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Der allgegenwärtige Krieg | Ein Gespräch mit Marina Weisband | Kriegels Kruste

Guten Tag,
Tag sechs nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, und der Krieg ist in Münster allgegenwärtig. Auf dem Prinzipalmarkt demonstrierten am Wochenende tausende Menschen für Frieden. Am Rathaus wehen die europäische und die ukrainische Flagge. Im Hauptbahnhof leuchteten gestern die ukrainischen Farben. An den Aaseeterrassen steht in blauer und gelber Kreide „Solidarität mit der Ukraine & Schutzsuchenden aller Länder“ auf dem Asphalt.
Am Samstagabend war die deutsch-ukrainische Pianistin Marina Baranova in der Friedenskapelle zu Gast. Für mich und viele andere im Publikum war es das erste Konzert nach der langen Corona-Pause. Ich hatte mich auf den Abend gefreut. Aber jetzt war da der Krieg, und in Charkiw, einer Universitätsstadt wie Münster, wo Marina Baranova geboren wurde, schlugen zur gleichen Zeit Raketen ein, Menschen starben. Marina Baranova rang mit ihren Worten. Mit viel Mühe formte sie jeden Satz. Und schließlich sagte sie: „Ich spiele besser einfach Klavier.“
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