- RUMS
- Beiträge
- Kurzbriefe
- Kurzbrief von Ralf Heimann
Rekorde, Rekorde, Rekorde | Unbezahlte Werbung: Andrä | 6 Monate RUMS für 1 Euro

Guten Tag,
Die Olympischen Spiele sind seit dem Wochenende vorbei. Mit den Rekorden geht es gefühlt weiter, allerdings mit eher zweifelhaften. Das ZDF kündigte heute Morgen den wahrscheinlich wärmsten Tag des Jahres an. Und die Meldung vom heißesten Tag der Geschichte ist ja gerade erst einen Monat alt.
In Münster waren es heute Nachmittag laut dem Deutschen Wetterdienst 34 Grad. Es gab eine amtliche Hitzewarnung. Und im Kopf kriegt man das alles nur schwer zusammen. Zwischendurch ist so ein Sommer natürlich auch sehr schön.
Vor dem „Cho & Riso“ an der Sonnenstraße war es gestern Abend so voll wie am Wochenende. Im Nordpark saßen die Leute noch um halb neun im Grillnebel auf ihren Decken. Als es dunkel wurde, lief im Sommernachtskino vor dem Schloss „Killers of the Flower Moon“ mit Robert de Niro. Und bei „Tom & Pollys“ an der Hammer Straße tranken die Leute noch um halb elf Aperol Spritz.
Es hätte kaum schöner sein können, daher muss man vielleicht noch mal daran erinnern, was Hitze auch bedeutet. In Europa sind im vergangenen Jahr über 47.000 Menschen an deren Folgen gestorben, meldet der „Spiegel“ heute. In Deutschland kamen auf eine Million Menschen 76 Hitzetote. Auf die Größe von Münster heruntergerechnet wären das 24. Zum Vergleich: Auf Münsters Straßen starben im vergangenen Jahr sieben Menschen.
Sie bekommen derzeit nur eine gekürzte Version unseres Newsletters …

Deshalb verpassen Sie derzeit viele wichtige Neuigkeiten aus der Stadt.
Probieren Sie doch einfach mal unser Einstiegsangebot aus und holen Sie sich unseren Newsletter wieder in voller Länge. Mit einem Abo bekommen Sie außerdem freien Zugriff auf all unsere Website-Beiträge. Sie zahlen für ein halbes Jahr nur einen Euro. Unser Angebot ist derzeit auch für all diejenigen freigeschaltet, die schon mal ein RUMS-Abo hatten. Jetzt testen!
Der Journalist Nick Reimer, Mitautor des Bestsellers „Deutschland 2050 – wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“, der vor zwei Jahren bei RUMS zu Gast war, hat vor einer Woche in der taz dazu aufgerufen, den Hitzeschutz ernst zu nehmen und Vorschläge dazu gemacht, was Städte machen können, um sich gegen die Hitze zu wappnen.
Reimer schlägt unter anderem vor, Dächer und Straßen weiß zu streichen, wie man es aus dem Süden kennt, um die Städte etwas herunterzukühlen. Außerdem rät er zu Hitzewarnsystemen und Unterstützung für alle, die besonders unter der Hitze leiden – zum Beispiel ältere Menschen, Kinder oder Schwangere. Und Reimer rät, die Bäume zu pflegen, denn auch sie geben Schatten und kühlen die Städte.
In Münster passiert das schon. Seit vier Jahren stehen im Sommer 60 Wassercontainer in der Stadt, damit Menschen die Bäume in ihrem Viertel gießen können.
Die Stadt arbeitet an einem Hitzeaktionsplan, der zeigen soll, wie man Menschen vor der Hitze schützen kann. Vor drei Monaten ist ein Zwischenbericht erschienen, in dem die Stadt erklärt, was sie vorhat.
Es soll zum Beispiel ein Hitzetelefon geben, also eine Hotline, die darüber informiert, wie man sich vor den Temperaturen schützen kann. Ein paar Tipps stehen im Hitzeknigge der Stadt. Seit April ist auch der „Coole Stadtplan für Münster“ online. Auf ihm ist zu sehen, wo es besonders heiß ist und wo man sich abkühlen kann. Bis Mitte September kann man der Stadt dazu Hinweise geben und sich so selbst an dem Stadtplan beteiligen.
Am Aasee sieht man zurzeit, welche Folgen es haben kann, wenn es länger zu heiß ist. Die Westfälischen Nachrichten berichten, der See droht zu kippen. Auf der Oberfläche liegt ein Blaualgenteppich. Die Stadt hat begonnen, ihn abzusaugen. Auch in den Notaufnahmen der Krankenhäuser macht sich die Hitze bemerkbar, berichtet Antenne Münster.
Morgen soll es zwar etwas abkühlen, aber nur auf 26 Grad. Wirklich kälter wird es laut der 16-Tage-Prognose von wetter.de erst Ende des Monats. (rhe)
+++ Der frühere CDU-Kreisvorsitzende Hanno Höyng ist im Alter von 83 Jahren gestorben. (Westfälische Nachrichten)
+++ Weil eine Bundesförderung wegfällt (RUMS-Brief), fehlen den Stadtwerken bei der Umstellung auf Elektrobusse knapp 7 Millionen Euro. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Stadt weitet das Nachhaltigkeitsprojekt „YooLe“ aus und sucht dafür zehn Grundschulen, die teilnehmen und an siebzehn Lernorten die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen kennenlernen wollen. (Stadt Münster)
+++ Seit der Wiedereröffnung des 16 Jahre lang geschlossenen Geomuseums vor einem Jahr haben fast 49.000 Besucher:innen das Museum besucht. (Antenne Münster)
+++ Weil nur noch zehn Brüder im Münsteraner Kapuzinerkloster leben, sollen nun in leerstehende Zimmer Studierende einziehen. (Kirche und Leben)
+++ An der Königsberger Straße ist jetzt im dritten Hochhaus von defekten Fahrstühlen, Ratten und Schimmel die Rede. (Antenne Münster)

