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Gefühlte Sicherheit | Das Los um den Gesamtschulplatz | Unbezahlte Werbung: Waschstraße für Hunde

Guten Tag,
Das Bahnhofsviertel ist keine Wohlfühloase und wird es vermutlich auch nicht werden. Trotzdem wird immer wieder versucht, rund um den Verkehrsknotenpunkt ein höheres Sicherheitsgefühl zu schaffen. Zuletzt beispielsweise mit der Umgestaltung des Bremer Platzes (RUMS-Brief).
Nachdem also hinter dem Bahnhof aufgeräumt wurde, soll jetzt die Vorderseite aufgehübscht werden: die Windthorststraße. Die Stadt will, dass es dort geordneter zugeht. Das chaotische Bild aus querparkenden Rädern, durcheinander strömenden Passanten und vereinzelten Autos soll schwinden (RUMS-Brief). Dafür sollen Begrünung, mehr Sitzmöglichkeiten und geregelte Fahrradstellflächen dazu kommen.
Jetzt setzt die Polizei noch einen drauf. Neben den Kameras, die den Bahnhofsvorplatz seit März 2024 überwachen und das auch weiterhin tun sollen, kommt jetzt noch eine mobile Wache dazu. Dreimal die Woche, montags, donnerstags, samstags, parkt die Polizei Münster ihren großen Wagen mitten in der Fußgängerzone.
Polizist:innen sollen dort parat stehen, um mit Passant:innen ins Gespräch zu kommen. Wer Fragen hat, Sorgen, oder ein geklautes Fahrrad melden will, kann das an der mobilen Wache tun. „Die Reaktionen zeigen, dass die Menschen sich sicherer fühlen, wenn hier mehr Präsenz ist“, sagte Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf dem WDR.
Heute im RUMS-Brief:
- Wie es weiterging mit Westfleisch
- Wie es weiterging mit der Vier-Tage-Woche
- Wie es weiterging mit dem Bewohnerparken
- Wohnen in Münster für Pflegekräfte kaum bezahlbar
- Stadt will Gesamtschule in Roxel umbauen
- Von-Esmarch-Straße: Kreisverkehr soll Ampelkreuzung werden
- Stadt baut Carsharing-Angebot aus
- Mehr Anmeldungen als Gesamtschulplätze: Und jetzt?
- Ein-Satz-Zentrale: Mehr Sozialwohnungen genehmigt
- Unbezahlte Werbung: Hundewaschanlage in Kinderhaus
- Drinnen und Draußen: Kostenlose Führung zu Kunst in der Altstadt
Und doch bleibt der Bahnhof das Sorgenkind der Polizei. „Das Bahnhofsquartier ist und bleibt unser Kriminalitätsschwerpunkt“, so Dorndorf. Kein anderes Viertel verzeichnet mehr Straftaten. Mehr als 1.800 Fälle von Straßenkriminalität registrierte die Polizei 2024 im Bereich rund um den Hauptbahnhof – gut 200 mehr als im Jahr davor. Es geht meist um Drogenhandel, Körperverletzung, Raub oder Diebstahl.
