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Porträt von Katrin Jäger
Porträt von Katrin Jäger

Brief von Katrin Jäger am 17.04.2020

Homeschooling geht weiter | Fahrradstadt? Von wegen | Tierisch

Guten Tag,

normalerweise erwartet man von einem Elfjährigen keinen druckbaren politischen Kommentar. In diesem speziellen Fall aber, möchte ich eine Ausnahme machen und ihn zu Wort kommen lassen. Denn es geht um ein Thema, das ihn angeht. Die Schule.

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Porträt von Ralf Heimann
Porträt von Ralf Heimann

Brief von Ralf Heimann am 14.04.2020

Was von der Krise bleibt | Apotheken warten auf Masken | Diskussion um Radwege

Guten Tag,
der Regisseur Simon Jöcker ist mit seinem Fahrrad durch Münster gefahren und hat daraus einen zweieinhalbminütigen Film produziert. Die ersten Einstellungen zeigen die Weseler Straße, die Promenade und den Domplatz. Der Himmel ist blau, aber es ist kein Auto zu sehen, kein Fahrrad, überhaupt kein einziger Mensch. Dass die Aufnahme des Domplatzes kein Foto ist, sondern ein Video, sieht man erst, als ein Mundschutz über die Pflastersteine weht. Es sind Bilder aus einer Geisterstadt.

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Portrait Klaus Brinkbäumer
Portrait Klaus Brinkbäumer

Kolumne von Klaus Brinkbäumer am 12.04.2020

Klaus Brinkbäumers Brief aus New York | Die gemeingefährliche Trump-Show

Liebe Leserin, lieber Leser,
der Präsident sagt von sich selbst, er sei ein „sehr stabiles Genie“ und er kenne „die besten, die allerbesten Wörter“. Die amerikanische Fernsehsendung „The Daily Show“ schrieb darum einen Wettbewerb aus, sie suchte das „beste beste Wort“ des Präsidenten. Es konkurrierten Begriffe wie „United Shaysh“ (vermutlich gemeint: die USA), „Bipartiss Solucius“ (überparteiliche Lösungen?) und „Merry Chrissus Erry“ (frohe Weihnachten allerseits?). Das war zwar verdammt lustig, aber kein Witz: Der 73-Jährige hat das alles tatsächlich exakt so gesagt (und hier können Sie’s sehen, und ich verspreche, es wird Ihren Tag nicht trüben). Es siegte übrigens „The Oranges“, da der Präsident gar keine Apfelsinen gemeint hatte; er hatte wohl „origins“, „Ursprünge“, sagen wollen.

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Porträt von Ruprecht Polenz
Porträt von Ruprecht Polenz

Kolumne von Ruprecht Polenz am 05.04.2020

Ruprecht Polenz schreibt | Vier Wochen in Quarantäne | Erste Familienkonferenz

Einen schönen Sonntag,
wünsche ich Ihnen.
Seit dem 9. März, also seit jetzt vier Wochen, sind meine Frau und ich in häuslicher Quarantäne. Das hat Gründe, denn ich gehöre gleich dreifach zu den Risikogruppen. Ich bin 73, habe ein vorgeschädigtes Herz und ein geschwächtes Immunsystem. Deshalb werde ich wohl so lange zuhause bleiben müssen, bis ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus verfügbar ist oder man sich – wie gegen die Grippe – impfen lassen kann. Das Warten darauf fiele mir leichter, wenn ich mir nicht Sorgen machen müsste um die Jüngeren und um alle, die jetzt um Ihren Arbeitsplatz oder ihren Betrieb bangen. Hoffentlich schaffen es die Forscher, schnell Medikamente oder Impfstoffe zu entwickeln.

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Porträt von Katrin Jäger
Porträt von Katrin Jäger

Brief von Katrin Jäger am 04.04.2020

Glaube, Liebe, Hoffnung – und Corona

Guten Tag,

viele Menschen beschäftigen sich derzeit mit Statistiken und Modellrechnungen, Zahlen und Kurven. Auch ich höre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu, lerne deren Fachausdrücke wie die Vokabeln einer fremden Sprache. Ich beachte Regeln, die der reinen Vernunft entsprechen, und verändere mein gesamtes bisheriges Verhalten, weil ich daran glaube, dass wir nur so das Schlimmste verhindern. Und dann fragt der Sohn: „Mama, was glaubst du, werden wir nach den Osterferien wieder zur Schule gehen?“ Und ich könnte heulen, weil ich ihm nicht antworten kann. Weil ich ganz plötzlich weiß, dass ich nichts weiß. Mein Glaube ist in diesen Wochen schnell und leicht zu erschüttern.

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Porträt von Ralf Heimann
Porträt von Ralf Heimann

Brief von Ralf Heimann am 02.04.2020

Corona philosophisch | Gewöhnungsbedürftige Regeln | Münster-Zahlen

Guten Tag,
morgens nach dem Aufwachen gibt es auch in diesen Wochen den kurzen Augenblick, in dem das Gehirn noch nicht ganz verstanden hat, was los ist: Man ist zufrieden und glücklich. Doch der Zustand hält nicht lange an, nur für einen Moment, dann ist die Realität zurück. In schlechten Zeiten fühlt sich das an, wie mit dem Hammer geweckt zu werden. Gerade noch das friedliche Gefühl, nun die Kollision mit der deprimierenden Gewissheit.

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