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Wie Münster cool bleiben soll | Unbezahlte Werbung: Thiemanns Basteln und Spielen | RUMS 6 Monate für 1 Euro

Guten Tag,
haben Sie sich auch gefreut, dass es in den letzten Tagen mal wieder um die 20 Grad warm war? Die Freude hält allerdings nur so lange, bis man realisiert, dass sommerliche Temperaturen Mitte Oktober nicht normal sind, sondern eine Folge des Klimawandels. 2023 war zum Beispiel mit durchschnittlich 11,62 Grad das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturmessungen in Münster. So schön sie sich momentan auch anfühlen mag – die Hitze, die dahintersteckt, kann vor allem für Kinder, ältere Menschen und Kranke schnell gefährlich werden.
Die Stadtverwaltung hat deshalb einen Hitzeaktionsplan erstellt. Mit zwölf Maßnahmen soll Münster besser gegen Hitze gewappnet sein. Die sehen ganz unterschiedlich aus: Von präventiven Maßnahmen bis zu sehr konkreten Plänen, wie öffentliche Trinkwasserbrunnen. Ein Mix aus langfristigen Anpassungen und besserer Bewältigung von akuten Situationen.
Den Fokus legt die Stadt auf Information. Alles soll für alle verständlich sein. Speziell aber sollen ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen in besonderen Lebenslagen informiert werden, wie sie sich bestmöglich schützen können.
Wer Hilfe benötigt, kann sogar eine sogenannte Hitzepatenschaft bekommen. Das sind Ehrenamtliche, die in Alltagssituationen aushelfen können. In Pflege- und Betreuungseinrichtungen soll es Schutzpläne geben. Dort könnten zum Beispiel der Speiseplan oder die Arbeitszeiten angepasst werden.
Wo kann man sich am besten aufhalten an heißen Tagen? Da soll der „coole Stadtplan“ helfen, der auflistet, wo Parks mit viel Schatten oder klimatisierte öffentliche Gebäude sind. Diese Orte sollen dann auch durch Sticker gekennzeichnet werden. Den „coolen Stadtplan“ finden Sie hier.
Zusätzlich soll es in der Innenstadt ein mobiles Informationszentrum geben, das Hitze-Infomobil. Mitarbeitende, die speziell geschult werden, sollen über die Gefahren von Hitze aufklären und Sonnenhüte, Sonnencreme oder Wasserflaschen verteilen.
Das klingt ja alles schön und gut, aber wann wird es umgesetzt? Ein genaues Datum gibt es dafür noch nicht, die meisten Maßnahmen werden nach und nach eingeführt. Den „coolen Stadtplan“ gibt es bereits seit dem Frühjahr dieses Jahres.
Vor allem die Pläne rund um die Information für Gruppen mit verschiedenen Bedürfnissen sind größtenteils ganzjährig angelegt. Für manche Pläne gibt es aber auch festgelegte Zeiträume. Das Hitze-Infomobil ist vor allem für die heißen Monate von April bis September vorgesehen. Akute Maßnahmen treten (verständlicherweise) dann in Kraft, wenn es besonders heiß ist. Das Hitzetelefon und die Patenschaften werden aktuell noch vorbereitet, sollen aber ab 2025 kommen. Wichtig sei laut Stadtverwaltung auf jeden Fall, dass alle Maßnahmen kontinuierlich umgesetzt werden. (ani)
+++ Münsters Abfallwirtschaftsbetriebe sollen in den kommenden vier Jahren jeweils vier Millionen Euro an die Stadt Münster abführen, um das große Loch im Haushalt zu stopfen, berichten die „Westfälischen Nachrichten“. Der „Bund der Steuerzahler“ sieht darin laut dem Bericht eine Zweckentfremdung von Abfallgebühren. Die Stadt betont, es gehe nur um Überschüsse, die nicht „gebührenwirksam“ seien, also zum Beispiel aus Einnahmen des Containerdienstes, den die Abfallwirtschaftsbetriebe betreiben. Der Rat hatte die neue Vereinbarung mit der städtischen Tochter in der vergangenen Woche beschlossen. Eine Diskussion darüber gab es nicht. Der Bund der Steuerzahler hatte kritisiert, dass die Abfallgebühren in Münster so hoch seien wie sonst nirgendwo in Nordrhein-Westfalen. Die Abfallwirtschaftsbetriebe wiesen das in einer Stellungnahme zurück. In den Gebühren seien auch Leistungen enthalten, die anderswo separat berechnet würden. (rhe)