Die mobile Wache soll nun auch die Drogenszene an der Engelenschanze besser im Blick behalten. Bestenfalls wirkt sich die Maßnahme auf die Zahl der Straftaten im Bahnhofsviertel aus. Schlimmstenfalls stehen sich drei Mal die Woche ein paar Polizisten die Beine in den Bauch. (ani)
…mit Westfleisch
Auch andere Medien greifen unsere gemeinsame Recherche mit der ZEIT zu Westfleisch auf. Die Stimberg-Zeitung aus Recklinghausen berichtet über die Beschäftigung vietnamesischer Arbeitskräfte beim Konzern und verweist dabei auf fragwürdige Vermittlergeschäfte, die durch einen Medienbericht öffentlich wurden. Konkret geht es um hohe Vermittlungsgebühren, irreführende Versprechen und kurze Beschäftigungsmodelle, bei denen Betroffene finanziell unter Druck geraten. Westfleisch betont laut Bericht, künftig auf externe Vermittler verzichten zu wollen. (rhe)
… mit der Vier-Tage-Woche
Die Universität Münster hat vor zwei Jahren 41 Unternehmen dabei begleitet, eine Vier-Tage-Woche einzuführen. Eine Folgestudie zeigt jetzt: 70 Prozent der begleiteten Unternehmen haben die Arbeitszeit ihrer Mitarbeitenden immer noch reduziert. Allerdings ist das Modell der klassischen Vier-Tage-Woche, bei der Mitarbeitende einen Tag frei haben, ohne an den anderen Tagen mehr zu arbeiten, in vielen Fällen angepasst worden. Häufig ist das Modell einer klassischen Vier-Tage-Woche als zu starr für den Alltag empfunden worden, heißt es in der Studie. Stattdessen sei beispielsweise eine monatliche Menge an Arbeitszeit eingeführt worden. Die teilnehmenden Unternehmen betonen außerdem, dass es durch die Umstellung zusätzliche Kosten gegeben habe, gleichzeitig seien manche Unternehmen aber als attraktivere Arbeitgeber wahrgenommen worden und Mitarbeitende weniger gestresst gewesen. Vor zwei Jahren haben wir bereits ausführlich über die Vier-Tage-Woche berichtet und warum das Modell häufig missverstanden wird (RUMS-Brief). (rba)
… mit dem Bewohnerparken
Der geplante Parkausweis für Besucher:innen in Bewohnerparkzonen könnte künftig 10,20 Euro für 24 Stunden kosten. Den Vorschlag hat die Stadtverwaltung zur Entscheidung in den Rat für die Sitzung am 25. März gegeben. Bedeutet: Bewohner in den Parkzonen L, F, M und N (Klein Muffi, Teile des Südviertels, Pluggendorf und Erphoviertel) und später auch anderer Zonen sollen nach und nach für ihre Tagesgäste digitale Parkausweise beantragen können. Es müsste nur das Kennzeichen registriert werden. Los gehen könnte es schon ab April. (ani)
+++ Eine Wohnung zu mieten oder zu kaufen ist für Pflegekräfte in Münster, bemessen an ihrem Einkommen, eine enorme finanzielle Belastung. Das ist ein Ergebnis einer Übersicht für ganz Europa, die das Recherchenetzwerk Correctiv auf Basis von Forschungsdaten erstellt hat. Sie zeigen, wie hoch der Anteil des Einkommens ist, den Pflegekräfte in verschiedenen Regionen Europas fürs Wohnen aufbringen müssen. In Münster ist die Situation demnach besonders problematisch. Eine 45-Quadratmeter-Wohnung kostet laut den Daten im Schnitt knapp 240.000 Euro. Die monatliche Kreditrate läge bei etwa 1.140 Euro und würde über 40 Prozent eines durchschnittlichen Nettogehalts in der Pflege verschlingen. Münster gilt damit den Daten nach als „unbezahlbar“. Auch bei Mietwohnungen ist die Lage angespannt: Eine 45-Quadratmeter-Wohnung kostet im Schnitt 837 Euro kalt. Das ist ein knappes Drittel eines Pflege-Nettogehalts. Im europäischen Vergleich schneidet Münster damit in beiden Kategorien schlecht ab. (rhe)
