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Münster wächst und altert | Unbezahlte Werbung: Finne am Hafen | RUMS 6 Monate für 1 Euro lesen!

Guten Tag,
seit vergangener Woche bekommt man in Münster wieder das Gefühl, die Stadt besteht zum Großteil aus Studierenden. In der Ersti-Woche bestimmten Gruppen junger Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum und fragwürdigen Spielen das Stadtbild. Neben den Produktionswagen für Tatort und Wilsberg-Dreh war rund um den Dom und die Überwasserkirche zwischen den Flunkyball spielenden Erstsemestern nur wenig Platz für das übliche touristische Volk.
Aus den Beobachtungen der vergangenen Tage könnte man schlussfolgern, dass mehr junge als ältere Menschen in Münster leben. Die Zahlen sagen allerdings etwas anderes: Der Altersdurchschnitt liegt bei 42 Jahren, Tendenz steigend. 2050 wird der oder die Durchschnitts-Münsteraner:in 44 Jahre alt sein. Das prognostizieren die gestern veröffentlichten Zahlen der Landesstatistikstelle „IT NRW“.
Die Vorhersage ist deutlich pessimistischer als die Bevölkerungsstatistik der Stadt aus dem vergangenen Jahr. Damals prognostizierte die Stadt, Münster werde schon im Jahr 2033 ungefähr 333.000 Einwohner:innen haben. Die Landesstatistik rechnet mit 315.000, aktuell sind wir etwas mehr als 308.000.
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Generell hat „IT NRW“ die erwartete Bevölkerungsentwicklung deutlich nach unten korrigiert. Zuletzt ergab der Zensus, dass Münster 2022 nur 304.000 Einwohner:innen hatte und nicht, wie bis dato gedacht, 319.000 (RUMS-Brief).
Keine andere Gruppe sollte laut Stadt-Prognose so stark anwachsen wie die Generation 65 plus (RUMS-Kolumne von Michael Jung über die ruhige und gediegene Boomer-Boomtown Münster). Die Landesdatenbank sieht Münsters Bevölkerung schneller altern als andere Kreise und Städte in Nordrhein-Westfalen. Aber keine Sorge: In Paderborn oder Borken scheint der Alters-Turbo zu zünden. Dort sollen die Bürger:innen 2050 durchschnittlich schon mehr als drei Jahre älter sein als noch 2023.
Da scheinen wir den 4.000 Erstis, die in diesem Wintersemester neu dazugekommen sind, wohl etwas zu verdanken: Sie werden 2050 vermutlich genau in den Altersdurchschnitt von Münster passen. (ani/sfo)

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+++ Ab Sonntag wird der Schlossplatz gesperrt, weil der Herbstsend aufgebaut wird. (Stadt Münster)
+++ Mehr als die Hälfte der Viertklässler:innen wechseln in Münster aufs Gymnasium, während sich kaum noch Eltern entscheiden, ihr Kind auf eine Hauptschule zu schicken. (IT NRW)
+++ Ein neues Pilotprojekt soll Gewerbeflächen an der Siemensstraße klimafreundlicher machen. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Straße Am Mittelhafen wird ab nächsten Dienstag für zwei Monate gesperrt, weil dort neue Leitungen verlegt werden. (Stadt Münster)
+++ Der Bau des Bürohochhauses am Dreieckshafen wird teurer als gedacht. (Westfälische Nachrichten)
+++ Ihre Mülltonnen könnten in den nächsten Tagen voll bleiben, weil gerade jede Menge Mitarbeiter:innen der Abfallwirtschaftsbetriebe krank sind (Stadt Münster, und gute Besserung!)
