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Trendwende beim Auto? | Unbezahlte Werbung: „Indian Ocean“ | RUMS 6 Monate lang für 1 Euro

Guten Tag,
die Wolbecker Straße hat bei Ihnen heute vielleicht für unterschiedliche Gefühle gesorgt – je nachdem, wo Sie unterwegs waren. Vielleicht haben Sie sich über die Teilsperrung zwischen Stapelskotten und Wolbeck geärgert. Dort staut sich wegen einer Baustelle seit einer Woche der Verkehr.
Vielleicht haben Sie sich aber auch über die Vollsperrung in der Innenstadt gefreut. Zwischen dem Ring und dem Kanal ging heute zeitweise nichts mehr. Aber das war ja immerhin für den guten Zweck, genauer genommen für den „Parking Day“. Mehrere Umwelt- und Politgruppen haben den Aktionstag zum Anlass genommen, um für die Verkehrswende in Münster zu demonstrieren, genauer gesagt für „die autofreie Stadt der Zukunft“.
Von dieser schönen Vorstellung entfernen wir uns aber immer weiter. Das geht aus einem neuen Bericht der Verwaltung hervor. Das Stadtplanungsamt hat nachgezählt, wie sich die Zahl der Autos in Münster in den vergangenen fünf Jahren verändert hat. Mit dem Ergebnis: Seit 2019 gibt es weit über 6.000 Autos mehr in Münster. Damit ist der gesamte Bestand um rund 4 Prozent gestiegen.
Das allein ist schon ein interessantes Ergebnis für eine Fahrradstadt wie Münster. Besonders auffällig ist: Immer mehr Menschen in Münster schaffen sich ein Wohnmobil an. Die Zahl der Zulassungen hat in den vergangenen fünf Jahren einen ordentlichen Sprung nach oben gemacht – um 69,5 Prozent. Besonders viele Wohnmobile haben die Münsteraner:innen im ersten Coronajahr 2020 angemeldet (so wie überall in Deutschland).
Aber gibt es noch gute Nachrichten? Ja, die gibt es: Insgesamt verringert sich die Zahl der Privatautos. In dem oben genannten Gesamtergebnis sind auch gewerbliche Fahrzeuge mit eingerechnet. Deren Anteil steigt zwar, aber privat genutzte Autos werden in Münster seltener zugelassen.
Natürlich kann es sein, dass mehr Autofahrende ihre Firmenwagen auch fürs Privatvergnügen nutzen. Es kann aber auch sein, dass die Verkehrswendepolitik wirkt. Der Bericht zeigt nämlich: Vor allem in der Innenstadt, in der das neue Parkraumkonzept gilt, verzichten mehr Menschen aufs eigene Auto. Aber auch in den Stadtteilen mit starkem Zuzug steigt nicht unbedingt die Anzahl der Autos. Diese Erkenntnisse dürften doch ein Ansporn sein, künftig mehr auf Busse, Carsharing und Fahrradstraßen zu setzen. (sfo)

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Im RUMS-Brief am Dienstag hatten wir in der Ein-Satz-Zentrale geschrieben, dass die Uniklinik Anfang November in Teilen evakuiert werden soll, weil in der Nähe etwas gefunden wurde, das aussieht wie eine Weltkriegsbombe. Das war etwas voreilig. Das Ding im Boden muss erstmal untersucht werden. Je nachdem, was dabei herauskommt, wird die Uniklinik geräumt oder nicht. Wir haben den Fehler korrigiert. (ani)
+++ Am Wochenende kann es rund um die Autobahnspinne an der Weseler Straße zu Staus kommen, weil dort – zweiter Versuch – eine Behelfsbrücke angebracht wird. (Antenne Münster)
+++ Die Weseler Straße wird stadtauswärts bis Mai 2025 in Etappen gesperrt sein, damit die Stadtnetze neue Kabel und Schutzrohre für die Glasfaserverbindung legen können. (Stadtnetze Münster)
