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Drama um den Kunstrasen beendet | Unbezahlte Werbung: Kasi’s Kling Klang | 6 Monate RUMS für 1 Euro lesen!

Guten Tag,
es gibt Themen, die die Gemüter in Münster zuverlässig erhitzen. Heute soll es aber nicht um den Musik-Campus gehen. Sondern um ein anderes Projekt, das eine ähnlich aufgeheizte Debatte ausgelöst hat: einen neuen Kunstrasenplatz.
Am Mittwochabend entschied der Sportausschuss, dass der Verein Wacker Mecklenbeck einen neuen Kunstrasenplatz erhält. Das ist erst einmal nicht verwunderlich, denn jedes Jahr vergibt der Ausschuss ein bis zwei Aufträge für neue Plätze in Münster. Ausgewählt wird nach verschiedenen Kriterien. Entscheidend sind vor allem die Mannschaftsgröße und ihr Erfolg. Die finale Entscheidung trifft am Ende allerdings der Sportausschuss.
Vor der Entscheidung tauchte bereits ein zweiter Kunstrasenplatz im Haushaltsentwurf der Stadt auf. Allerdings nicht in Mecklenbeck, sondern in Gremmendorf. Die CDU verkündete das vor einiger Zeit schon als Erfolg. Für die Grünen kam die Nachricht total überraschend. Der Haken: Die Verwaltung hatte diese Mittel ohne sportfachliche Prüfung eingeplant, sagt Philipp Hagemann (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses.
Die Konsequenz? Verwirrung bei anderen Vereinen und der Öffentlichkeit – und jede Menge Ärger. „Allen alles versprechen und am Ende nichts davon umsetzen können – dieser Eindruck entsteht leider bei der neuen Linie der Rathaus-CDU“, kritisierte Hagemann gestern in einer Mitteilung seiner Partei.
Am Ende fiel die Entscheidung klar aus: Die Mittel für Gremmendorf werden umgeschichtet, zugunsten der Umwandlung des Tennenplatzes an der Egelshove in Mecklenbeck. Warum? Der SC Gremmendorf verfügt bereits über eineinhalb Kunstrasenplätze. Das ist mehr als andere Vereine. Jugendmannschaften, die oft nur halbe Plätze brauchen, und Hallentraining im Winter entlasten den Verein zusätzlich.
Mecklenbeck hingegen hat gleich zwei Argumente für einen neuen Kunstrasenplatz: einen maroden Platz und eine sehr erfolgreiche Mannschaft. Die Frauenmannschaft des Vereins spielt nämlich in der Regionalliga und hofft auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Für die nötige Lizenz wäre ein weiterer Platz zwingend erforderlich.
Die Stadtverwaltung verteidigt das Hin und Her zwischen Gremmendorf und Mecklenbeck. Auf unsere Nachfrage heißt es, dass die Verwaltung „erst Mitte Oktober, also deutlich nach der Fertigstellung des Haushaltsentwurfs“ von der Bewerbung des Mecklenbecker Vereins für das DFB Talentförderzentrum erfahren habe. Wacker Mecklenbeck konnte zu dem Zeitpunkt also nicht mehr für den Haushalt berücksichtigt werden.
Deswegen hatte die Verwaltung ursprünglich auf Gremmendorf gesetzt. „Der Stadtteil ist sowohl bei gedeckten als auch ungedeckten Sportflächen erheblich unterversorgt“, schreibt ein Stadtsprecher auf unsere Nachfrage. Dieser Unterversorgung sollte mit dem Vorschlag des Kunstrasenplatzes am „Hohen Ufer“ entgegengewirkt werden.
Und jetzt? Die Stadt muss erstmal Prioritäten setzen, wie Hagemann erklärt. Zuerst muss der gesperrte Kunstrasenplatz von Münster 08 im Ostviertel saniert werden. Danach folgen schon lange geplante Maßnahmen beim 1. FC Gievenbeck. Erst dann rückt der Kunstrasenplatz in Mecklenbeck wieder in den Fokus. Langfristig soll auch Gremmendorf profitieren – aber eben nicht sofort.