+++ Innerhalb von sechs Jahren ist die Zahl derer, die nach Münster zur Arbeit pendeln, um über 11.000 Menschen gestiegen. Nach Daten des Statistikdienstes „IT.NRW“ kommen morgens über 114.000 Menschen zum Arbeiten in die Stadt. Damit liegt Münster auf Platz sechs der Pendler-Hochburgen in Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig verlassen so wenige Menschen die Stadt wie nirgendwo sonst in Nordrhein-Westfalen. (rhe)
+++ Die Vier-Tage-Woche tut vielen Menschen offenbar gut, ohne dass ihre Arbeit darunter leidet. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer deutschlandweiten Studie der Uni Münster unter der Leitung von Julia Backmann und Felix Hoch. Das Pilotprojekt, an dem 45 Organisationen teilnahmen, führte zu einer höheren Zufriedenheit, einer besseren Gesundheit, sogar die Krankentage gingen leicht zurück, während die Produktivität konstant blieb oder sogar stieg, berichtet die Uni Münster. Den Unternehmen gelang das, indem sie Ablenkungen reduzierten, Meetings kürzten und Arbeitsabläufe effizienter machten. Sieben von zehn Unternehmen wollen die Vier-Tage-Woche beibehalten. Raphael Balke hatte Ende März für RUMS über den Versuch berichtet. (rhe)
+++ Im Kreuzviertel geht das Hase-und-Igel-Spiel um die Blumenkübel auf Gehwegen weiter. Die „Initiative Verkehrswende“ platziert die Kübel inzwischen auf Fahrradanhängern an Bürgersteigen, um zu verhindern, dass Autos Gehwege zuparken. „Die Räder samt Anhängern dürfen auf den Gehwegen stehen“, schreibt die Initiative in einer Pressemitteilung. Dass die Kübel ohne Anhänger auf dem Gehweg stehen, verhindere ein neuer Kriterienkatalog, den mehrere Fachämter erarbeitet haben. „Dieser Katalog ist de facto eine Blumenkübelaufstellungsverhinderungsverordnung“, sagt Arnold Thöne von der Initiative. Für eine Genehmigung der Kübel sei es zum Beispiel erforderlich, dass die Anwohner zustimmen. Ordnungswidrig abgestellte Autos blieben dagegen unbeachtet. Die ganze Geschichte der Blumenkübel erzählt die Initiative auf ihrer Website und in einer Präsentation. (rhe)
+++ Preußen Münster, Vorletzter der Zweitligatabelle, spielt morgen an der Hammer Straße gegen den Tabellenachten Elversberg. Gästetrainer Horst Steffen ist entweder tatsächlich ganz begeistert von den Preußen – oder er redet den Gegner stark. Preußens Trainer Sascha Hildmann findet, Elversberg ist ein „ganz toller Verein“. Der Showdown der Schmeichler beginnt morgen um 13 Uhr. Tickets sind leider ausverkauft. Aber der Bezahlsender „Sky“ überträgt die Partie. Außerdem berichten das Fanradio Mottekstrehle, die Westfälischen Nachrichten und der Verein selbst mit jeweils einem Liveticker. (rhe)
Veranstaltung vor Ort 25. Oktober 2024, 19:30 Uhr
Kirche ohne Kirche?
„Wir müssen reden“ (#13)
Als der Priester Thomas Laufmöller aus der Gemeinde St. Stephanus versetzt werden sollte, gingen die Menschen für ihn auf die Straße. Der liberale Laufmöller war immer wieder mit der konservativen Kirche aneinandergeraten. Im vergangenen Jahr eskalierte der Konflikt. Laufmöller bat den Bischof, ihn von seinen Aufgaben als Priester zu entpflichten.