+++ Die Stadt prüft, ob an der Kanalpromenade nach Gelmer mehr Licht angebracht werden kann, was gar nicht so einfach ist, weil dort viele Fledermäuse leben. (Stadt Münster)
+++ Der Umbau des ehemaligen Offizierskasinos im York-Quartier zu einem Begegnungshaus für Demokratie und Kultur soll 2026 beginnen und bis Ende 2028 abgeschlossen sein. (Stadt Münster)
+++ Zum zweiten Mal seit 2021 muss die Awo-Kita in Coerde vorübergehend schließen, weil sich dort Mäuse tummeln. (Westfälische Nachrichten)
+++ Ein großes Feuer, dessen Ursache noch nicht bekannt ist, hat die Klostergärtnerei der Alexianer am Kappenberger Damm zerstört. (WDR)
+++ Die CDU Münster ist mit den Sparplänen der Kämmerin unzufrieden und möchte jetzt eigene Vorschläge ausarbeiten, weil auf der Liste Kürzungen für Familien und Kinder stehen. (CDU Münster)
+++ Die Bauern haben wegen vielen Regens in diesem Sommer deutlich weniger Getreide und Kartoffeln geerntet, dafür mehr Mais und Zuckerrüben. (WDR)
+++ Die Münsteraner Gasballon-Piloten Andreas Zumrode und Axel Hunnekuhl sind bei der Gasballon-WM in 69 Stunden in ihrem Ballon nach Portugal geflogen und haben damit Platz 3 belegt. (Westfälische Nachrichten)
+++ Eine Delegation aus Münsters israelischer Partnerstadt Rishon LeZion hat ihren Besuch in Münster vorzeitig abgebrochen, weil zu Hause die höchste Warnstufe ausgerufen wurde – und weil nicht klar war, ob später noch Flüge gehen würden. (Stadt Münster)
Wie klingt Aloo Gobi oder Chicken Korma für Sie? Wenn Sie gern indisches Essen mögen, können wir Ihnen das „Indian Ocean“ empfehlen. Das Restaurant am Alten Steinweg serviert die Klassiker der südindischen Küche. Zum Beispiel verschiedene Vorspeisen, Dosas (eine Art herzhafter Pfannkuchen) und natürlich Currys in unterschiedlichen Schärfegraden an. Da in Indien sehr viele Menschen vegetarisch oder vegan leben, gibt es auch ein großes Angebot mit Gemüsegerichten. Und noch ein Tipp zum Schluss: Dienstags bis freitags können Sie sich zwischen 12 und 14:30 Uhr durch das Mittagsbuffet probieren, dafür empfiehlt sich eine Reservierung.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
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Wie klingt Aloo Gobi oder Chicken Korma für Sie? Wenn Sie gern indisches Essen mögen, können wir Ihnen das „Indian Ocean“ empfehlen. Das Restaurant am Alten Steinweg serviert die Klassiker der südindischen Küche. Zum Beispiel verschiedene Vorspeisen, Dosas (eine Art herzhafter Pfannkuchen) und natürlich Currys in unterschiedlichen Schärfegraden an. Da in Indien sehr viele Menschen vegetarisch oder vegan leben, gibt es auch ein großes Angebot mit Gemüsegerichten. Und noch ein Tipp zum Schluss: Dienstags bis freitags können Sie sich zwischen 12 und 14:30 Uhr durch das Mittagsbuffet probieren, dafür empfiehlt sich eine Reservierung.
[/Unbezahlte-Werbung]
Annalena Zernott hat heute ein paar schöne Empfehlungen für Sie herausgesucht:
+++ Heute Abend eröffnet die B-Side am Mittelhafen offiziell. Zwei Tage lang findet ein kleines Festival mit Musik und Kultur statt. Das ganze Programm finden Sie hier. Ab 19:30 Uhr geht die parapolitische Abendunterhaltung „Badda-B-Side!“ los, die Sie vielleicht in einer etwas anderen Form noch aus dem SpecOps kennen (RUMS-Brief).