Es geht um knappe Mittel, widersprüchliche Interessen und die Frage, wie man alle Vereine möglichst gerecht behandelt. Für Hagemann ist klar: Die Rückkehr zu einem kriteriengestützten Vorgehen sei der richtige Weg. „Für die Zukunft hoffe ich, dass die Sportpolitik in Münster wieder zur konstruktiven Zusammenarbeit der letzten Jahre zurückfindet“, sagt er. Gleiches hört man von den Grünen.
Für die Vereine bleibt die Hoffnung, dass die getroffenen Entscheidungen nicht nur politisch, sondern auch sportlich Sinn ergeben. Und für den SC Gremmendorf? Geduld. Vielleicht klappt es ja in ein paar Jahren mit dem nächsten Kunstrasenplatz. (ani)

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+++ Die Abfallwirtschaftsbetriebe haben bekannt gegeben, wann nächstes Jahr die Müllabfuhr kommt. (Stadt Münster)
+++ Im März will die Stadt fünf LED-Tafeln in Münster anbringen, die anzeigen, wie voll das Parkhaus an den Arkaden ist. (Stadt Münster)
+++ Der Verkehrsversuch in Wolbeck wird wegen neuer Baustellen bis Herbst 2025 verlängert. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die CDU schlägt eine neue Taxibuslinie vor, um die Stadtteile Häger, Nienberge und Roxel besser miteinander zu verbinden. (Westfälische Nachrichten)
+++ Der „Bund der Steuerzahler“ findet die geplanten 2,9 Millionen Euro für die Sanierung des Hamburger Tunnels in Münster überdimensioniert. (Antenne Münster, RUMS-Brief)
+++ In Angelmodde entsteht ein neues Baugebiet mit 250 Wohneinheiten, einer Kita, Grünflächen und einer guten Anbindung, das 2027 fertig sein soll. (Stadt Münster)
+++ Die Videokameras, die nach Farbschmierereien am historischen Rathaus aufgestellt wurden, verschwinden und stattdessen kommen neue Sicherheitsmaßnahmen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die ÖDP ärgert sich, dass ein Investor aus Abu Dhabi das Reitsportevent „Turnier der Sieger“ sponsert. (ÖDP Münster)
+++ Münsters ältestes Wohnheim für Studierende schließt im Sommer 2025 nach fast 100 Jahren, um Platz für Büroräume und Kleinstwohnungen zu schaffen. (Bistum Münster)
+++ Die Polizei will Opfern von häuslicher Gewalt besser helfen und arbeitet jetzt mit drei Beratungsstellen zusammen (Polizei Münster)
+++ In Münsters Zoo ist am Mittwoch ein kleiner Gorilla geboren worden. (Pressemitteilung, Foto)
„Kasi’s Kling-Klang“ ist, wie man so schön sagt, eine Institution. Die Viertelkneipe ist mit ihrer Terrasse am Staufenplatz vor allem im Sommer ein beliebter Treffpunkt. Aber auch im Winter bietet „Kasi’s Kling-Klang“ ein paar gemütliche Nischen zum Sitzen. Drinnen gibt es auch noch einen Billardtisch, einen Kicker sowie Dartscheiben und eine Leinwand zum Fußballgucken. Ach ja, Getränke und Speisen serviert die Kneipe natürlich auch. „Kasi’s Kling-Klang“ hat täglich von 17 bis 23 Uhr geöffnet. Gerichte aus der Kneipenküche wie das gute alte Schniposa werden von dienstags bis samstags aufgetischt.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Katja Angenent in die Veranstaltungskalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen.
