- Beiträge
- Kurzbriefe
- Kurzbrief von Sebastian Fobbe
Theater-Intendantin reagiert auf Vertragsende | Unbezahlte Werbung: Salam Kitchen | Prämien-Aktion: Jetzt RUMS-Abo abschließen und Freund:innen werben

Guten Tag,
seit dieser Woche ist klar: Der Kulturkampf, über den Ralf Heimann kürzlich schrieb, ist ausgefochten. Vordergründig ging es um die Frage, ob Theaterintendantin Katharina Kost-Tolmein in Münster bleiben darf. Im Hintergrund rangen progressive Kräfte mit solchen, die für ein klassisches Theater stehen, um die Ausrichtung des Hauses.
Als Katharina Kost-Tolmein 2022, noch zur Zeit der Coronapandemie, nach Münster kam, steckte das Haus in einem „Dornröschenschlaf“ (RUMS-Beitrag). Die gesamte Theaterszene Deutschlands befand sich im Umbruch, zudem ließ die Pandemie die Zuschauerzahlen einstürzen. Kost-Tolmeins politischer und avantgardistischer Anspruch sollte das Theater Münster mit einem „ambitionierten Neubeginn“ und „neuen Impulsen“ wieder aufwecken.
Hinter den Kulissen waren nicht alle mit der Generalintendanz und der Neuausrichtung des Stadttheaters zufrieden. Auch der Führungsstil von Katharina Kost-Tolmein stand innerhalb des Hauses in der Kritik. Nach wie vor schwächeln die Besucherzahlen, haben das Vor-Corona-Niveau noch nicht erreicht.
Offiziell hat dieser Punkt zu der Entscheidung geführt, die Intendanz neu auszuschreiben. Das teilte die Stadt am Dienstagabend mit: „Während die Ansätze der mehrfach ausgezeichneten Dramaturgin in der Fachwelt auf Anerkennung stießen, entwickelten die Zuschauerzahlen des Theaters Münster sich nicht so gut wie erwartet“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Am Tag danach reagierte Katharina Kost-Tolmein öffentlich auf ihr Vertragsende. Sie rückt in ihrem Schreiben inhaltliche Differenzen in den Vordergrund: „Ich bedaure es sehr, dass die Stadt Münster damit den von ihr selbst initiierten und ausdrücklich begrüßten Prozess der künstlerischen Neuausrichtung des Theaters (…) an einem Punkt abbricht, an dem die herausfordernde Aufgabe der Ensembles und Sparten an unserem Haus sichtbar beginnt, Früchte zu tragen.“
Spätestens 2027 wird ihre Stelle nachbesetzt. Katharina Kost-Tolmein ist die erste Frau im Amt der Theaterintendanz in Münster. Jetzt muss die Stadt eine neue Person suchen, die sich der Aufgabe stellt, das Theater wachzuküssen. (sfo)
Abo buchen, RUMS weiterempfehlen – und hoch hinaus!

Machen Sie mit bei unserer RUMS+1-Abo-Aktion! Schließen Sie dafür zuerst unser Abo für nur einen Euro ab und werben Sie dann eine weitere Person für RUMS: +1 also.
Als Dankeschön haben wir tolle Prämien für Sie, von denen wir Ihnen heute wieder eine ganz besondere vorstellen. Wenn Sie das Münsterland schon immer einmal von oben sehen wollten, empfehlen Sie RUMS jetzt fleißig weiter, denn mit 8 geworbenen Abos haben Sie die Chance auf eine Fahrt mit dem Heißluftballon der LVM-Versicherung.
Wir haben noch viele andere schöne Prämien für Sie: Tickets für Ausstellungen und Theater, Erlebnis-Events, Wertgutscheine für Bars, Restaurants und schöne Geschäfte, besondere Begegnungen und vieles mehr.
Machen Sie mit, wir freuen uns!