+++ Die Stadt will das Siebzigerjahre-Gebäude der Gesamtschule in Roxel für knapp 50 Millionen Euro umbauen. Laut dem Vorschlag der Stadtverwaltung soll das Schulzentrum grundlegend modernisiert, technisch und energetisch erneuert, barrierefrei gemacht und zu einer sogenannten Cluster-Schule umgebaut werden. Das bedeutet: Die Schule wird in Einheiten gegliedert, in denen mehrere Klassen-, Arbeits- und Aufenthaltsräume zu gemeinsamen Lernbereichen zusammengefasst sind. Außerdem plant die Stadt ein zentrales Forum, neue Kursräume für die Oberstufe und weitere Lernbereiche. Der Bau soll im Sommer beginnen, zwei Jahre später fertig sein, die Außenanlagen im Jahr darauf. Erst muss allerdings noch der Rat zustimmen. Das soll Ende März passieren. (rhe)
+++ Die Stadtverwaltung hält es für die sinnvollste Lösung, den Kreisverkehr an der Von-Esmarch-Straße wie geplant zu einer Ampelkreuzung umzubauen. Das hatte ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten empfohlen. Im Vergleich zu den zwei Kreisverkehrsvarianten sei das am sichersten, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Begründung. Der Fahrradverband ADFC hatte sich vor einer Woche in einer Pressemitteilung dafür ausgesprochen, den bestehenden Kreisverkehr zu verbessern. Begründung: Das sei attraktiver für den Radverkehr und auch besser fürs Stadtklima. (rhe)
+++ Künftig gibt es deutlich mehr Carsharing-Plätze in Münster. In diesem Jahr sollen noch 30 weitere Stationen auf öffentlichen Stellplätzen entstehen. Damit wird das aktuelle Angebot beinahe verdoppelt. Die neuen Standorte sollen unter anderem in Kreuzviertel, Hansaviertel und Südviertel, an den Bahnhöfen in Hiltrup und Albachten sowie in Coerde und Kinderhaus entstehen. Der Betreiber „Stadtteilauto“ will bis 2029 über 130 Stationen in Münster anbieten. (rba)
Glücksspiel um den Gesamtschulplatz
In Münster übersteigt der Andrang auf die Gesamtschulen ihre Kapazitäten. Für viele Kinder beginnt der Schulwechsel deshalb nicht mit Vorfreude, sondern mit einer Absage – und für die Stadt mit einer Grundsatzfrage.
Es ist ein Termin, der über Biografien entscheiden kann: Die Anmeldung für die weiterführenden Schulen. In Münster gleicht dieses Verfahren für viele Familien derzeit vermutlich eher einem Casino-Besuch als einem geordneten Verwaltungsvorgang. 818 Kinder wollten ab Sommer auf die städtischen Gesamtschulen gehen, doch nur 378 Plätze waren vorhanden. Mehr als die Hälfte der Familien erhielt also eine Absage.
Alleine an der Mathilde-Anneke-Gesamtschule mussten 232 von 394 Kindern abgewiesen werden. Aber auch an der Gesamtschule Münster-Mitte und der neuen Gesamtschule Münster-West in Roxel überstieg die Nachfrage das Angebot massiv.
Sind Geschwisterkinder und Härtefälle erst einmal versorgt, entscheidet oft das Los. An der Gesamtschule Mitte etwa wird nach Leistungsgruppen gelost, um eine 50/50-Mischung aus Kindern mit Gymnasialempfehlung und anderen Empfehlungen hinzubekommen. Wer kein Glück hat, landet auf einer nummerierten Warteliste und muss sich erst einmal um einen Platz an einer anderen Schule bemühen.
Die Psychologie dahinter
Was macht es mit einem zehnjährigen Kind, wenn der erste große Übergang im Leben nicht durch Leistung oder Neigung, sondern per Zufallsverfahren entschieden wird?
„Ein Ablehnungsbescheid für ein elfjähriges Kind ist keine bloße Formalität, das ist die erste tiefgreifende Erfahrung von staatlich organisierter Ausgrenzung direkt zu Beginn der Bildungslaufbahn“, so formuliert es Baas Nahrwold von den Linken, selbst Sozialarbeiter an der Gesamtschule Münster Mitte.
