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  • Brief von Anna Niere
25. Juli 2025

Sprachentwicklung: Die Jungs hängen hinterher | 250 Jahre Civilclub: Was macht Münsters ältester Verein? | Unbezahlte Werbung: Matcha im Hansaviertel

Portrait Redakteurin Anna Niere
Mit Anna Niere

Guten Tag,

gerade sind noch Sommerferien, doch viele Vorschulkinder fiebern vermutlich schon ganz gespannt auf ihren ersten Schultag hin. In gut einem Monat werden in Münster über 2.500 Erstklässler:innen eingeschult.

Doch noch vor der Einschulung gibt es für alle Kinder einen Pflichttermin: die Schuleingangsuntersuchung. Dort werden die Kinder auf ihren Kenntnisstand untersucht – etwa in Sprache, Motorik, Wahrnehmung oder Zahlenverständnis. Dadurch sollen Entwicklungsverzögerungen und gesundheitliche Auffälligkeiten früh erkannt werden. Die Untersuchung findet im letzten Kita-Jahr statt, meist zwischen Januar und Juli.

Von außen sieht es vielleicht noch nicht dramatisch aus. Ein Kind kann noch nicht so gut sprechen, na und? Vielleicht ist es einfach schüchtern. Doch wer genau hinschaut – und das tun die Ärzt:innen bei der Untersuchung –, erkennt: Sprachprobleme können ein echtes Hindernis beim Schulanfang sein.

Heute im RUMS-Brief:

  • Der große RUMS-OB-Check: Jetzt anmelden
  • Wie es weiterging nach dem AfD-Urteil in Münster
  • Wie es weiterging mit Henry Pohlmanns Kneipe
  • RUMS-Umfrage: Wie wohnt Münster?
  • Kommunalwahl: Helfer:innen gesucht
  • Genug Unterschriften gesammelt: Das Bürgerbegehren gegen Straßenumbenennungen kommt
  • Leerstehende Häuser in Brand: Diesmal in Hiltrup
  • Blinde Frau stürzt über E-Scooter: CDU gibt Grünen die Schuld
  • B51-Ausbau: Grüne loben Lewe
  • 250 Jahre Civilclub: Nachwuchs heißt Mitglieder unter 60
  • Klima-Update: Der letzte Rat bis zur Klimaneutralität
  • Grüße aus dem Urlaub: Tim Stelzer in den Alpen
  • Ein-Satz-Zentrale: Illegale Zebrastreifen
  • Unbezahlte Werbung: Matcha Pop-Up Café am Hansaring
  • Drinnen und Draußen: Umzugsparty im Spooky’s

Sprache ist der Schlüssel zu allem. Wer Anweisungen nicht versteht, scheitert in Mathe. Wer keine Fragen stellen kann, bleibt still. Und wer sich nicht ausdrücken kann, zieht sich zurück oder wird auffällig. Für Kinder mit Sprachproblemen beginnt die Schullaufbahn also mit einem Nachteil, der sich durch alle Fächer zieht.

Besonders Jungen starten deutlich häufiger mit sprachlichen Schwierigkeiten in die Schule. Das zeigt eine bundesweite Datenanalyse von Correctiv. Auch in Münster haben Mädchen vor der Einschulung weniger Probleme als Jungs.

Zwischen 2018 und 2024 wurde bundesweit im Schnitt bei 6 Prozent mehr Jungen als Mädchen Sprachförderbedarf festgestellt. In Nordrhein-Westfalen ist der Unterschied im Vergleich zu den anderen Bundesländern am geringsten: Einen Sprachförderbedarf hatte hier rund ein Drittel der Jungs, bei den Mädchen waren es nur 3 Prozent weniger.

Für Münster liegen keine detaillierteren Sprachdaten vor. Hier erhebt das Gesundheitsamt nur Teilbereiche wie den Umgang mit Zahlen und Mengen sowie das Erkennen, Zeichnen und Nachformen von Objekten. Aber diese Fähigkeiten hängen eng mit der sprachlichen Entwicklung zusammen, denn sie verlangen ein Verständnis von Anweisungen und Konzepten.