Seine Geschichte hat Thomas Laufmöller gemeinsam mit dem Journalisten und Kirchenexperten Ralf Isermann aufgeschrieben. Das Buch heißt „Aufruhr! Warum wir eine neue Urkirche brauchen“. Am 25. Oktober stellen sie ihr gemeinsames Buch vor und sprechen darüber mit RUMS-Redakteur Ralf Heimann. Es handelt von einer Kirche, die immer konservativer wird, und von der Möglichkeit, Glauben und Gemeinschaft auch jenseits der Kirche zu erleben.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr). Eintritt: 8 Euro. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind! Bitte melden Sie sich hier per E-Mail an.

Wir brauchen Verstärkung in unserem Team und suchen eine:n weiteren Werkstudierende:n (m/w/d) für unser Marketing, Online-Marketing und für Social Media. Sie kennen jemanden, für den das interessant sein könnte? Dann leiten Sie unsere Stellenanzeige doch gerne weiter. Vielen Dank!

Anonymer Briefkasten
Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Laut einer neuen Untersuchung haben Menschen über 50 bei Autounfällen ein deutlich höheres Verletzungsrisiko, weil ihre Knochen und Muskeln nicht mehr belastbar sind wie die von jüngeren Menschen. (WDR Münster)
+++ Weil er im März 75 Jahre alt wird, hat Münsters Bischof Felix Genn dem Papst während einer Audienz in Rom seinen Rücktritt angeboten. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Ratsfraktionen von Grünen und FDP sind sauer, weil die Stadtverwaltung die Erweiterung des Stein-Gymnasiums schon auf den Weg gebracht hat, bevor der Rat erfuhr, dass alles viel teurer wird als geplant. (Westfälische Nachrichten)
+++ Damit am Prozessionsweg die neue Brücke über den Kanal gebaut werden kann, fallen im Januar die ersten Bäume. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die FDP kritisiert, dass die Stadt im Kreuzviertel Bäume fällen will, um Platz für neue Ladesäulen für E-Autos zu schaffen. (FDP Münster)
+++ Die seit drei Jahren leerstehenden Britenhäuser am Markweg oxidieren weiter vor sich hin. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Stadt schlägt vor, neue Bewohnerparkzonen in den Stadtteilen „Klein Muffi“, Erphoviertel und Pluggendorf einzuführen und sieht in anderen Gebieten wie der Hittorfstraße und Sentruper Höhe dafür keine Notwendigkeit. (Westfälische Nachrichten)
+++ Eine junge Frau aus dem Münsterland schwebt in Lebensgefahr, nachdem sie giftige Pilze gesammelt und gegessen hat, vermutlich auch einen Knollenblätterpilz. (WDR Münster)
+++ Auf der Autobahn 1 in der Nähe des Kreuzes Münster-Süd hat ein Autofahrer am Dienstagabend einen Wolf überfahren. (Westfälische Nachrichten, Polizei)
+++ Ab dem nächsten Jahr wollen Stadtwerke und Telekom anfangen, das Glasfasernetz in Handorf, Gievenbeck und Hiltrup-Mitte auszubauen. (Stadtwerke Münster)
Zurzeit entgehen Ihnen viele wichtige Neuigkeiten aus der Stadt …

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Sobald der Herbst nicht mehr ganz so golden ist, beginnt für viele die Zeit, in der zuhause gebastelt und gespielt wird. Alles, was sie dafür brauchen, finden Sie bei „Thiemanns Basteln und Spielen“ am Anfang der Hammerstraße. Hier finden sich große und kleine Spielzeuge für alle Altersgruppen, Papeterie, eine Auswahl an Gesellschaftsspielen, Büchern und Schulmaterialien sowie natürlich Dinge, die man fürs Basteln braucht. Für Kindergeburtstage gibts auch etwas Besonderes: Das Geburtstagskind kann sich eine Kiste mit Dingen, die es sich wünscht, zusammenstellen lassen, aus der mögliche Schenker:innen etwas wählen können. Geöffnet hat der Laden montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Annalena Zernott für Sie in den Kalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Wenn Sie über 60 sind und gern tanzen: Morgen Abend ist „Faltenrockparty“ – ab 18 Uhr in der B-Side. Das Musikprogramm: Rock und Pop seit den 1960er-Jahren. Eintritt 8 Euro, ermäßigte Karten kosten 4 Euro. Weitere Infos hier.