Schulpsychologische Forschung zeigt, dass der Übergang auf die weiterführende Schule für Zehnjährige eine besonders sensible Phase ist. Für Kinder in dem Alter sei das Gefühl von Selbstwirksamkeit besonders wichtig. Eine Ablehnung durch das Losverfahren wird oft nicht als statistisches Pech, sondern als persönliche Zurückweisung wahrgenommen und löst Stress aus. Dieser Stressfaktor kann den Start in die neue, oft „ungeliebte“ Ersatz-Schule erheblich belasten und an der anfänglichen Motivation kratzen.
Sicherheit für die Eltern
Viele Eltern sehen in der Gesamtschule ein Sicherheitsnetz: alle Abschlüsse unter einem Dach, längeres gemeinsames Lernen, es muss sich nicht so früh festgelegt werden. Selbst nach der Rückkehr vieler Gymnasien zu G9 gilt sie als stressärmerer Weg zum Abitur. Dazu kommt der Ganztag, der verlässlich organisiert ist – im Unterschied zu manchen Halbtagssystemen anderer Schulformen.
Dann wäre da noch der soziale Faktor. In einer wachsenden Stadt mit heterogener Bevölkerung gelten Gesamtschulen als Orte, in denen verschiedene Menschen aufeinander treffen. Laut der aktuellen Schulentwicklungsplanung der Stadt Münster ist der Anteil der Schüler mit Zuwanderungsgeschichte vor allem an Gesamtschulen gestiegen. Für Kinder und Jugendliche fungieren sie als wichtiges Integrationstool. Inklusion, Sprachförderung, unterschiedliche Leistungsniveaus kommen in einer Klasse zusammen. Der Zuspruch ist entsprechend hoch. Und er wächst seit Jahren schneller als die Kapazitäten.
Ein Kern der aktuellen Debatte ist das Anmeldeverfahren. In Münster sind die Anmeldungen für Gesamtschulen traditionell früher offen als an Gymnasien und Realschulen. Wer keinen Platz bekommt, hat noch eine Chance auf eine andere Schulform. So ist das Prinzip.
Die CDU kritisiert das scharf und fordert ein gleichzeitiges Verfahren für alle Schulformen. Sie spricht von Bevorzugung und verzerrtem Elternwillen. SPD und Grüne halten dagegen: Die Nachfrage sei real und unabhängig vom Verfahren. „Die aktuelle Diskussion um das vorgezogene Anmeldeverfahren für Gesamtschulen soll den tatsächlichen Bedarf verschleiern“, kritisiert Doris Feldmann, schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion.
Ohne Vorlauf würden abgelehnte Kinder am Ende schlechtere Chancen auf Alternativen haben. Denn während Gymnasien und Realschulen jedem Kind einen Platz garantieren können, ist die Gesamtschule die einzige Schulform in Münster ohne Aufnahmegarantie.
Die SPD verweist zudem darauf, dass bisher so gut wie keine Familie einen Gesamtschulplatz ausgeschlagen hat. Bei einem einheitlichen Anmeldeverfahren hingegen würden Kinder eventuell an der Gesamtschule abgelehnt – und auch den Folgewunsch nicht erfüllt bekommen, weil Schulen dann schon voll sein könnten.
Zu spät reagiert?
Die Stadt hat bereits auf die Nachfrage reagiert. Im Südosten, auf dem ehemaligen Westfalen-AG-Gelände in Angelmodde, soll eine vierte städtische Gesamtschule entstehen. Ein großes Gebäude mit gebundenem Ganztag. Das einzige Problem: Sie soll erst in vier Jahren eröffnet werden.
Die Platznot gibt es aber schon jetzt. Rechnerisch würde die aktuelle Nachfrage eher zwei bis drei zusätzliche Schulen rechtfertigen. Selbst mit dem Neubau bleiben die Kapazitäten zunächst knapp. Zusätzlich sollen die Schülerzahlen in der Altersgruppe in den kommenden Jahren weiter steigen.
Der Boom der Gesamtschulen ist kein lokales Phänomen. In vielen NRW-Großstädten steigen die Zahlen seit Jahren. In Köln erhielten beispielsweise im letzten Jahr mehr als 600 Kinder eine Absage für den Gesamtschulplatz, auf den sie sich beworben hatten.