Die Ergebnisse aus Münster zeigen: Auch hier haben Jungen häufiger Schwierigkeiten. Beim Umgang mit Zahlen fällt etwa jedes fünfte Kind auf – bei den Jungen ein gutes Stück mehr als bei den Mädchen. Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn es ums Erkennen und Nachzeichnen von Formen geht: Während viele Mädchen diese Aufgabe problemlos meistern, tut sich ein spürbar größerer Teil der Jungen damit schwer. Damit bestätigt sich auch in Münster, was bundesweit zu beobachten ist: Jungen starten häufiger mit Entwicklungsverzögerungen und brauchen gezieltere Förderung. Am besten möglichst früh.

Rund jede:r vierte Schulanfänger:in in Westfalen-Lippe musste 2023 vor dem ersten Schultag in Sprachtherapie. Das meldete die AOK. Auch da zeigte sich: Mehr Jungen als Mädchen brauchten Hilfe beim Sprechenlernen.

Auf Landesebene ist die Lage beim Thema Sprache noch alarmierender. Im Jahr 2023 konnten laut Landesgesundheitsamt 32 Prozent der Kinder nicht altersgerecht Deutsch. In Duisburg sogar jedes zweite Kind. Besonders häufig haben Kinder mangelhafte Deutschkenntnisse, wenn ihre Erstsprache nicht Deutsch ist oder sie aus einem Elternhaus mit niedrigem Bildungsstand kommen.

Dass viele Kinder vor Schulbeginn Sprachprobleme haben, ist schon seit vielen Jahren bekannt. Das Problem: Trotzdem werden die Sprachkenntnisse bei den Kita-Kindern nicht sichtbar besser. Ebenso wenig sind die Ursachen erforscht. Woran es liegt, dass Jungen sprachlich häufiger auffallen, ist nicht endgültig geklärt.

Im Correctiv-Interview vermutet der Kindheitspädagoge Tim Rohrmann, Jungen seien im Kita-Alltag oft weiter weg vom sprachlichen Geschehen. Sie toben lieber, während Mädchen eher die Nähe zu Erzieher:innen suchen und dadurch mehr Sprachinput bekommen. Auch das Bundesbildungsministerium sieht einen möglichen Grund in der fehlenden Vorbildfunktion: Väter lesen seltener vor, Jungen erleben Lesen so als etwas „Weibliches“. Um diesen Ansatz bestätigen zu können, bräuchte es aber dazu erst einmal Forschung.

Was macht das Land?

Das zuständige Landesministerium teilt auf Anfrage mit: Wird Förderbedarf bei einem Kind festgestellt, werden Eltern, Schulen und (wenn nötig) Ärzt:innen informiert. Die Schuleingangsuntersuchung wird außerdem durch ein Sprachscreening für Vierjährige ohne dokumentierte Sprachbeobachtung in der Kita ergänzt.

Doch wie genau Fördermaßnahmen dann greifen, bleibt oft unklar und wird nicht immer dokumentiert. Sind die Sprachkenntnisse von einem Kind so schlecht, dass es in der Schule nicht mitkäme, kann die Einschulung sogar zurückgestellt werden – das heißt: Das Kind darf erst im nächsten Jahr in die erste Klasse. Im vergangenen Jahr betraf das mehr als 5.000 Kinder in Nordrhein-Westfalen. Meist sind die Gründe allerdings vielfältig und nicht allein fehlende Sprachkenntnisse der Auslöser für das Wartejahr.

