge“. Die aktuelle Veröffentlichung ist 57 Seiten lang, und auf Seite 5 geht es zum Beispiel um einen Antrag, den die CDU im September vor zehn Jahren gestellt hat. Betreff: Parken auf dem Domplatz ohne Stau.

Hier bestätigt sich wieder einmal ein altes Prinzip: Wenn man lange genug wartet, lösen die Probleme sich von selbst. Bis die Stadtverwaltung das Ganze in allen möglichen integrierten Konzepten ausführlich erörtert haben wird – voraussichtlich Ende 2024 – wird es auf dem Domplatz schon deshalb keinen Stau mehr geben, weil man dort dann gar nicht mehr parken darf.

In diesem Monat stellt die Stadt auf der Prinzipalmarktseite unter den Bäumen wieder Stühle auf und nennt das Ganze „Domplatzoase“. Dann kann man dort, wenn auch nicht mehr parken, immerhin noch sitzen. Der Parkplatz auf der anderen Seite, gegenüber vom Fürstenberghaus, wird ab Juni kein Parkplatz mehr sein.

Und noch schnell ein Blick auf einige der übrigen Anträge. Das mit dem Wohnmobilplatz am Hafen – die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern, der Antrag ist aus dem Jahr 2008 – wird wohl weiterhin nichts, denn dafür müsste erst mal irgendjemand Geld geben. Und diese Person fehlt anscheinend. Aber auch dieses Problem könnte sich schon bald von selbst gelöst haben: Dann ist am Hafen nämlich gefühlt alles zugebaut.

Was haben wir noch? Den Traum von einer Stadtbahn zum Beispiel (SPD-Antrag aus dem Februar 2017). Ergebnis: „Kein neuer Sachstand“. Dann einen Antrag der Ratsgruppe aus der ÖDP und den Piraten, die selbst gar nicht mehr existiert, der Antrag dagegen schon. Betreff: „E-Mobilität willkommen heißen“. Und das kann ja wirklich so schwer nicht sein. Abarbeiten lässt sich der Punkt allerdings nicht so schnell, denn das ist laut Stadt eine „Daueraufgabe“.

Sehr schön auch der Antrag: „WLE: Reaktivierung der Schienenstrecke richtig umsetzen“. Falsch hätte man das wahrscheinlich längst erledigen können. Aber richtig, na ja, da dauert’s eben etwas länger, voraussichtlich bis 2026. Schade, schade.

Das alles sind Dinge, die noch etwas Zeit brauchen werden. Aber zwischendurch passiert auch tatsächlich etwas. In den nächsten Wochen wollen die Stadtwerke laut der Stadt eine neue Mobilitätsplattform vorstellen, mit der man mehrere Mobilitätsangebote nutzen können soll. In anderen Worten vermutlich: eine App.

Und noch im Mai, so steht es in der Bestandsaufnahme, will die Stadt eine Studie dazu vorlegen, ob und wie ein öffentliches Verleihsystem für Fahrräder in Münster machbar wäre. Das hat lange gedauert, aber mit der Antwort wird es diesmal sehr schnell gehen. Die Rathauskoalition aus Grünen, SPD und Volt haben heute zusammen mit der FDP und der Linken einen Antrag veröffentlicht, über den sie in der Ratssitzung am 10. Mai entscheiden werden. Der Inhalt ist schnell zusammengefasst: Ein öffentliches Fahrradverleihsystem für Münster kommt nicht. (rhe)

Ein-Satz-Zentrale

+++ Die Telgter Straße in Wolbeck ist ab Freitag eine Woche lang für’s Auto gesperrt, weil der Asphalt erneuert wird. (Stadtnetze Münster)

+++ Ein 21-jähriger Mann ist am Sonntagabend auf der Windthorststraße bei einem Streit mit einem Messer schwer am Hals verletzt worden. (Polizei Münster)

+++ Trotz der Maifeiern hatte die Polizei am Sonntag und Montag nicht mehr Einsätze als an normalen Wochenenden. (Antenne Münster)

+++ Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf sagt nach einem Jahr im Amt, Münster sei eine sehr sichere Stadt. (Alles Münster)

+++ Am Wochenende sind die Anzeigenblätter des Aschendorff-Verlags zum letzten Mal erschienen. (Münster aktuell)

+++ Die Stadt plant, offene Stellen in Offenen Ganztagsschulen nicht nur mit pädagogischen Fachkräften zu besetzen, sondern auch mit Menschen mit pädagogischem Hintergrund aus anderen Berufen. (Stadt Münster)

+++ Die Stadt Münster hat vorübergehende Markierungen für eine neue Fahrradstraße auf der Schillerstraße gemacht, die auch Bereiche markieren, in denen man damit rechnen muss, dass scheinbar aus dem Nichts auf einmal Autotüren im Weg sind. (Stadt Münster)

+++ Der Schwimmverein Südbad sucht Freiwillige mit Rettungsschein, um den Fachkräftemangel zu beheben und die Eröffnung des Schwimmbads in diesem Jahr zu ermöglichen. (Westfälische Nachrichten)

+++ Barbara Schermaier-Stöckl ist in der vergangenen Woche zur Rektorin der Katholischen Hochschule gewählt worden und wird ihr Amt im Februar 2024 antreten. (Katholischen Hochschule NRW)