+++ Morgen, also am Samstag, zeigen 23 Design-Studierende im Einrichtungshaus Ventana ihre Arbeiten aus dem Projekt „Budenzauber“, für das sie Kleinserien aus regionalen Restmaterialien erstellt haben. Vielleicht erinnern Sie sich: Im Februar hat der Design-Professor Steffen Schulz für RUMS einen Gastbeitrag über nachhaltiges Design geschrieben. Das ist auch hier der Hintergrund. Es geht um „Urban Mining“ (urbaner Bergbau), ein Konzept, bei dem ungenutzte Abfallmaterialien durch kreative Umgestaltung in neue, wertvolle Produkte verwandelt werden. Zu sehen sind die Stücke von 10 bis 19 Uhr. Und man kann sie auch kaufen. Weitere Infos bei Instagram.
+++ Ist Ihnen das Gedränge in der Innenstadt an den Wochenenden zu viel, Sie haben aber trotzdem Lust auf einen Weihnachtsmarkt? Dann schauen Sie doch am Mühlenhof vorbei. An allen vier Adventswochenenden gibt es dort für 6 Euro Eintritt einen Kunsthandwerkermarkt. Zusätzlich wird altes Handwerk gezeigt und jeden Sonntag findet um 15 Uhr eine Märchenstunde im Mühlenhaus statt.
+++ Die weltpolitische Lage war in letzter Zeit alles andere als lustig. Vielleicht war Ihnen nicht so sehr nach Lachen zu Mute? Ändern können Sie das am Samstag im Kreativ-Haus beim GDT-Comedy-Slam. Um 20 Uhr treten sechs Comedians gegeneinander an. Das Publikum entscheidet darüber, wer die besten Witze bringt und Gewinner:in des Abends wird. Restkarten erhalten Sie hier.
+++ Kunst oder Musik? Für Menschen mit Entscheidungsschwierigkeiten wäre die Veranstaltung am Sonntagmorgen bestimmt etwas: Ab 11 Uhr gibt Peter Nagy, der neue Direktor der Musikschule, seinen musikalischen Einstand in der Kunsthalle. Nagy interpretiert die derzeitige Urwald-Ausstellung zusammen mit zahlreichen Gäst:innen in ein musikalisches Schlagwerk um. Das Konzert dauert 60 Minuten, der Eintritt ist frei.
+++ Ebenfalls am Sonntag um 11 Uhr gibt es im Kap.8 in Kinderhaus wieder den „Krümelalarm“. Die Slam-Poeten Dierk Seidel und Andreas Weber lesen Geschichten für alle ab fünf Jahren vor. Besonders aufregend: Kinder, die selbst ein Gedicht geschrieben haben, dürfen es am Mikrophon vortragen.
+++ Am Sonntagnachmittag, lädt der Vorleseclub im Hiltruper Kulturbahnhof um 15 Uhr zum gemütlichen Zuhören ein. Unter dem Motto „Lese-Krümel zum Kaffee“ präsentiert der Club unterschiedliche Vorlesehäppchen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Kaffee und Gebäck kosten 3 Euro.
+++ Am Wochenende sind im Robbenhaven im Allwetterzoo zum letzten Mal Vorstellungen zu sehen, und zwar am Samstag um 11:30 Uhr und 14:30 Uhr sowie am Sonntag um 12:30 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr. Zum Jahresende läuft der Pachtvertrag der privaten Betreiber aus. Ein Grund für die Schließung ist aber auch, dass die Robbenhaltung teuer ist und man laut Zoo viel Geld hätte investieren müssen, um den Betrieb fortzuführen.
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Und sonst?
Die Webseite “Nius.de” will die “Stimme der Mehrheit” sein, schafft es nur blöderweise nicht, Artikel der Münsterschen Zeitung richtig abzuschreiben. Was dahinter steckt, lesen Sie im aktuellen RUMS-Brief. Außerdem gibt es wieder einen Beitrag der Reportageschule. Diesmal geht es um das Erschöpfungssyndrom ME/CFS und wie es sich damit lebt. Sie sind interessiert? Dann testen Sie RUMS 6 Monate lang für 1 Euro.
Am Dienstag schreibt Ihnen wieder Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Herzliche Grüße
Anna Niere
Mitarbeit: Sebastian Fobbe (sfo), Ralf Heimann (rhe), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Svenja Stühmeier