Landesschulministerin Dorothee Feller (CDU) wäre deshalb laut WDR für ein verpflichtendes Vorschuljahr. Zurzeit ist es noch Aufgabe der Kindertagesstätten, auf die Schule vorzubereiten. Ein Vorschuljahr könnte vermutlich nicht alle Probleme lösen – aber dem einen oder anderen vermutlich helfen, vorbereitet in die Schule zu starten. Und damit bestimmt auch mit noch mehr Freude. (ani)

Einladung
08Sep. 2025

Hybrid-Veranstaltung 08. September 2025, 19:00 Uhr

Der große RUMS-OB-Kandidaten-Check | Was wollen die, die regieren wollen?

„Wir müssen reden“ (#14)

Zu Gast Georg Lunemann (CDU), Stephan Brinktrine (SPD) und Tilman Fuchs (Grüne)
Moderation Ralf Heimann, Anna Niere
Veranstaltung ansehen

Wer wird neuer Oberbürgermeister von Münster? Darüber entscheiden Sie bei der Kommunalwahl am 14. September. Die besten Chancen haben Georg Lunemann (CDU), Stephan Brinktrine (SPD) und Tilman Fuchs (Grüne). Aber was haben sie vor? Was wollen sie erreichen? Was ist ihnen wichtig?

Das werden wir die drei Kandidaten fragen. Wollen Sie hören, was sie zu sagen haben? Dann kommen Sie am Montag, 8. September um 19 Uhr in die Kneisterei (Steinfurter Straße 104).

Wir freuen uns auf ein interessantes Gespräch mit den Kandidaten! Der Eintritt ist frei, Anmeldungen hier per E-Mail. Die Veranstaltung wird live per Zoom übertragen. Den Zoom-Link teilen wir Ihnen demnächst mit.

mehr dazu

Wie es weiterging

… nach dem AfD-Urteil

Jetzt steht die Entscheidung fest: Der Bundesverfassungsschutz darf die AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall führen und nachrichtendienstlich überwachen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht diese Woche geurteilt. Gegen die Einstufung hatte die rechtsradikale Partei geklagt und in erster Instanz vor dem Kölner Verwaltungsgericht verloren. Auch die Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster verlief erfolglos (RUMS-Brief). Offen ist noch die Frage, ob der Verfassungsschutz die AfD als „gesichert rechtsextrem“ hochstufen darf. Gegen diese Entscheidung vom Mai hatte die Partei ebenfalls geklagt. Klären soll das ein neuer Rechtsstreit. (sfo)

Wie es weiterging

… mit Henry Pohlmanns Kneipe

Als der Gastwirt Henry Pohlmann im November starb, fragten sich viele Menschen auf der Sentruper Höhe: Wie soll es mit einer der letzten Eckkneipen in Münster weitergehen? Jetzt steht die Antwort fest. Wie die Westfälischen Nachrichten vorgestern gemeldet haben, zieht das Restaurant „Arancino“ in die ehemalige Kneipe ein. Ein klassischer Italiener mit Pizza, Pasta und Wein. Alles sei neu gemacht worden, sagten die neuen Besitzer:innen der Zeitung. Nur die Zapfanlage sei noch die alte. (sfo)

Erzählen Sie uns Ihre Wohn-Geschichte

Wie war das bei Ihnen, als Sie eine Wohnung gesucht haben? Hat das Monate gedauert? Und wie ging es weiter? Hatten Sie Ärger mit dem Vermieter oder der Vermieterin?

Wenn es richtig schlecht läuft, kann es so enden, wie das NDR-Magazin „STRG+F“ es in dieser Woche in einem Instagram-Beitrag beschreibt. Ein Vermieter hängt in seinem Wohnheim Überwachungskameras auf, filmt Studentinnen und droht ihnen mit Rauswurf, berichtet das Magazin.

