Wieder Krise bei Galeria? | Wie steht’s um die städtischen Gebäude?

Portrait Raphael Balke neu
von Raphael Balke

Guten Tag,

vor kurzem saß der Schriftsteller und Journalist Benjamin von Stuckrad-Barre im Interview (ab Minute 15) mit Pierre M. Krause und witzelte über die Kaufhauskette Galeria. Über eine Filiale in Berlin sagte er: „Die Leute, die dort arbeiten, haben schon vollkommen aufgegeben.“ Galeria sei wie ein Mahnmal. „Das war der Kapitalismus zum Reingehen – mit Statisten und Requisiten. Und einer dieser Statisten bin ich gern“, sagte von Stuckrad-Barre. Das Unternehmen sei ja eigentlich schon achtfach insolvent.

Ganz fernab der Realität liegt er mit seiner Überspitzung nicht. Bereits drei Mal, 2020, 2022, 2024, musste Galeria Insolvenz anmelden – und trotzdem existiert das Unternehmen immer noch. Vor zwei Jahren hatte die Kaufhaus-Kette 16 ihrer 92 Standorte in Deutschland geschlossen. Die beiden Filialen in Münster, an der Ludgeristraße und der Salzstraße blieben damals verschont (RUMS-Brief). Mein Kollege Sebastian Fobbe schrieb damals bereits darüber, wie leerstehende Kaufhäuser beispielsweise kulturell genutzt werden können. Es war das vorerst letzte öffentliche Kapitel der Finanzsorgen des Unternehmens.

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