Beteiligen Sie sich an RUMS. Für Münster. Für die Demokratie

Porträt von Marc-Stefan Andres und Götz Grommek
von Marc-Stefan Andres und Götz Grommek

Guten Tag,

heute schreiben wir Ihnen wieder einmal in eigener Sache. Und wir kommen auch gleich zum Punkt.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir wachsen, unser journalistisches Angebot ausbauen und RUMS weiterentwickeln – zu einem Medium für ganz Münster. Wir möchten Ihnen anbieten, Teil von RUMS zu werden, indem Sie sich finanziell beteiligen.

Warum wir diese Kampagne machen und wie das Ganze funktioniert, haben wir Ihnen hier ausführlich aufgeschrieben. Und hier finden Sie auch ein kurzes Video dazu.

Außerdem machen wir am Dienstag, 23. Juni, um 18:30 Uhr im Theatertreff eine Veranstaltung mit David Schraven von CORRECTIV, bei der wir unsere Kampagne auch noch einmal persönlich vorstellen werden. Sie sind herzlich eingeladen. Mehr dazu weiter unten.

Was wir gemeinsam mit Ihnen erreichen wollen

Wir brauchen neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich an RUMS beteiligen. Das Ziel unserer Kampagne liegt bei 150.000 Euro. Damit wollen wir vor allem Folgendes umsetzen:

  • investigative Recherchen
  • Veranstaltungen und Diskussionsformate
  • Medienkompetenzseminare für Schülerinnen und Schüler
  • einen Veranstaltungskalender für Münster
  • neue journalistische Formate

Warum Lokaljournalismus für die Demokratie unverzichtbar ist

Lokaljournalismus informiert darüber, was in einer Stadt passiert, und ist wichtig für eine funktionierende Demokratie. Die meisten politischen Entscheidungen, die den Alltag der Menschen betreffen, werden vor Ort getroffen: im Rat, in Ausschüssen, in Verwaltung und lokalen Institutionen. Es geht um Schulen, Verkehr, Stadtentwicklung, Wohnraum, Kultur, soziale Angebote oder Umweltfragen. Damit Bürgerinnen und Bürger verstehen, wie Entscheidungen entstehen, braucht es Medien, die kritisch berichten und nachfragen.

Lokaljournalismus erfüllt deshalb mehrere wichtige Aufgaben zugleich:

  • Er informiert über Entscheidungen und Entwicklungen in der Stadt.
  • Er ordnet Ereignisse ein und erklärt Hintergründe.
  • Er kontrolliert politische und wirtschaftliche Macht.
  • Er macht Missstände sichtbar.
  • Und er gibt Menschen eine Stimme, die sonst oft nicht gehört werden.
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Ohne unabhängigen Journalismus droht die Öffentlichkeit einer Stadt zu erodieren. Entscheidungen werden weniger transparent, Debatten verengen sich, Verantwortliche geraten seltener unter Druck, ihr Handeln zu erklären. Gleichzeitig wird es schwieriger für Bürgerinnen und Bürger, sich fundiert zu informieren und am demokratischen Leben teilzunehmen.

Die Forschung zeigt seit Jahren, dass sich Menschen in Regionen mit schwächerem Lokaljournalismus häufig auch weniger für die Demokratie engagieren. Außerdem sinken Wahlbeteiligungen, werden politische Diskussionen stärker polarisiert, agieren lokale Eliten weniger unter öffentlicher Beobachtung. Guter Lokaljournalismus wirkt diesen Entwicklungen entgegen.

Warum das gerade jetzt für Münster so wichtig ist

Für Münster stellt sich diese Frage derzeit besonders deutlich. Die lokale Medienlandschaft verändert sich in ganz Deutschland seit Jahren. Zeitungen werden zusammengelegt, Redaktionen verkleinert, Eigentümerstrukturen verschieben sich. Die Entwicklung macht auch vor Münster nicht halt: Der Aschendorff-Verlag hat die Westfälischen Nachrichten und die Münstersche Zeitung, die wort- und bildgleich erscheinen, sowie seine Anteile an Radio Antenne Münster an die Rheinische Post in Düsseldorf verkauft. Wichtige verlegerische Entscheidungen werden also zunehmend außerhalb der Stadt getroffen.

Welche Rolle RUMS dabei spielt

Eine unabhängige publizistische Stimme vor Ort wird deswegen umso wichtiger. RUMS ist genau das: ein eigenständiges Medium, das mit einem vielköpfigen Team Themen setzt und den lokalen Diskurs aktiv mitgestaltet. Wir ordnen ein, wenn Debatten unübersichtlich werden. Unabhängig und gründlich. Wir recherchieren investigativ und decken auf. Dabei erzielen wir Wirkung, zum Beispiel mit Recherchen wie kürzlich zum Bistum Münster, zu Westfleisch oder zur DKV-Residenz. Und wir versuchen, Konflikte so darzustellen, dass man unterschiedliche Perspektiven verstehen kann, auch wenn man ihnen nicht zustimmt. Gegen Polarisierung, für Zusammenhalt und eine starke Stadtgesellschaft.