Was haben Sie erlebt? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Wir wollen wissen, was auf dem Wohnungsmarkt in Münster wirklich passiert. Dafür brauchen wir Ihre Erfahrungen. Machen Sie jetzt mit bei unserer Umfrage.

jetzt mitmachen!
Kurz und Klein

+++ Die Suche nach Helfer:innen für die Kommunalwahl läuft schleppend. Bei der Stadt haben sich bislang nur 500 Freiwillige gemeldet, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Gebraucht werden aber 2.500 Wahlhelfer:innen für den 14. September und 2.000 für die Stichwahl zwei Wochen später. Das Problem sei laut der Stadt, dass viele Freiwillige nur einen der beiden Termine übernehmen könnten. Wenn Sie spontan Lust haben, an diesem „Demokratie live“-Erlebnis mitzuwirken, können Sie sich hier bei der Stadt melden. Für den Einsatz zum Erhalt unserer Demokratie winken 25 Euro als Dankeschön – so wenig wie sonst nirgendwo. (sfo)

+++ Die Bürgerinitiative, die verhindern will, dass fünf Straßen einen neuen Namen bekommen, hat genug Unterschriften für ein Bürgerbegehren zusammen. Das berichtete der WDR am Mittwoch. Damit ein Bürgerbegehren zulässig ist, braucht man genau 5.356 Unterschriften. Nach dem WDR-Bericht hat die Bürgerinitiative gegen Straßenumbenennungen schon über 7.500. Am 5. August will die Initiative der Bezirksvertretung Münster-Mitte die Liste überreichen. Die BV hatte im Mai für die Umbenennung gestimmt, weil die Straßennamen entweder Nazis oder Kriegsverbrechen ehren. Die Bürgerinitiative wirft der BV vor, mit der Umbenennung Geschichte zu glätten, Steuergeld zu verschwenden und über die Köpfe der Anwohnenden zu entscheiden. Unsere Kolumnistin Marion Lohoff-Börger lebt an einer der betroffenen Straßen und findet die Umbenennung richtig. Ihre Argumente können Sie hier nachlesen. (sfo)

+++ In Hiltrup ist diese Woche eingetreten, was viele aus der Schulstraße befürchten: An der Westfalenstraße ist gegenüber des Hallenbads ein leeres Haus abgebrannt. Dort haben offenbar zuvor häufig Obdachlose übernachtet. Die Feuerwehr schickte zwei große Löschzüge los, berichten die Westfälischen Nachrichten. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Auch im Kreuzviertel hat der Dauerleerstand an der Schulstraße 19 im Oktober gebrannt, weil jemand in der Bauruine geschlafen hat. Die Nachbar:innen hatten den Brand zufällig entdeckt und konnten die Feuerwehr alarmieren. Seitdem geht in der Nachbarschaft aber die Sorge um, es könnte wieder etwas passieren. Der Eigentümer des verwaisten Hauses kümmert sich seit Jahren nicht um das Grundstück. Er hatte angekündigt, dass im Juni der Umbau des Hauses losgehen soll (RUMS-Brief). Bislang hat sich auf der Baustelle nichts gerührt. (sfo)

Ankündigung des künstlerischen Forschungslabors Land Lines vom 11. bis 14. September 2025 auf Burg Hülshoff
Weitere Informationen finden Sie hier!

+++ Im Kommunalwahlkampf kennt die CDU Münster nur ein Thema: die Grünen, die Grünen und noch mal die Grünen (RUMS-Brief). Jetzt schreckt die CDU sogar nicht mehr davor zurück, Verkehrsunfälle für ihren grünenfeindlichen Populismus zu instrumentalisieren. In einer Pressemitteilung gibt Ratsherr Stefan Leschniok der Ratskoalition eine Mitschuld dafür, dass eine blinde Frau über einen auf dem Gehweg abgestellten E-Scooter gefallen ist: „Es war das Linksbündnis unter Führung der Grünen-Fraktion“, sagt Leschniok in der Meldung. Der konkrete Vorwurf: Die Grünen hätten eine Ausweitung der Parkzonen für E-Scooter verhindert, die den Unfall vermieden hätte. Zur Einordnung: Der Ordnungsausschuss beschloss im Februar 2024, die E-Scooter-Stellflächen künftig nicht mehr auf Gehwegen einzurichten, sondern auf der Straße. Angeregt hatten die Grünen diese Idee. Durch die Änderung müsse die Stadt jetzt umplanen, schreiben die Westfälischen Nachrichten, die diese Woche über den E-Scooter-Sturz berichtet haben. Der Unfall hat sich an der Buckstraße in Aaseestadt zugetragen, an der die Stadt „zeitnah“ Parkzonen ausweisen will. Man hätte also genauso gut der CDU-geführten Verwaltung einen Vorwurf machen können, der es in den vergangenen anderthalb Jahren nicht gelungen ist, die Sache mit den Parkzonen umzusetzen. Oder man hätte der Betroffenen auch einfach Mitgefühl aussprechen können, schließlich hat der Sturz sie verletzt und ihren Blindenstock zerstört. Aber mit Empathie lässt sich eben kein Populismus machen. (sfo)