Anonymer Briefkasten
Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Nach Protesten im Kreuzviertel will die Stadt noch einmal überlegen, ob sie tatsächlich einen Grünstreifen rodet, um dort E-Ladesäulen und Carsharing-Parkplätze einzurichten – oder ob man einen anderen Standort findet. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Franziska Brandmann, kündigt ihren Rücktritt an und fordert eine inhaltliche und personelle Neuaufstellung der FDP, um die Partei bis 2029 wieder in den Bundestag zu führen. (Handelsblatt)
+++ Die Stadt will die Melanchthonschule in Coerde innerhalb von zwei Jahren um einen Neubau erweitern – innerhalb von vier Jahren um eine Turnhalle. (Stadt Münster)
+++ Die Frauen-Union der CDU Münster fordert, dass der Verkauf der Partydroge Lachgas verboten wird. (Frauen Union Münster bei Facebook)
+++ Die Regionalbahn 7 von Krefeld über Münster nach Rheine war im vergangenen Jahr der unpünktlichste Zug im Münsterland, die Regionalbahn von Münster über Warendorf nach Bielefeld der pünktlichste. (Westfälische Nachrichten)
+++ Der Netzbetreiber Stadtnetze hat einen knapp 300 Meter langen Tunnel unter dem Dortmund-Ems-Kanal gebaut, um Versorgungsleitungen an der Warendorfer Straße zu erneuern, was ab Montag knapp zwei Wochen lang zu Sperrungen und Umleitungen führt. (Stadtnetze Münster)
+++ Die CDU-Ratsfraktion möchte von der Stadt gerne wissen, wie sie den Hitzeschutz an Schulen und Kitas seit ihrem Antrag vor einem Jahr verbessert hat. (CDU-Fraktion)
+++ Das neue Gefängnis in Wolbeck feiert im Mai Richtfest und soll im nächsten Jahr fertig sein. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Stadt möchte Touristen dazu bringen, nicht nur Tagesausflüge nach Münster zu machen, sondern länger zu bleiben. (Stadt Münster)
+++ Damit die während der Coronapandemie angeschafften Luftreiniger weiter in Schulen genutzt werden können, hat das Unternehmen Hengst Ersatzfilter im Wert von 20.000 Euro gespendet. (Hengst Filtration)
+++ Nach Antisemitismus-Vorwürfen gegen den Comedian Nizar findet dessen geplanter Auftritt im Bürgerhaus Kinderhaus nun nicht statt. (Westfälische Nachrichten)
Vor fast vier Jahren haben wir hier auf das internationale Fusion-Restaurant „Salam Kitchen“ aufmerksam gemacht (RUMS-Brief). Ab morgen gibt es dort etwas Neues: Frühstück. An jedem Samstag und Sonntag von 10 bis 12:30 Uhr bekommen Sie dort zum Beispiel israelisches Shakshuka, türkisches Menemen mit Simit, arabisches Ful oder Tahinigranola. Übersetzt stünden auf Ihrem Tisch ungefähr folgende Speisen: pochierte Eier in Tomaten-Paprika-Sauce, veganes Rührei mit Sesamkringeln, dicke Bohnen und geröstetes Sesam-Müsli. Dazu gibt es Filterkaffee von der „Roestbar“. Hier können Sie einen Platz reservieren. (aze)
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Annalena Zernott für Sie in den Kalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Heute und morgen um 19 Uhr finden die ersten Konzerte des diesjährigen Programms „C’est la vie“ der „Chanson AG“ statt. Als Musik-AG am Pascal-Gymnasium vor über 30 Jahren von Jean-Claude Séférian gegründet, wirken inzwischen mehr als 60 Sänger:innen im altersgemischten Chor mit. Die Konzerte in der Aula des Pascal-Gymnasiums sind ein seit Jahren gut besuchtes und beliebtes Spektakel. Hinweise zum Programm finden Sie hier. Wenn Sie dabei sein wollen: Karten können Sie hier kaufen.
+++ Im Forum der Volkshochschule am Aegidiimarkt findet am Samstag von 10 bis 14 Uhr ein „Medien-Probier-Tag“ statt. Dabei können Sie verschiedene digitale Technologien ausprobieren, zum Beispiel Hilfsmittel für Menschen mit Seh- oder Hörproblemen. Das Angebot ist kostenlos, sich anzumelden ist nicht nötig.
+++ Samstagabend Lust auf funky Grooves? Dann empfehlen wir Ihnen das „Snakatak“-Konzert im Hot Jazz Club. Karten gibt’s für 16 Euro hier. Um 21 Uhr geht es los.
+++ Das Buch „Wie Lichter in der Nacht“ von Jürgen Grässlin erzählt von Menschen, deren Handeln positive Auswirkungen auf die Welt hatte. Grässlin liest am Sonntag um 16 Uhr in der Kneipe Frauenstraße 24. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos hier. Einen Blick ins Buch werfen können Sie hier.
+++ Am Montag beginnen die „Wochen gegen Rassismus“, auch in Münster sind dazu zwei Wochen lang verschiedene Veranstaltungen geplant. Das Ziel der Aktionswochen ist, rassistische Ressentiments zu überwinden. Die Auftaktveranstaltung in der Stadtbücherei beginnt am Samstag um 11 Uhr. Der Rassismusexperte Cihan Sinanoğlu erörtert die rassistischen Dimensionen der aktuellen „Migrationsdebatte“ und die konkreten Auswirkungen auf diejenigen, die davon unmittelbar betroffen sind. Einen Platz können Sie hier reservieren. Das komplette Programm finden Sie hier.
Und sonst?
Seit einem Urteil in Karlsruhe denken viele Städte über eine Verpackungssteuer nach. Auch Münster. Aber lässt sich so das Wegwerfproblem lösen?
Um diese Frage geht es im kompletten RUMS-Brief. Möchten Sie mehr erfahren? Dann testen Sie RUMS 6 Monate lang für 1 Euro.
Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße
Sebastian Fobbe
Mitarbeit: Ralf Heimann (rhe), Jan Große Nobis (jgn), Annalena Zernott (aze) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth


Sie möchten dieses Thema mit anderen Leser:innen diskutieren oder uns Hinweise geben
Nutzen Sie einfach unsere Kommentarfunktion unterhalb dieses Textes. Wenn Sie diesen Kurzbrief gerade als E-Mail lesen, klicken Sie auf den folgenden Link, um den Text auf unserer Website aufzurufen:
diesen Kurzbrief kommentieren