+++ Am Sonntag beginnt im Schlosstheater das Kinderfilmfest. Eine Woche lang zeigt das Kino Filme für Kinder ab vier. Am Eröffnungstag gibt es ab 12 Uhr außerdem verschiedene Aktionen auf dem Platz vor dem Kino. Zum Beispiel: Wer als Filmstar verkleidet ins Kino kommt, muss keinen Eintritt bezahlen. An den anderen Tagen oder für unverkleidete Menschen kostet der Eintritt 5 Euro, mit Münster-Pass 3 Euro. Außerdem gibt es Workshops. Das Programmheft für die ganze Woche finden Sie hier.
+++ Montagabend wird es neoklassisch an den Tasten in der Pension Schmidt: Mit dem Projekt „Kind of Dusk“ kommt der Berliner Musiker Lukas Streich zurück in seine alte Studienheimat. Marius Nitzbon eröffnet den Abend. Beide kombinieren Klaviermusik und elektronische Klänge. In diesem Video können Sie sich einen Eindruck von dem verschaffen, was Sie von „Kind of Dusk“ erwarten können, ein Video von Marius Nitzbon finden Sie hier. Karten für das Konzert am Montag ab 19:30 Uhr gibt es hier.
+++ Im RUMS-Brief vom 8. Oktober hatten wir bereits von der „Rote Ohren“-Ausstellung im „SpecOps“ berichtet; am Dienstag können Sie die Autorin Leonore Spee und die Illustratorin Shamisa Debroey kennenlernen. Das Thema der Lesung mit Gespräch lautet „Erotik-Narrative“.
+++ Leonore Spee und Shamisa Debroey können Sie einen Tag später erneut erleben, und zwar im Rahmen einer Hommage an den flämischen Avantgardisten Paul van Ostaijen. Am Mittwoch geht es um 16:45 Uhr im Schlosstheater los. Leonore Spee, Teil des Duos „Teletext“, kümmert sich zusammen mit Sascha Bornkamp um die Musik. Sie werden vom Dreh des vertonten van Ostaijen-Gedichts berichten (das Video können Sie hier anschauen). Shamisa Debroey erzählt davon, wie van Ostaijen sie bei ihrer Arbeit zu neuer visueller Darstellung inspiriert hat. Weitere Hinweise zur Veranstaltung finden Sie hier und hier.
+++ Unser Mitgründer und früherer Kolumnist Klaus Brinkbäumer spricht am Montagabend mit der US-amerikanischen Historikerin, Journalistin und Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Anne Applebaum, über die aktuelle Politik, die USA, Russland, über Autokratien und über den Friedenspreis. Die Veranstaltung der Volkshochschulen ist ab 18 Uhr online zu sehen. Anmelden können Sie sich hier.
Und sonst?
In der Öffentlichkeit ist Corona kein großes Thema mehr. Aber von neuen Infektionen hört man ständig. Welche Rolle spielt das Virus noch? Die Wissenschaftsjournalistin Sigrid März hat sich die Gemengelage angesehen und gibt für RUMS einen Überblick.
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Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße
Anna Niere
Mitarbeit: Jan Große Nobis (jgn), Ralf Heimann (rhe) Sigrid März (sim) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth
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PS
Wenn es das Campus-Radio nicht geben würde, dann würde ich an dieser Stelle vielleicht gar nicht an Sie schreiben – naja, ganz so dramatisch wäre es vermutlich nicht. Aber eine meiner ersten journalistischen Erfahrungen habe ich in der ehrenamtlichen Arbeit beim Studi-Radio gesammelt. Das war zwar nicht in Münster, aber begeistert hat es mich trotzdem und die Liebe fürs Leute-mein-Mikrofon-vor-die-Nase-halten entfacht. Deswegen freue ich mich auch ganz besonders über das 25-jährige Bestehen von Radio Q, dem Sender von Studierenden in Münster. Gefeiert wird der Radio-Geburtstag mit einer 25-Stunden-Livesendung, die heute Abend um 18 Uhr startet. Etwas später, um 22 Uhr, beginnt im Sputnikcafé am Hawerkamp die Geburtstagsparty.

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