+++ Apropos Wahlkampf: Die Grünen scheinen die gegenteilige Strategie zu verfolgen. Ratsherr Robin Korte und Oberbürgermeisterkandidat Tilmann Fuchs loben in einer Pressemitteilung ausdrücklich Münsters Bald-nicht-mehr-OB Markus Lewe (CDU). Warum? Lewe ist neuerdings gegen den autobahnähnlichen Ausbau der B51. Zusammen mit den Bürgermeistern von Beelen, Herzebrock-Clarholz, Telgte und Warendorf hat der Oberbürgermeister diesen Monat einen Brief ans Bundesverkehrsministerium geschrieben und sich darin ausdrücklich gegen den Ausbau ausgesprochen. Die Grünen freut’s, schließlich übernimmt Lewe damit eine ihrer Positionen und stellt sich somit öffentlich gegen die CDU Münster. In der Pressemeldung der Grünen sagt OB-Kandidat Fuchs, Lewe beweise „endlich die Führungsqualität, die Münster in dieser wichtigen Verkehrsfrage benötigt hätte.“ Manchmal können Umarmungen eben auch wehtun. (sfo)

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Beitrag von Lisa Pausch am 24.07.2025

Nachwuchs heißt: Mitglieder unter 60

Die Mitglieder des Civilclub auf einem Gruppenfoto vor einem Haus.

Münsters ältesten Verein kennt kaum jemand. Der Civilclub wird 250 Jahre alt. Im einst elitären Männerzirkel sind heute Frauen in der Überzahl. Was passiert dort?

Beitrag lesen
Klima-Update

+++ Die Klimanachrichten in dieser Woche stimmen alles andere als hoffnungsvoll. Gestern war Erdüberlastungstag, das heißt: Die Menschheit hat alle Ressourcen aufgebraucht, die dieses Jahres nachwachsen können. Und vorgestern urteilte der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag: Wenn Staaten das Klima zerstören, müssen sie dafür zahlen. Das Gericht bekräftigte außerdem das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens und bezeichnete eine „saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt“ als Menschenrecht. Für die Stadt Münster könnte das einen deutlichen Ansporn für mehr Klimaschutz bedeuten und vielleicht auch den Kommunalwahlkampf beleben. Bislang spielt Klima keine Rolle im Wahlkampf, dabei müsste einiges von den Parteien kommen. Schließlich wählen wir am 14. September den letzten Stadtrat, der die Klimaneutralität bis 2030 hinbekommen kann. Wenn Sie wissen wollen, wie sich die OB-Kandidat:innen klimapolitisch positionieren, schauen Sie doch mal in unsere Umfrage. (sfo)

Anonymer Briefkasten

Anonymer Briefkasten

Haben Sie eine Information für uns, von der Sie denken, sie sollte öffentlich werden? Und möchten Sie, dass sich nicht zurückverfolgen lässt, woher die Information stammt? Dann nutzen Sie unseren anonymen Briefkasten. Sie können uns über diesen Weg auch anonym Fotos oder Dokumente schicken.

