Antisemitismus-Streit: Ratsherr verlässt die Linke | Haushaltskrise: Das Sparen der Anderen

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von Anna Niere

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mehr als 30 Jahre war Stefan Proske-Schuppelius Mitglied der Linken. Er hat für die Partei Wahlkampf gemacht, sitzt für sie im Münsteraner Stadtrat und hat sich über Jahrzehnte politisch engagiert. Jetzt hat er genug: „Ich mag das nicht mehr aushalten und akzeptieren“, schreibt er auf Instagram. Am Mittwochabend nach der Ratssitzung, am dritten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel, verkündete der 52-Jährige seinen Parteiaustritt.

Die fehlende Abgrenzung zu antisemitischen Positionen könne er nicht mehr tragen, schreibt Proske-Schuppelius. Seine Kritik richtet sich nicht nur gegen die Bundespartei, die wegen ähnlicher Vorwürfe in Berlin unter Druck steht, sondern auch gegen die Linke in Münster. Und damit gegen Menschen, mit denen er jahrelang gemeinsam Politik gemacht hat. Die Entwicklung habe er lange mit Sorge verfolgt und versucht, ihr entgegenzuwirken.

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