Weniger Bürokratie, mehr Sport | Unbezahlte Werbung: Handorfer Obsthof | RUMS+1: Abo abschließen, weiterempfehlen, Prämien abstauben

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von Anna Niere

Guten Tag,

fairerweise muss ich gestehen, dass wir selten darüber berichten, was im Sportausschuss der Stadt so vor sich geht. Zuletzt schaffte es die Diskussion um die Vergabe von Kunstrasenplätzen in den RUMS-Brief.

Wie Sie sich wahrscheinlich schon denken, gibt es heute etwas Neues: Die Stadtverwaltung hat ihre Sportförderrichtlinie geändert. Neben Zuschüssen und gerechten Verteilungen geht es darin auch um einen Mähroboter. Hier kommt ein Überblick über das, was sich ändert:

#1 Rasenpflege soll tierschonend sein

Die Stadt fördert Sportgeräte – aber auch jene Geräte, die alles sauber halten sollen. Maximal die Hälfte der Kosten zahlt die Stadt. Mähroboter waren bislang tabu, weil sie Kleintiere gefährden können. Der Modellflugklub Münster bekommt jetzt trotzdem Geld für so ein Gerät – weil es Tiere erkennt und nur unter Aufsicht mäht.

#2 Trotz Antrag: Wer zu wenig Kinder und Jugendliche im Verein hat, wird nicht gefördert

Ein zentraler Fördergrundsatz bleibt bestehen: Jedes fünfte Vereinsmitglied muss minderjährig sein, um Zuschüsse zu erhalten. Der Antrag des Hiltruper Vereins „Rovers Bogenschützen“ wollte das ändern, weil der Verein unter der Schwelle liegt, aber das hatte keinen Erfolg.

#4 Mindestbeitrag ist nicht gleich Mindestbeitrag

Früher mussten geförderte Vereine einen einheitlichen Familienbeitrag erheben: 15,50 Euro im Monat. Jetzt wird unterschieden: Alleinerziehende zahlen 10,00 Euro, Familien mit zwei Elternteilen weiterhin 15,50 Euro.

#5 Weniger Bürokratie, mehr Tempo

Bislang mussten bei fast jeder Zuschussentscheidung die Bezirksvertretungen beteiligt werden. Das war aufwendig. Jetzt gilt das nur noch bei Bauprojekten.

Gelten soll die neue Richtlinie schon ab Mai. Vorausgesetzt: Der Rat stimmt bei der Sitzung am 21. Mai zu. (ani)

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Ein-Satz-Zentrale

+++ Ab dieser und nächster Woche wird ganz schön viel umgebaut, unter anderem an der Wolbecker Straße, Am Max-Klemens-Kanal und im Kirschgarten in Handorf. (diese, diese und diese Pressemeldung der Stadt)

+++ Die Stadt hat ein Online-Portal eingerichtet, das die Suche nach einem ambulanten Pflegedienst erleichtern soll. (Stadt Münster)

+++ Die bisherige Grünen-Fraktionsvorsitzende Monika Pander ist nach ihrem Umzug aus der Bezirksvertretung-Ost ausgeschieden. (Westfälische Nachrichten)

+++ Die Stadt bietet jetzt Klimaanpassungs-Checks für Unternehmen an, Ziel: Firmen auf Klimarisiken vorbereiten, Energie sparen, mehr Klimaschutz im Unternehmensalltag. (Stadt Münster)

+++ Polizei I: Die Polizei Münster fahndet mit einem Phantombild nach einem Mann, der im Juli eine junge Frau am Hawerkamp sexuell missbraucht haben soll. (Polizei Münster)

+++ Polizei II: Die Polizei hat einen Jugendlichen festgenommen, der die Klostergärtnerei der Alexianer im September angezündet haben soll. (RUMS-Brief, WDR)

+++ Die Stadtwerke haben ein ernstes Wörtchen mit den Jugendlichen gesprochen, die wochenlang den Busverkehr in Angelmodde mit Laserpointern und E-Scootern gestört haben, das alles jetzt bereuen, sich entschuldigt haben und Besserung geloben, aber – jetzt kommt die Pointe – trotzdem fährt gerade kein Bus wegen einer Baustelle. (Westfälische Nachrichten)

+++ Ab September können junge Leute zwischen 18 und 25 einen Freiwilligendienst in der Stadtverwaltung von Münsters französischer Partnerstadt Orléans ableisten. (Stadt Münster)

+++ Beim Klimastreik von „Fridays for Future“ protestierten am Freitag nur rund 60 bis 110 Leute vor den Parteibüros von CDU und SPD. (Westfälische Nachrichten)

+++ Die gebürtige Münsteranerin und ehemalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat dem „Zeit Magazin“ ein langes Interview über ihren Abschied aus dem Bundestag nach über 30 Jahren aktiver Politik gegeben. („Zeit Magazin“)