zum anonymen Briefkasten

Grüße aus dem Urlaub

Labeled by PeakFinder

Irgendwie verbringt RUMS-Leser Tim Stelzer oft an stark bewölkten Orten seinen Urlaub. Das ist zumindest unser Eindruck. Vor zwei Jahren grüßte er uns von der Spitze des Nebelhorns, das seinem Namen alle Ehre erwiesen hat. Für den diesjährigen Sommerurlaub hatte Familie Stelzer eigentlich eine Ferienwohnung mit Alpenpanorama in Garmisch-Partenkirchen gebucht. Aber naja, Sie sehen’s selbst. Dank der „Peak Finder“-App und einer Menge Vorstellungskraft lassen sich die Berggipfel immerhin erahnen. Falls Sie gerade auch durch die Weltgeschichte reisen, schicken Sie uns doch gerne ein Beweisfoto im Querformat per E-Mail zu.

Ein-Satz-Zentrale

+++ Die Straße Am Kreuztor ist bis Samstagmittag für den Autoverkehr gesperrt, weil ein Wasserrohr gebrochen ist, und dann am Montag noch einmal gesperrt, weil die Straße neu asphaltiert werden muss. (Stadtnetze Münster)

+++ Die CDU will prüfen, ob Frauen in Münster nachts mit Taxi-Gutscheinen sicherer nach Hause kommen können. (CDU Münster)

+++ Im kommenden Winter streicht der Flughafen Münster/Osnabrück alle Flüge zu den Kanaren aus dem Programm. (Westfälische Nachrichten)

+++ In Kinderhaus haben Unbekannte heimlich einen Zebrastreifen auf die Straße gemalt, der aber wieder weggemacht werden musste, weil solche Aktionen illegal sind. (Westfälische Nachrichten)

+++ In Gievenbeck startet der Bau von 198 neuen Wohnungen im Oxford-Quartier und an der Kinderhauser Straße sollen bis Ende des Jahres 60 Eigentumswohnungen in zwei Gebäuden entstehen (Stadt Münster, Westfälische Nachrichten)

+++ Zusammen mit der Techniker Krankenkasse fördert die Stadt acht neue Gesundheitsprojekte für Kinder, Senior:innen und Menschen aus benachteiligten Gruppen. (Stadt Münster)

+++ In Gremmendorf trafen sich am Samstagabend rund 1.000 Autoposer, die bis tief in die Nacht Krach gemacht haben. (Westfälische Nachrichten)

+++ Im Oktober wird an der Wolbecker Straße ein Stolperstein für den Münsteraner Paul Dübe verlegt, der 1941 in der Euthanasieanstalt im hessischen Hadamar von den Nazis ermordet wurde. (Westfälische Nachrichten)

+++ Im Allwetterzoo wurde erstmals ein stark gefährdeter Persischer Leopard geboren. (Alles Münster)

Unbezahlte Werbung

Lieber grün statt braun? Dann gehen Sie doch mal Matcha statt Kaffee trinken. Das geht besonders gut bei „Hallo Matcha“ am Hansaring. Uns hat der kalte „normale“ Matcha Latte am schwülen Sommertag sehr angenehm erfrischt. Auf der Karte stehen aber noch viele weitere Variationen, zum Beispiel Matcha mit Erdbeere. Außerdem können Sie sich durch grüne Snacks wie Matcha-Schoko-Brownies testen. Und wenn Sie ein bisschen Japan mit nach Hause nehmen wollen, können Sie vor Ort Matcha-Pulver kaufen. Das Pop-up-Café bleibt erst einmal bis Ende Oktober am Hansaring. Bis dahin hat es mittwochs bis sonntags jeweils von 10:30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Hier finden Sie alle unsere Empfehlungen. Sollte Ihnen ein Tipp besonders gut gefallen, teilen Sie ihn gerne!