Seit sechs Jahren zeigt RUMS in Münster, dass Lokaljournalismus auch anders geht: unabhängig, gründlich recherchiert, nah an den Menschen dieser Stadt und bereit, Themen aufzugreifen, die sonst oft zu kurz kommen. Wir erzählen, was in Münster passiert – in Politik, Kultur, Wirtschaft, Bildung, im sozialen Leben und im Alltag der Menschen. Wir fragen nach, wenn Entscheidungen getroffen werden, und erklären Hintergründe und Zusammenhänge.

In dieser Zeit ist RUMS zu einer festen journalistischen Stimme in Münster geworden. Viele Leserinnen und Leser begleiten unsere Arbeit seit Jahren, geben Hinweise, kommentieren unsere Texte, diskutieren mit uns über Themen der Stadt. Aus einem journalistischen Experiment ist ein etabliertes Medium geworden, das im lokalen Diskurs wahrgenommen wird – von Bürgerinnen und Bürgern ebenso wie von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft.

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Sie möchten sich an RUMS beteiligen?
Hier gelangen Sie zu unserer Kampagnenseite, auf der wir alle wichtigen Infos noch einmal für Sie gebündelt haben.

Was wir mit Ihrer Unterstützung umsetzen wollen

Wir wollen noch mehr investigativ recherchieren, Themen noch stärker vertiefen, unterschiedliche Perspektiven noch komplexer sichtbar machen und neue Formen der lokalen Berichterstattung entwickeln.

Außerdem wollen wir unser journalistisches Angebot in den kommenden Jahren gezielt erweitern – etwa durch Veranstaltungen wie die RUMS-Revue, die im März zum ersten Mal stattfand, mit Stadtteil-Gesprächen, die wir im Spätsommer starten, oder Talk-Runden wie die zu Preußen Münster. Wir wollen Menschen zusammenbringen, der lokalen Öffentlichkeit Raum geben.

Ein besonders wichtiges Projekt ist außerdem ab Ende des Jahres 2026 vorgesehen: Medienkompetenzseminare für alle Schulen in Münster. Gerade junge Menschen bewegen sich heute in einer digitalen Öffentlichkeit, in der Informationen, Meinungen und Desinformation oft schwer zu unterscheiden sind. In unseren Seminaren möchten wir Schülerinnen und Schülern vermitteln, wie Journalismus funktioniert, wie man verlässliche Quellen und Fake News erkennt und wie man Informationen kritisch einordnet.

Darüber hinaus planen wir weitere Newsletter und zusätzliche journalistische Formate. Einen Anfang haben wir mit unserem Veranstaltungsnewsletter gemacht, der seit März regelmäßig mittwochs erscheint und den wir künftig zu einem Veranstaltungskalender ausbauen wollen.

Auch das gehört zur Aufgabe eines unabhängigen Mediums: zur Stärkung einer informierten demokratischen Öffentlichkeit beizutragen. Diese Arbeit kostet viel Zeit und Geld. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir das, was wir tun, fortsetzen und ausbauen.

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Wie Sie sich an RUMS beteiligen können

An all dem können Sie sich beteiligen, indem Sie Teil von RUMS werden. Eine solche Beteiligung ist mehr als eine klassische Unterstützung. Sie ist ein bewusstes Signal dafür, dass Ihnen unabhängige Berichterstattung in dieser Stadt wichtig ist. Sie tragen dazu bei, dass RUMS langfristig bestehen und sich weiterentwickeln kann.

Dazu haben wir mit einer Beteiligungsgesellschaft eine Möglichkeit geschaffen, wie Sie sich finanziell beteiligen können – transparent, gemeinschaftlich und strukturiert organisiert. Interessierte Anlegerinnen und Anleger erhalten Zugang zu einer Plattform, auf der die RUMS Beteiligungs UG vorgestellt wird (UG steht für Unternehmergesellschaft; die Kapitalgesellschaft gilt als „kleine Schwester“ der GmbH).

Dort können Sie sich umfassend über die Idee, das Geschäftsmodell sowie über Chancen und Risiken informieren. Die RUMS Beteiligungs UG sammelt dann in einem vollständig digitalen Verfahren das Kapital ein und gibt dafür Anteile an dieser Gesellschaft heraus. Die RUMS Beteiligungs UG wiederum investiert das eingesammelte Geld anschließend gebündelt in die RUMS-Medien GmbH.