Münster unterscheidet sich jedoch durch seine starke Gymnasiallandschaft, die auch die CDU sehr schätzt. Das Nebeneinander von vielen Gymnasien und wenigen Gesamtschulen verstärkt hier die Konkurrenz um Plätze besonders stark. Gleichzeitig ziehen die Münsteraner Gesamtschulen Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet an. Wege von mehreren Kilometern sind üblich. Die Schulwahl folgt also weniger nach Nähe, mehr nach Konzept.
Für Grüne und SPD sind die hohen Anmeldezahlen Beleg für die Qualität der Schulen. Die Linke sieht ein politisches Versagen in der Vielzahl der Absagen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert Schnelligkeit im Ausbau – denn die Nachfrage ist nun mal jetzt da. (ani)
Hinweis: Wir haben nachträglich ergänzt, dass Linken-Ratsherr Baas Nahrwold an der Gesamtschule Münster Mitte als Sozialarbeiter tätig ist.

Anonymer Briefkasten
Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.
+++ Weil unter dem Lamberti-Brunnen ein Blindgänger liegen könnte, verzögert und verteuert sich die Sanierung ganz enorm. (Stadt Münster)
+++ In Mecklenbeck ist eine 73-jährige Autofahrerin durch eine Scheibe in eine Zahnarztpraxis gefahren und hat eine Person dabei leicht verletzt. (Polizei Münster)
+++ Die Stadt Münster gliedert den Busverkehr an eine neue Tochter aus, weil er dann in der Hand der Stadt bleiben kann, während sie ihn sonst europaweit ausschreiben müsste. (Stadt Münster)
+++ In Münster sind im vergangenen Jahr 650 Sozialwohnungen genehmigt worden – mehr als doppelt so viele wie im Jahr davor. (Grüne Münster)
+++ Die Zahl der in Münster gemeldeten Menschen ist seit Jahren zum ersten Mal leicht gesunken. (Stadt Münster)
+++ In Kinderhaus haben über hundert Eltern und Unterstützer mit einer Mahnwache gegen die geplante Schließung der Kita an der Killingstraße demonstriert. (Westfälische Nachrichten)
+++ Die Bezirksvertretung West entscheidet nächsten Donnerstag darüber, ob die Stadt die Kita Maria Aparecida in Mecklenbeck ab Sommer für eine knappe Million Euro saniert – und ob sie das ehemalige Feuerwehrhaus Roxel an der Havixbecker Straße für eine halbe Million Euro zu einer provisorischen Rettungswache umbaut. (Verwaltungspapier, Verwaltungspapier)
+++ Mit Wolfgang Schepers alias DJ Wolfman ist ein prägender Kopf der lokalen Rock- und Clubszene im Alter von 58 Jahren überraschend gestorben. (Westfälische Nachrichten)
+++ Weil die Eigentümer das Haus an die Volksbank verkauft haben, schließt das Steakhaus Maredo noch im Februar, sucht aber einen neuen Standort. (Westfälische Nachrichten)
+++ Nach dem Scheitern der Umbenennungen schlägt die CDU vor, die umstrittenen Straßennamen im Marineviertel mit erklärenden Informationstafeln historisch einzuordnen. (Westfälische Nachrichten)
Wer mit einem Hund zusammenlebt, weiß: Ein Spaziergang ist etwas Schönes. Und noch schöner ist es, wenn das Tier schon vor der Wohnungstür wieder sauber ist. Das klappt, wenn Sie vor dem Nachhausegehen kurz in der Hundewaschanlage in Kinderhaus vorbeischauen. Die kleine Selbstbedienungskabine befindet sich Am Burloh 25 und ist täglich von 7:30 Uhr bis 21:30 Uhr geöffnet. Eine ausführliche Bedienungsanleitung erklärt, wie Sie die Wanne nutzen und möglichst hundefreundlich waschen. Es gibt neben Standardshampoo auch Extrashampoo für Hunde mit weißem Fell, Floh- und Zeckenschutz sowie einen Leckerli-Automaten. Eine Wäsche kostet je nach Größe Ihres Hundes zwischen 5 und 15 Euro.
Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!
Heute hat Svenja Stühmeier für Sie in den Kalender geschaut. Das sind ihre Empfehlungen:
+++ Samstagmittag um 14 Uhr laden die Gästeführer Münster zu einer kostenlosen Stadtführung ein. Etwa 90 Minuten lang haben Sie die Gelegenheit, etwas über die Kunst in Münsters Altstadt zu erfahren. Treffpunkt ist der Rathausinnenhof, eine Anmeldung ist nicht nötig.
+++ Die Performancekünstlerin und frühere RUMS-Kolumnistin Anna Stern tritt morgen Abend mit ihrer neuen Produktion „Poems for Survivors“ in der Black Box auf. Ab 19.30 Uhr wird sie mit ihrer Stimme und einem Sampler Klanglandschaften erzeugen. Die Künstlerin nennt die Vorstellung ein „körperliches und zugleich digitales Text-Konzert“. Tickets kosten 8 bis 12 Euro.
+++ Montag jährt sich zum vierten Mal der Angriff Russlands auf die Ukraine. Zu diesem Ereignis veranstaltet das Künstlerkollektiv Vierwärts um 16 Uhr eine Lesung im Lesesaal der Stadtbücherei. Sie hören die literarischen Reportagen von Andriy Lyubka aus „Die Rückseite des Krieges“. Der Eintritt ist frei.
+++ Noch ein Kinotipp im Cinema für Montag, 18 Uhr: In der Doku „Die letzten Reporter“ begleiten Sie drei Lokaljournalist:innen, die sich überlegen müssen, wie sie ihren Beruf in Zukunft ausüben wollen und können (Stichwort: Zeitungssterben). Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt.
+++ Dienstagabend um 19 Uhr geht es im VHS-Forum unter dem Titel „Perspektiven zum Frieden“ ebenfalls um die Ukraine. Auf dem Podium sitzen vier Fachleute aus Politikwissenschaft, Militär, Konfliktforschung und Friedensarbeit. Die Teilnahme ist kostenlos.
+++ Über den Tod sprechen und trotzdem lachen, können Sie am kommenden Donnerstag, um 19:30 Uhr, beim „Finale Deluxe“ einem Live-Talk über das Abschiednehmen im EsCape. Die Veranstaltung möchte das Thema Tod aus einem neuen Blickwinkel betrachten und humorvoll und reflektiert behandeln. RUMS verlost zwei Tickets für die Veranstaltung. Wenn Sie eines davon gewinnen möchten, schreiben Sie uns per Mail an redaktion@rums.ms.
Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße
Anna Niere
Mitarbeit: Ralf Heimann (rhe), Raphael Balke (rba), Svenja Stühmeier (sst), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Susanne Bauer
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PS
Als ich vor einigen Wochen mit Christian Herrendorf von VierNull aus Düsseldorf telefoniert habe und er mir Tipps für unsere erste RUMS-Revue gegeben hat, da sagte er: „Lasst euch nicht demotivieren, wenn bei der ersten Veranstaltung nicht alle Tickets verkauft werden.“ VierNull bringt ähnliche Veranstaltungen schon seit rund zwei Jahren auf die Bühne eines Düsseldorfer Theaters. Über die Erfahrungen der Kollegen war ich dankbar. Und dann hat mein Kollege Ralf Heimann gestern den ersten Newsletter an unsere RUMS-Leserschaft rausgeschickt, in dem er von unserer Revue erzählt hat. Keine zehn Stunden später waren alle rund 150 Plätze ausverkauft. Wow, danke! Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an einer Live-Journalismus-Veranstaltung so groß zu sein scheint.
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Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie ab heute in der RUMS-Community begrüßen dürfen!


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