Drinnen und Draußen

Svenja Stühmeier hat für Sie ein paar Veranstaltungstipps aufgeschrieben:

+++ Das Spooky’s schmeißt eine Umzugsparty. Bevor die Kneipe an den Horstmarer Landweg zieht, gibt’s Freitag ab 17 Uhr noch einmal Bingo und Party. Am Samstag geht es um 14 Uhr mit Livemusik auf dem St. Josephs-Kirchplatz weiter.

+++ Morgen können Sie gemeinsam mit dem Verein „Münster nachhaltig“ und dem ADFC eine Radtour machen. Auf der Route besuchen Sie Orte, an denen ökologische Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Bei Interesse melden Sie sich bitte via E-Mail an.

+++ Samstagabend, Genussgärten, La Dolce Vita – springt Ihr Kopfkino auch direkt an? Zusammen mit den Wald- und Wiesen-Konzerten veranstaltet Ökullus einen musikalisch-kulinarischen Abend. Gespielt werden italienische Lieder. Bringen Sie eine Decke und etwas zum Picknicken mit. Der Eintritt ist frei. Ach ja, zur musikalischen Einstimmung empfehlen wir Ihnen diese Best-of-Italo-Hits-Playlist.

+++ Mit dabei: ein Foodtruck von Elbēn. Die haben am Wochenende schließlich auch was zu feiern, und zwar Zehnjähriges. Neben dem großartigen syrischen Streetfood gibt es eine Reihe Mitmachaktionen. Sie können zum Beispiel Teegläser verzieren, Dabke lernen (ein Folkloretanz) und einer Dachterrassen-Jam-Session lauschen. Die genauen Orte und Termine finden Sie auf Instagram.

+++ Für alle außer cis Männer: Von Samstag auf Sonntag steigt im Conny Kramer eine FLINTA*-Party. Der Eintritt kostet 10 Euro. Am Sonntag ist FLINTA*-Skate-Session am Hawerkamp. Um 14 Uhr geht es los. Alter und Können sind egal, ein paar Skateboards gibt es vor Ort. Menschen unter 18 brauchen eine Einverständniserklärung von Erziehungsberechtigten.

+++ Am Sonntag tritt Sänger Phil Wood mit seiner Gitarre auf dem Heimathof Sprakel auf. Einlass ist ab 15 Uhr, los geht das Konzert um 16 Uhr. Es findet draußen statt. Tickets gibt es hier – und weitere Konzerttermine an schönen Orten im Münsterland aus der Reihe „Trompetenbaum und Geigenfeige“ finden Sie hier.

+++ Falls Sie ein Zeichen gegen die Verleihung des Josef-Pieper-Preises an den US-amerikanischen Bischof Robert Barron setzen wollen, dann kommen Sie am Sonntag zur Überwasserkirche. Dort versammeln sich engagierte Katholik:innen und andere Protestler:innen, denen die Hardlinerpositionen des Trump-Unterstützers zu arg sind (hierzu ein offener Brief auf der Website der Grünen). Die Mahnwache beginnt um 8:45 Uhr und geht bis 11:30 Uhr.

Am Dienstag schreibt Ihnen Ralf Heimann. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße
Anna Niere

Mitarbeit: Sebastian Fobbe (sfo), Svenja Stühmeier (sst), Jan Große Nobis (jgn) – das bedeutet: Die einzelnen Texte im RUMS-Brief sind von der Person geschrieben, deren Kürzel am Ende steht.
Lektorat: Maria Schubarth

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PS

Damit ich hier nicht in 40 Jahren immer noch sitze und für Sie die Nachrichten zusammenschreibe, braucht es journalistischen Nachwuchs. Zur Förderung medieninteressierter Jugendliche bietet die Jugendpresse Workshops an. Im November gibt’s zum Beispiel einen einwöchigen Besuch im Bundestag. Zur Teilnahme ruft jetzt der Münsteraner CDU-Abgeordnete Stefan Nacke auf. Er freut sich darauf, interessierte Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren aus Münster in Berlin zu begrüßen. (ani)

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