+++ Die Schlosser:innen haben in Münster (und anderen Städten im Umkreis) gestern und heute gestreikt. (WDR)
+++ Fast 2.600 Katholik:innen aus dem Bistum Münster sind am Sonntag nach Rom gefahren zum Pilgern. (Bistum Münster)
+++ Am Montag startet eine sechswöchige Veranstaltungsreihe des Beirats für kommunale Entwicklungszusammenarbeit zum Thema Menschenrechte mit Filmen, Vorträgen und Aktionen. (Stadt Münster)
+++ An der Uni startet am Montag eine öffentliche Vorlesungsreihe über soziale Ungleichheit mit wöchentlichen Beiträgen aus verschiedenen Fachrichtungen. (Uni Münster)
Ab morgen gibt’s Craft-Bier auch am Mittelhafen: Direkt neben der Hafenkäserei öffnet der zweite Standort der Finne-Brauerei. Von mittwochs bis sonntags können Sie verschiedene Bio-Biere aus Münster testen und das sogar mit Blick auf den Hafen, jeweils ab 12 Uhr bis spätabends. Unter der Woche ist zwischen 14:30 und 17 Uhr Mittagspause. Sonst bietet die neue Hafenbrauerei Führungen, Räume für Party und einen Kiosk an, der Bier zum Mitnehmen anbietet.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Katja Angenent hat sich heute umgehört und kann Ihnen ein paar schöne Veranstaltungen empfehlen:
+++ Sind Sie der spontane Typ und haben heute noch nichts vor? Dann kommen Sie doch um 20 Uhr zur Halle Münsterland. Die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer stellt dort ihr neues Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ vor und spricht darüber, woran wirksamer Klimaschutz zurzeit scheitert und wie es besser gehen könnte. Eine Karte kostet knapp 30 Euro.
+++ Wenn Sie’s heute doch nicht schaffen, kommen Sie morgen ins SpecOps. Dann liest Sara Fromm aus Ihrem Buch „Zuversicht jetzt“. Darin geht es auch um Klimaschutz und die große Frage, wie wir den Krisen der Welt mutig begegnen können. Los geht es um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
+++ In der Stadtbücherei Münster wird aktuell die Wanderausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ über Frauenbilder, Frauenrollen und frauenpolitische Erfolge in Ost und West gezeigt. Am Donnerstag finden gleich zwei ausstellungsbegleitende Programmpunkte statt: Um 18:30 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung und im Anschluss, um 19:30 Uhr, wird aus der Anthologie „Wie wir wurden, wer wir sind“ über Ost- und West-Frauen zwischen politischen Systemen, Emanzipation und persönlichen Erfahrungen gelesen. Freier Eintritt!
+++ Astronomie ist wahnsinnig interessant, aber auch super kompliziert, oder? Wenn Sie nicht zufällig Physik studiert haben, kommen Sie doch mal zum Astroseminar der Uni. Am Freitag und Samstag stellen Fachleute ihre Forschungsfelder vor und bringen Ihnen das kleine Einmaleins der Astronomie bei. Für Kinder und Schüler:innen gibt es ein tolles Mitmachprogramm. Freier Eintritt, Kaffee und Kleinigkeiten gibt’s auch.
Eigentlich sollte der Biohof Biolee neben dem Gemüseanbau auch zum Bildungsort werden. Doch lange mussten die Landwirte um ihr Land bangen. Das hätten sie durch einen Rechtsstreit fast verloren. Ein neues Urteil gibt jetzt jedoch Hoffnung. Svenja Stühmeier hat sich das für uns genauer angeschaut.
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Am Freitag schreibt Ihnen Sebastian Fobbe. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Herzliche Grüße
Anna Niere
Mitarbeit: Sebastian Fobbe (sfo), Svenja Stühmeier (sst), Katja Angenent (kat), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Wenn Sie ein Bier oder sonstiges Getränk, das durch einen Kronkorken gesichert wird, trinken, dann halten Sie ganz nebenbei auch einen recht wertvollen Rohstoff in der Hand: Weißblech. Zugegeben, die Menge ist sehr gering. Trotzdem ist es wichtig, den Stoff fachgerecht zu entsorgen, damit er recycelt werden kann. Damit ist nicht der Restmüll gemeint, sondern der Wertstoffhof. Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht darauf geachtet habe und den Kronkorken meist einfach weggeschmissen habe. Damit Sie und ich uns bessern, gibt’s gleich einen praktischen Tipp: Sammeln Sie Ihre Kronkorken und geben Sie sie beim Metallrecyclinghof von Remondis in Münsters Süden ab. Das geht montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr. Die Initiatorin von „Kronkorken.Münster“ spendet den Ertrag an soziale Projekte. Weitere Infos finden Sie auf dem Instagram-Kanal. Für ein Kilogramm Kronkorken gibt’s meist rund 10 bis 15 Cent. Je mehr, desto besser! (ani)
