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Portrait Klaus Brinkbäumer
Portrait Klaus Brinkbäumer

Kolumne von Klaus Brinkbäumer am 07.06.2020

Klaus Brinkbäumers Kolumne | Die fünf Krisen der USA

Als ich vorgestern mit meinem Sohn einen Gummiball durch den Madison Square Park von New York kickte, blickte der kleine Mann hoch, und dann hörte und sah ich sie auch: Über Manhattan schwebten sieben Polizei- und Militär-Hubschrauber. Mein Sohn liebt Hubschrauber (so viel zu geschlechtsneutraler Erziehung …), und selten bringt er so viel Geduld auf wie beim staunenden Blick in den Himmel über New York.
Wenig später kamen die Sirenen, dann der Zug der Demonstrantinnen und Demonstranten, die Hundertschaften. Es wurde unübersichtlich, und wir gingen nach Hause.

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Porträt von Katrin Jäger
Porträt von Katrin Jäger

Brief von Katrin Jäger am 05.06.2020

Die große Kita-Öffnung | Spurensicherung | Pop-up-Biergarten

Guten Tag,

eine der großen Herausforderungen dieser Zeit ist es, Widersprüche und Ungerechtigkeiten auszuhalten. Im Moment ist unser Alltag voll davon. Wir sehen Bilder von Schlauchbooten, in denen das Berliner Partyvolk gut gelaunt und dicht gedrängt für den Erhalt der Clubkultur „demonstriert“, während wir es uns im eigenen Garten bei der kleinen Geburtstagsfeier des Sohnes verkneifen, die Großeltern zu umarmen. Viele stornieren ihren Urlaub, weil sie sich nicht vorstellen können, wie das mit dem Entspannen unter Corona-Bedingungen gehen soll, während Freundinnen und Freunde sich darüber freuen, dass schon in wenigen Tagen wieder alle Grenzen öffnen. Leute drängen in den Allwetterzoo und umgehen die wegen der begrenzten Besucherzahl extra geschlossenen Parkplatzschranken, nur um sich dann in einer langen Menschenschlange vor den geschlossenen Kassen wiederzufinden, während sich auf Beerdigungen weiterhin jeder registrieren lassen muss, der sich in der Trauerhalle aufhält.

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Porträt von Ralf Heimann
Porträt von Ralf Heimann

Brief von Ralf Heimann am 03.06.2020

Jugendliche in der Krise | Neues vom Musik-Campus | Ein Bahnhof für Berg Fidel?

Guten Tag,

ein auffälliges Phänomen in den vergangenen Wochen war, dass die Krise die Menschen so unterschiedlich traf. Da waren einerseits jene, die den Ausnahmezustand fast genossen, weil sich ihre Alltagsgeschwindigkeit verlangsamte, und die Zeit zu Hause ihnen gut bekam. Und da waren jene, denen die Situation stark zusetzte, weil nun zum Vollzeitjob zu Hause auch noch der Job im Schuldienst kam, auf den sie sich nicht mal beworben hatten. Es traf vor allem Frauen. Aber dann waren da auch noch die Kinder und die Jugendlichen. Um ihre Perspektive ging es in der Diskussion nur selten.

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Porträt von Marina Weisband
Porträt von Marina Weisband

Kolumne von Marina Weisband am 31.05.2020

Marina Weisbands Kolumne | Wir brauchen Einstiegsdrogen in die Demokratie

Liebe Leser*innen,

ich wünschte, Hygienedemos wären etwas, das sich nur auf Berlin beschränkt. Himmel, ich wünschte, es gäbe sie gar nicht. Aber auch hier in Münster standen Leute am Schlossplatz, die sich in der Öffentlichkeit halbwegs verhalten äußerten, aber in ihren Telegram-Gruppen umso härtere Verschwörungsmythen abließen. Warum ist unsere schöne, so überdurchschnittlich gebildete Stadt nur so anfällig für Verschwörungserzählungen?

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Porträt von Ralf Heimann
Porträt von Ralf Heimann

Brief von Ralf Heimann am 29.05.2020

Corona und das Fahrrad | Wilhelm, das war nichts | Präsident boykottiert Preußen

Guten Tag,

die Frage, welches Verkehrsmittel von der Corona-Krise am meisten profitiert, lässt sich so leicht nicht beantworten. Vor einer Woche warnte Greenpeace in einer Kurzstudie vor einem Verkehrsinfarkt in deutschen Städten. Die Organisation verwies auf eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Angewandte Sozialwissenschaft (infas), nach der viele Menschen in der Krise wieder aufs Auto umsteigen – möglicherweise aus Angst, sich in öffentlichen Verkehrsmitteln anzustecken.