Fundbüro

2025-04-15-fundbuero-preussendataunplugged

Heute haben wir zwar nichts Kurioses im Fundbüro, dafür aber Einblicke unserer Leser, die die ersten Prämien durch das Anwerben neuer RUMS-Leser:innen abgesahnt haben: Zwei Logenplätze beim Heimspiel von Preußen und Freikarten für das KI-Festival „data:unplugged“. Ein Foto mit dem Preußen-Maskottchen Fiffi durfte beim Besuch in der Loge selbstverständlich nicht fehlen. Sollte Ihnen in der Stadt noch etwas Ungewöhnliches auffallen, senden Sie uns doch ein Foto im Querformat an redaktion@rums.ms zu.

Unbezahlte Werbung

Wenn Sie zu Ostern regionale Lebensmittel oder Mitbringsel suchen, schauen Sie doch mal in Handorf vorbei. Gleich neben dem Dehner-Gartencenter gibt es im Handorfer Obsthof eine große Auswahl an Obst, Gemüse, Kräutern und Salaten. Aber nicht nur das. Es werden auch Fleisch, Käse, Säfte, Seifen, Honige, Wein und Hochprozentiges angeboten. Die Erzeugnisse stammen überwiegend von Bauernhöfen aus der Nachbarschaft. (kan)

Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!

Drinnen und Draußen

Katja Angenent hat heute ein paar schöne Empfehlungen für Sie herausgesucht:

+++ Beim Polyphonie-Abend in der Studiobühne präsentieren am Mittwoch um 19 Uhr verschiedene Schwarze deutschsprachige Autor:innen ihre jeweiligen Werke. Angesichts ihrer vielseitigen und vielstimmigen Praxis geht es in der anschließenden Diskussion um die Frage, ob es eine Schwarze deutsche Literaturtradition gibt. Der Eintritt ist frei.

+++ Der Zwinger an der Promenade hat eine wechselvolle Geschichte. Bollwerk, Wehrturm, Rossmühle, Gefängnis, Atelier, Heim der Hitlerjugend, Hinrichtungsstätte der Gestapo, Mahnmal, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Historie des Bauwerks können Sie am Donnerstagabend beleuchten, also wörtlich: Ab 20 Uhr beginnt eine Taschenlampenführung. Die Teilnahme kostet 5 Euro.

+++ Im Krameramtshaus am alten Steinweg ist derzeit eine ungewöhnliche Ausstellung zum Thema Nachhaltigkeit zu sehen. Der Arbeitskreis „Tun Kunst 38“ präsentiert über 40 Werke mit unterschiedlichen Techniken wie Malerei, Collage und Druck, mal abstrakt, mal sehr konkret. Geöffnet ist die Ausstellung unter der Woche von 12 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 16 Uhr.

Und sonst so?

Menschen in Münster finden Klimaschutz wichtig – sehr sogar. Doch im Alltag zeigt sich: Zwischen Ideal und Wirklichkeit klafft eine Lücke. Was steckt dahinter? Und wie kann die Stadt dabei besser helfen? Um dieser Frage nachzugehen, habe ich mir eine neue Bürgerumfrage angeschaut und über die Ergebnisse mit einem Wissenschaftler aus Frankfurt gesprochen. Möchten Sie mehr erfahren? Dann testen Sie RUMS 6 Monate lang für 1 Euro.

Diese Woche kommt der nächste RUMS-Brief einen Tag früher als normal. Am Donnerstag schreibt Ihnen dann Sebastian Fobbe, danach verabschieden auch wir uns ins verlängerte Wochenende. Solange wünsche ich Ihnen eine schöne Woche!

Herzliche Grüße
Anna Niere

Mitarbeit: Sebastian Fobbe (sfo), Jan Große Nobis (jgn), Katja Angenent (kat) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth

PS

Das Ferienloch hat anscheinend auch die Kolleg:innen vom Ordnungsamt getroffen. Die haben am Wochenende einen sehr ernsten Einsatz gehabt, bei dem sie eine Entenfamilie eskortierten. Die flauschige Großfamilie hatte sich in die Innenstadt verlaufen und wurde von den Beamten zum Wasser an der Engelenschanze begleitet. Auf dem Weg haben viele Schaulustige den besonderen Einsatz, der auch wirklich sehr putzig anzusehen war, festgehalten. Ein Video auf Tiktok hat sich mit mehr als eine Millionen Klicks schon zum Hit entwickelt. Eine Person kommentiert, für so einen Einsatz zahle sie gerne Steuergelder. Andere fragen, was die Enten denn angestellt hätten. Und wieder andere freuen sich: Ente gut, alles gut. (ani)

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