Mit Glühwein gegen die Bädermisere | Haushalt 2024: Mut zur Lücke | Das Ende des Gasometers

Porträt von Sebastian Fobbe
Mit Sebastian Fobbe

Guten Tag,

für die letzte Ratssitzung des Jahres hat sich die Internationale Fraktion zwei lustige Sachen einfallen lassen. Sie hatte Karten für ein Bullshitbingo vorbereitet. Jedes Mal, wenn irgendwer im Rat eine hohle Phrase drischt, wird ein Begriff auf der Karte weggestrichen. Wer eine Spalte oder Reihe voll hat, ruft laut „Bingo!“

Das zweite Spiel geht ganz ähnlich. Es gibt nur eine Regel, aber die hat mit Glühwein zu tun. Auf dem Kurznachrichtendienst, der bis vor Kurzem noch „Twitter“ hieß, erklärt die Internationale Fraktion das Spiel so: „Für jede schwülstige Metapher einmal kräftig am Glühwein nippen, um sie besser zu ertragen.“

Was schwülstige Metaphern angeht, so hatte es der erste Tagesordnungspunkt im Rat in sich. Die FDP hatte eine Aktuelle (halbe) Stunde zur Bädermisere beantragt. 

Sie wissen schon: Das Ostbad ist geschlossen, das Bad in Hiltrup auch, das Südbad öffnet nach dem Umbau erst gar nicht, die Hallenbäder in Roxel und Wolbeck sind für den normalen Publikumsverkehr geschlossen und öffnen nur für Schulklassen und Sportvereine. Es fehlt Personal. Die Fachstellenleitung im Sportamt ist seit 2020 unbesetzt.

„Kurzum: Es ist bodenlos“, fasste FDP-Fraktionschef Jörg Berens die Situation zusammen. Bodenlos. Das ist vielleicht nicht die allerschwülstige Metapher aus der Bäderdebatte, aber hey, warum genehmigen wir uns nicht schon den ersten Schluck aus der Glühweintasse?

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