Anonymer Briefkasten
Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Ein 43-jähriger Lehrer wird seit Anfang August auf Korsika vermisst. (WDR)
+++ Am Kanal ist laut dem Straßenmagazin „draußen!” ein wohnungsloser Mann mit einem Brecheisen angegriffen und schwer verletzt worden. (Straßenmagazin „draußen!“ auf Instagram)
+++ Nach dem Tod von „Skultpur Projekte”-Erfinder Kasper König am vergangenen Freitag sind mehrere interessante Nachrufe erschienen. (Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Nachrufe gibt es zum Beispiel bei der Tagesschau und bei Zeit Online)
+++ Bis Sonntag wandern vor allem Männer, aber auch einige Frauen nackt durchs Münsterland. (WDR)
Keine Lust aufs Streaming-Programm? Bei Andrä am Verspoel 21 gibt es Alternativen: Hier können Sie gebrauchte CDs, DVDs, Blue-Rays, Platten und Konsolenspiele kaufen. Damit zuhause niemand böse Überraschungen erlebt, werden alle Medien vor dem Verkauf geprüft. Die großzügigen Regale mit ihrem ständig wechselnden Sortiment laden zum Stöbern ein. Sollten Sie etwas Bestimmtes suchen, können Sie auch etwas vormerken lassen. Und falls Sie selbst noch das eine oder andere Schätzchen zu Hause liegen haben sollten: Andrä kauft auch Medien an.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Katja Angenent für Sie in den Kalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Am Mittwoch bietet die Arbeitsgruppe „Frauengeschichte Münster“ einen Stadtrundgang zum Thema Hexenverfolgung an. Einzelne Schicksale kommen dabei genauso zur Sprache wie allgemeine Gesetze und Normen, denen Frauen im 16. und 17. Jahrhundert unterworfen waren. Für die Führung um 16:30 Uhr können Sie sich per E-Mail anmelden.
+++ Die grüne Bundestagsabgeordente Kathrin Henneberger diskutiert am Donnerstagabend mit Michael Tillmann über Rechtsruck und Klimagerechtigkeit. Er ist Begründer der Münsteraner Klimagespräche und hat außerdem RUMS-Kolumnen geschrieben, zum Beispiel hier. Ebenfalls auf dem Podium sitzen der Soziologe Niklas Haarbusch sowie die Asta-Vorsitzende Theresa Dissen. Der Eintritt in den Hörsaal JUR 2 am Juridicum ist frei. Nachtrag: Ein Leser hat kritisiert, hier fehle die Information, dass alle Beteiligten Mitglieder der Grünen seien. Das reichen wir hiermit nach.
+++ Sie tanzen gerne, aber es nervt Sie, dass die meisten Partys in Münster nicht vor 23 Uhr anfangen? Dann könnte der Turbo-Tanz-Treff am Donnerstag in der Roten Lola etwas für Sie sein. Ab 20 Uhr legt DJ Raffa Pop & Electro-Pop auf. Bei schönem Wetter findet die Party draußen statt, bei Regen drinnen.
+++ Noch bis zum 25. August laufen die Pride-Weeks mit ganz unterschiedlichen Angeboten zum Informieren, Austauschen und Vernetzen. Am Freitag gibt es um 18:30 Uhr im Fürstenberghaus beispielsweise einen Vortrag zum Thema „Wieso du nur Frauen und Männer wahrnimmst. Nicht-binäre Menschen in der Unsichtbarkeit.“
Und was steht noch im RUMS-Brief?
Die Kitasituation in Münster hat sich verbessert. Doch das grundsätzliche Problem bleibt. Man könnte das ändern – auch ohne neue Fachkräfte. Wir berichten, welche wichtigen Infos im Kitabericht stehen, was die Stadt Münster verändern kann und was auf anderen Ebenen entschieden werden muss. Finden Sie das interessant? Dann abonnieren Sie RUMS doch. Momentan können Sie sechs Monate lang für nur einen Euro lesen.
Herzliche Grüße
Ralf Heimann
Mitarbeit: Katja Angenent (kan), Jan Große Nobis (jgn), Svenja Stühmeier (sst) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Susanne Bauer
Diesen Kurzbrief teilen und RUMS weiterempfehlen
PS
Die vier drei Monate alten Tigerbabys im Zoo durften nun endlich nach draußen. Falls Sie keine Zeit haben, selbst vorbeizuschauen: Der WDR zeigt sie hier in einem kurzen Video. Namen haben die vier übrigens noch nicht. Falls Sie eine Namenspatenschaft übernehmen wollen, der Zoo ist noch auf der Suche.