+++ Bei der Mai-Demo des DGB wurde für faire Löhne, Solidarität mit dem globalen Süden und der Ukraine geworben, wobei die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken Preissteigerungen kritisierte. (Westfälische Nachrichten)

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Wir sind uns doch einig, dass das Frühstück die beste Mahlzeit des Tages ist, oder? Und zwar egal zu welcher Uhrzeit. Das hat auch das Café Magnolia verstanden, denn dort können Sie den ganzen Tag lang ausgiebig frühstücken. Montags bis freitags ist das Café an der Brüderstraße 31 von 9 bis 18 Uhr geöffnet, am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Veganer:innen kommen auch auf ihre Kosten, sowohl beim Frühstück als auch bei der Kuchenauswahl.

Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne einfach über den Link.

Drinnen und Draußen

Heute haben die Girls‘-Day-Teilnehmerinnen Pia Hegge und Hanna Inckmann sowie Svenja Stühmeier nach interessanten Terminen Ausschau gehalten:

+++ Wenn Sie sich für Tiere und ihre Lebensräume interessieren und am 6. Mai noch nichts vorhaben, dann kommen Sie doch zur Artenschutzkonferenz in die Stadthalle Hiltrup. Der Einlass ist um 10.30 Uhr, los geht’s um 11. Halten Sie 5 Euro für den Eintritt bereit. Der stellvertretende Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“, Bernd Ulrich, wird mit einer Rede den Teil mit Fachvorträgen eröffnen. Die beginnen um 11.45 Uhr und behandeln Themen wie Grundwasserschutz, Klimafolgenanpassung und regenerative Energien. Zum Abschluss gibt’s noch eine Podiumsdiskussion. Die Konferenz organisieren Kreisverbände der Grünen und die Grünen im Regionalrat. Weitere Informationen hier.

+++ Wenn Sie einen Teddy kennen, der über Wehwehchen klagt, bringen Sie ihn doch mal ins Teddybärkrankenhaus. Das hat die Fachschaft Medizin heute auf dem Schlossplatz aufgebaut. Morgen stehen die Teddy-Docs von 13 bis 15.30 Uhr bereit, am Donnerstag von 13 bis 17.30 Uhr. Der Teddy geht bestimmt fit wieder nach Hause, und Interessierte können zum Beispiel einen Rettungswagen erkunden.

+++ Beobachten Sie gerne Vögel? Dann melden Sie sich doch zum „Birdrace“ am 6. Mai an, das der Dachverband Deutscher Avifaunisten organisiert. Die Idee: Innerhalb eines Tages versuchen Sie, möglichst viele Vogelarten zu sehen und zu hören. Die zählen Sie, und wenn Sie gut sind, erhalten Sie auch Preise. Hier geht es zur Anmeldung.

+++ … und falls Sie lieber mit dem Rad unterwegs sein wollen: Am 6. Mai ist Kidical Mass. Eine Fahrraddemo, die explizit für und mit Kindern stattfindet. Los geht es um 14 Uhr an der Stubengasse. Und richtig toll wird sie, wenn tatsächlich alle sich oder ihr Fahrrad als Held:in verkleiden.

+++ In der Ateliergemeinschaft Schulstraße geht es am Donnerstag in der Reihe „Kunst und Suppe“ um sowjetische Plattenbauten und die Zerstörung eines Mythos. Die Künstlerin Anna Budina zeigt ihre Bilder und hält einen Vortrag. Anschließend gibt es, Sie ahnen es, Suppe. Um 19 Uhr geht’s los. Eine Bitte: Wenn Sie kommen möchten, melden Sie sich doch per E-Mail bei Ruppe Koselleck an.

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Herzliche Grüße
Ralf Heimann

Mitarbeit: Svenja Stühmeier (sst), Jan Große Nobis (jgn)
Lektorat: Melanie Kelter

PS

Haben Sie am Wochenende auch diesen Knall gehört, der klang, als hätte jemand irgendwo am Stadtrand zwei Bomben gezündet? Ich war zu der Zeit in der Nähe von Bielefeld, auch da war es zu hören. Offenbar auch in Hannover. Das schrieb jemand bei Twitter. Und dort lag offenbar auch die Ursache. Das waren allerdings keine Bomben, sondern zwei Kampfjets, die über Hannover ein bisschen beschleunigt hatten, um ein Passagierflugzeug einzuholen, das den Funkkontakt verloren hatte, wie die Luftwaffe bei Twitter schrieb. War dann doch alles in Ordnung, also keine Flugzeugentführung oder so. Bleibt nur die Frage: Warum knallt es eigentlich, wenn Flugzeuge schneller als der Schall fliegen? Kurz zusammengefasst: Ein Flugzeug schiebt in der Luft Druckwellen vor sich her. Aber ab einer Geschwindigkeit von 1.200 Kilometern pro Stunde kommen die Druckwellen nicht mehr mit. Dann durchbricht das Flugzeug die Wellen, also die Schallmauer. Und dann knallt es. Immer noch nicht verstanden? Dann vielleicht hier noch mal schauen. Der SWR erklärt das Phänomen dort in einem Video. (rhe)

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