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Porträt von Katrin Jäger
Porträt von Katrin Jäger

Brief von Katrin Jäger am 26.05.2020

Unbeantwortete Schulfragen | Die Stadt füllt sich | Reise ins Weltall

Guten Tag,

mit großen Schritten und in kleinen Gruppen geht’s gerade zum Abitur. Die schriftlichen Klausuren sind seit gestern vorbei, ab heute stehen die mündlichen Prüfungen an. Wir drücken die Daumen, liebe Abiturientinnen und Abiturienten. Euer besonderer Corona-Jahrgang wird unvergessen bleiben!

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Porträt von Carla Reemtsma
Porträt von Carla Reemtsma

Kolumne von Carla Reemtsma am 24.05.2020

Carla Reemtsmas erste Kolumne | Was nach der Krise möglich wird

Liebe Leser:innen,

am Mittwoch haben wir protestiert. In Datteln, in Berlin und in Münster. Am Samstag erneut. In der Stubengasse, vor dem Schloss, am Hafen-, Servatii- und am Bremer Platz. Was vor ein paar Wochen keine zwei Zeilen in den Nachrichten wert gewesen wäre, ruft in diesen Zeiten direkt ein befremdliches Gefühl hervor. Protest und das Hochhalten der Versammlungsfreiheit bringt einem vor allem ein Bild in den Sinn: dichtgedrängte Menschenmassen, die sich nicht einmal durch Abstandsregeln von Rechtsextremisten und Antisemitinnen abgrenzen.

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Porträt von Katrin Jäger
Porträt von Katrin Jäger

Brief von Katrin Jäger am 22.05.2020

Vernunft am Feiertag | Münsters Männerwelten | Liefers und die Leichen

Guten Tag,
die Befürchtungen waren groß, dass der gestrige Vatertag zum pandemischen Himmelfahrtskommando hätte werden können. Tatsächlich aber gab es keine Meldungen von Bollerwagen-Staus, nur wenige wankende Männer-Fußtrupps waren unterwegs. An den Badeseen der gesamten Region und am Kanal war es hingegen rappelvoll. Folglich hakte es dort immer mal wieder mit den Abstandsregeln, melden die „Münsterland Zeitung“ und die Stadt Münster. Die Bilanz also: gemischt.

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Porträt von Ruprecht Polenz
Porträt von Ruprecht Polenz

Kolumne von Ruprecht Polenz am 17.05.2020

Brief von Ruprecht Polenz | Jetzt brauchen wir Alltagsverstand

Einen schönen Sonntag wünsche ich Ihnen,
langsam erwacht das öffentliche Leben in Münster aus der Zwangsnarkose der Corona-Beschränkungen. Geschäfte haben wieder geöffnet. Seit Montag auch die Restaurants. Die Innenstadt belebt sich wieder. Kitas und Schulen tasten sich schrittweise vor, damit die Kinder wenigstens an einem oder zwei Tagen in der Woche wieder kommen können.

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Porträt von Ralf Heimann
Porträt von Ralf Heimann

Brief von Ralf Heimann am 17.05.2020

Corona-Fälle in Uniklinik und Schule | Gastronomie vom Start nicht begeistert | Festival am Hawerkamp

Guten Tag,
es ist alles noch nicht vorbei. Das hat die Uniklinik Ende vergangener Woche erfahren müssen, als eine Mitarbeiterin positiv auf Corona getestet wurde. Die Frau spürte nichts von der Krankheit. Sie hatte zwei Tage lang auf ihrer Station gearbeitet, ohne die Infektion zu bemerken. Ob sie in dieser Zeit andere Menschen angesteckt hat, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen. Fälle wie dieser seien nicht auszuschließen, sagt Kliniksprecherin Anja Wengenroth. Die Infektion verlaufe in der Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch oft symptomlos. Sogar ein Test falle dann meist negativ aus. Die Klinik ist darauf vorbereitet. Es gebe Hygienevorschriften und deutlich weniger Besuch. Das ist die gute Nachricht.

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