+++ Ab heute zeigt das Kunstmuseum am Domplatz eine neue Ausstellung. Zum 150. Geburtstag des Expressionisten Otto Mueller werden seine Werke in einen aktuellen Kontext gebracht. Die Schwarze deutsche Wissenschaftlerin Natasha A. Kelly setzt sich zum Beispiel mit Muellers Verbindungen zum Kolonialismus auseinander. Die Ausstellung bleibt bis Anfang Februar im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Hier finden Sie alle Infos zur Ausstellung.
+++ Am Samstagabend um 19:30 Uhr zeigen das Wuppertaler Improvisationsorchester und Jungstudierende der Jugendakademie Münster, was sie im Rahmen eines gemeinsamen Workshops erarbeitet haben. Das Besondere hierbei: Alle, die am Orchester mitwirken, können mit Handzeichen spontan die Leitung des Orchesters übernehmen. Das Ganze kostet keinen Eintritt und findet statt in der Westfälischen Schule für Musik. Einzelheiten erfahren Sie hier.
+++ Am 22. Tag eines jeden Monats ziehen christliche Fundamentalist:innen durch Münster, um vor der Beratungsstelle Pro Familia gegen Schwangerschaftsabbrüche zu demonstrieren. Verschiedene Bündnisse haben sich zusammengetan, um am Sonntag ab 10 Uhr am Ludgeriplatz gegen Gehsteigbelästigung zu demonstrieren und sich für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung einzusetzen. Weitere Hinweise zur Kundgebung finden Sie hier. In einem kurzen Interview mit der ARD erläutert die Leiterin von Pro Familia Münster, was das Problem mit der Gehsteigbelästigung ist. Sie finden es hier.
Und sonst?
Die Eckkneipe stirbt aus, das Hipster-Café kommt und geht, auf den Speisekarten stehen immer mehr vegane Gerichte: Ernährung bestimmt unseren Alltag und damit auch das Zusammenleben in der Stadt. Die Geographie-Professorin Petra Lütke von der Uni Münster erforscht, wie kulinarische Trends die Stadtentwicklung beeinflussen. Wir haben mit ihr darüber gesprochen.
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Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Haben Sie ein schönes Wochenende und passen Sie auf sich auf!
Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe
Mitarbeit: Jan Große Nobis (jgn), Ralf Heimann (rhe), Anna Niere (ani) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Haben Sie mitbekommen, dass sich die Gottesanbeterin in Münster ausbreitet? Das Insekt ist extrem dünn, knallgrün und kaum von einem Grashalm oder Blatt zu unterscheiden (hier das Beweisfoto). Sie wird sechs bis acht Zentimeter groß und trägt Dornen und Haken an den Vorderbeinen. Berühmt ist die Gottesanbeterin aber weniger für ihr ungewöhnliches Aussehen als für ihr spezielles Paarungsverhalten. Die Weibchen praktizieren nämlich sexuellen Kannibalismus – sie fressen die Männchen nach dem Geschlechtsakt auf. Noch besser: Sie können unbefruchtete Eier legen, aus denen trotzdem Junge schlüpfen. Die Männchen sind also mehr oder minder überflüssig für den Nachwuchs. Verrückt, oder? Ich muss ja gestehen: Mich faszinieren Tiere, weil sie ganz anders ticken als wir Menschen. Wenn es Ihnen ähnlich geht, kann ich Ihnen den ARD-Podcast „Weird Animals“ empfehlen. Die Tierärztin und Kabarettistin Tereza Hossa und der Garten-Influencer Robinga Schnögelrögel stellen jede Woche ein erstaunliches Tier vor. Es ging schon um den Axolotl („wird nie erwachsen“), das Aye-Aye („popelt gerne“), den Feldhamster („hängt auf Friedhöfen ab“), und wer weiß, vielleicht erscheint ja noch eine Folge über die kannibalistische Gottesanbeterin. Mein bisheriges Highlight aus dem Podcast ist übrigens: Der pummelige Papagei mit dem schönen Namen Kakapo riecht, anders als man denken könnte, nach Waldboden, Blumen und Honig. (sfo)