Mit der Beteiligungskampagne möchten wir 150.000 Euro erreichen. Wenn wir weniger als 60.000 Euro einsammeln, werden wir die Beteiligungen rückabwickeln.

Einladung
Grafik, auf der ein Foto von David Schraven zu sehen ist und auf der folgender Text steht: RUMS-Veranstaltung: Warum Lokaljournalismus so wichtig ist. Mit David Schraven von CORRECTIV und mit dem RUMS-Team

Heute Abend, 23. Juni 2026, stellen wir unsere Beteiligungskampagne vor. Zum Auftakt haben wir David Schraven eingeladen, den Gründer und Publisher von CORRECTIV (Foto: Ivo Mayr). Er gehört zu den profiliertesten Investigativjournalisten Deutschlands und hat mit CORRECTIV neue Wege für gemeinnützigen Journalismus entwickelt.

Gemeinsam mit RUMS-Redaktionsleiter Ralf Heimann diskutiert er, wie lokaler Journalismus auch in Zukunft Menschen erreichen, Missstände aufdecken und öffentliche Debatten anstoßen kann.

David Schraven gibt dabei auch Einblicke in eine Recherche, die bundesweit Aufmerksamkeit erregte: den Apothekerskandal von Bottrop. Die Recherchen von CORRECTIV machten deutlich, wie über Jahre hinweg Krebspatientinnen und -patienten durch gepanschte Medikamente geschädigt wurden und welche Rolle investigative journalistische Arbeit bei der Aufklärung eines der größten Medizinskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte spielte.

Anschließend beantwortet das RUMS-Team alle Fragen zur Beteiligungskampagne.

Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr und findet im Theatertreff Münster (Neubrückenstraße 63) statt.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind – so kurzfristig auch ohne Anmeldung möglich!

Warum wir diesen Weg wählen

Das Modell ermöglicht es vielen Menschen, gemeinsam und mit deutlich geringeren Summen zu investieren, als es die bisherigen Gesellschafterinnen und Gesellschafter getan haben. Gleichzeitig können sie in einigen Jahren auch an einem möglichen Gewinn beteiligt werden. Allerdings wird das erwirtschaftete Geld auch in mittelfristiger Zukunft zunächst in den Journalismus investiert. Die Art der Beteiligung macht die Organisation einfacher, schafft klare Strukturen und sorgt dafür, dass Investitionen professionell verwaltet werden können.

Sie können sich entweder mit einer Summe zwischen 750 Euro und 9.000 Euro über die Beteiligungsgesellschaft beteiligen, oder mit mehr als 10.000 Euro direkt Gesellschafterin oder Gesellschafter bei der RUMS-Medien GmbH werden.

Die Beteiligung erfolgt über Anteile zu je 1,50 Euro, die indirekt einem Anteil von 1 Euro an der RUMS-Medien GmbH entsprechen. Dass der Preis eines Anteils höher ist als der rechnerische Anteil am Unternehmen, hat einen wichtigen Hintergrund: Die ersten Investorinnen und Investoren sind zu einem Zeitpunkt eingestiegen, als das Risiko deutlich höher war als heute. Sie haben das Projekt in einer frühen Phase ermöglicht und damit die Grundlage für seine Entwicklung geschaffen. Außerdem reduziert sich der Wert der Anteile der bestehenden Gesellschafterinnen und Gesellschafter durch die neuen Anteile.

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Was Sie als Beteiligte erwartet

Eine solche Beteiligung ist mehr als eine reine Geldanlage. Sie können ein Projekt stärken, das Ihnen und uns wichtig ist. Deshalb werden alle, die sich beteiligen, einmal jährlich zu einer exklusiven Veranstaltung mit den RUMS-Gesellschafterinnen und -Gesellschaftern eingeladen, bei der sie Redaktion und Verlag persönlich kennenlernen können und tiefe Einblicke in unsere redaktionelle und verlegerische Arbeit erhalten werden. Sie werden Teil eines neuen, besonderen Netzwerks, das den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft mit starkem Engagement aktiv mitentwickelt.

RUMS hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass unabhängiger Lokaljournalismus in Münster möglich ist. Doch guter Journalismus entsteht nicht von allein. Er braucht Zeit, Ressourcen und Menschen, die bereit sind, ihn zu unterstützen.

Alles über unsere Kampagne können Sie jederzeit auch hier auf unserer Website lesen.

Beteiligen Sie sich an RUMS.
Werden Sie Teil von RUMS.
Für Münster. Für die Demokratie. Für unabhängigen Lokaljournalismus.

Herzliche Grüße
Götz Grommek & Marc-Stefan Andres